Farrington gewinnt den Großen Preis von Aachen

Springreiter Kent Farrington mit seinem Pferd Gazelle beim Großen Preis von Aachen (CHIO).

Farrington gewinnt den Großen Preis von Aachen

Kent Farrington hat den Großen Preis von Aachen gewonnen. Der Springreiter aus den USA setzte sich am Sonntag (21.07.2019) auf Gazelle mit dem schnellsten fehlerfreien Ritt im Stechen durch.

Der 38-Jährige aus Greenwich/Connecticut verwies den ebenfalls fehlerfreien Daniel Deußer auf Tobago Z auf den zweiten Platz. Weltmeisterin Simone Blum kam als zweitbeste Deutsche mit ihrer Erfolgsstute Alice hinter dem Briten Ben Maher auf Explosion auf den vierten Rang. Beide Paare hatten jeweils einen Abwurf.


"Mein Pferd wollte im Stechen erst nicht so richtig loslaufen", schilderte Deußer: "Ich hatte trotzdem erst gedacht, dass es reichen könnte." Mit dem zweiten Platz beim größten Turnier der Welt sei er "dennoch superglücklich".

Schlüsselburg überrascht mit Platz acht

Der abschließende Höhepunkt des weltweit größten Turniers gilt als prestigeträchtigste Prüfung des Pferdesports und war mit einer Million Euro dotiert. Rang acht erreichte überraschend Sven Schlüsselburg.

Der 37 Jahre alte CHIO-Debütant aus Ilsfeld schaffte mit Bud Spencer zwei Runden ohne Abwurf, kassierte lediglich zwei Strafpunkte wegen Zeitüberschreitung. "Ich kann es selber nicht glauben, ich bin glücklich und dankbar", kommentierte der Aachen-Neuling: "Ich hatte ein super Gefühl und konnte locker reiten."

Ehning hadert mit letztem Sprung

Vorjahressieger Marcus Ehning hatte schon nach der ersten Runde keine Chance auf eine Wiederholung des Erfolges. Am letzten Sprung kassierte der 45-Jährige aus Borken mit Funky Fred einen Abwurf.

"Der letzte Sprung ist mir diese Woche nicht hold", kommentierte Ehning - denn im Preis von Europa und im Nationenpreis war ihm das gleiche Malheur kurz vor dem Ziel passiert. "Ich bin mit der Woche trotzdem nicht unzufrieden." Ehning kam am Ende auf Rang 20.

Ahlmann: "So ein Scheiß"

Auch Christian Ahlmann (Marl) mit Clintrexo und Hendrik Sosath (Lemwerder) mit Lady Lordana scheiterten an derselben Stelle. "So ein Scheiß", kommentierte Ahlmann: "Ich hatte so einen Schwung drauf und hätte umschalten müssen."

"Das kriegt man natürlich mit", sagte Blum über die schwierigste Stelle im Parcours, die sie meisterte: "Da passt man dann natürlich besonders auf. Aber es war von vornherein klar, dass das ein gefährlicher Sprung ist."

CHIO - das Stechen des Großen Preises von Aachen im Springreiten Sportschau 21.07.2019 13:02 Min. Verfügbar bis 21.07.2020 Das Erste

Stand: 21.07.2019, 18:29

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