Wenn Frust zur Freude wird - die Bilder zum Biathlon-Frauen-Einzel

Wenn Frust zur Freude wird - die Bilder zum Biathlon-Frauen-Einzel

Große Freude im Biathlon-Einzel der Frauen - die drei Medaillengewinnerinnen zeigten nach einer bisher durchwachsenen WM im schwersten Rennen der Titelkämpfe, was in ihnen steckt.

Einzel der Frauen, Biathlon-WM in Östersund

Wunderschöners Wetter, 15 schwere Kilometer, viermal Schießen, und ...

Wunderschöners Wetter, 15 schwere Kilometer, viermal Schießen, und ...

... ein dreifaches Happy End bei den Biathlon-Frauen. Am Dienstag jubelten Hanna Öberg (Mitte), Lisa Vittozzi (links) und Justine Braisaz (re.) über Gold, Silber und Bronze - dabei lief es bisher bei der WM noch nicht so gut für das Trio.

Justine Braisaz war nach Rang 60 im Sprint noch enttäuscht und ließ die Verfolgung aus. Im Einzel am Dienstag ging sie mit hoher Startnummer 71 ins Rennen ...

... und rollte das Feld von hinten auf. "Ich hatte in dieser Saison viele Hochs und Tiefs - naja, eigentlich mehr Tiefs", sagte Braisaz nach dem Rennen lachend. Zweimal schaffte sie es in diesem Winter aufs Podest, dazwischen lagen aber auch Platzierungen jenseits der Top 40.

An diesem Abend winkte aber WM-Bronze, die erste Einzel-Medaille der 22-jährigen Französin in einem Einzelrennen. "Ich habe immer an mich geglaubt. Nun hoffe ich, dass meine Medaille unserem Team einen Schub gibt. Alle Frauen in unserem Team haben es drauf, eine Medaille zu gewinnen."

Leidtragende des guten Rennens von Braisaz war Laura Dahlmeier, die lange auf eine Medaille hoffen konnte, ...

... am Ende aber um 7,0 Sekunden auf Rang vier verwiesen wurde.

Eine Medaille ging auch an Weltcupspitzenreiterin Lisa Vittozzi. Nach Rang 21 und 10 in Sprint und Verfolgung und vielen Schießfehlern zeigte die Italienerin diesmal ein perfektes Rennen ohne Strafminute.

Vittozzi lag auf der schweren Strecke das gesamte Rennen auf Podestkurs. "Meine Trainer haben mich über meine guten Platzierungen informiert. Ich habe aber versucht, mich nur auf das Schießen zu konzentrieren", sagte sie nach dem Rennen. Das gelang, und so ...

... konnte sich die 24-Jährige am Abend über die Silbermedaille freuen.

Noch größer die Freude bei der Goldmedaillengewinnerin. Hanna Öberg war bei der WM mit zwei fünften und einem vierten Platz dem Podest schon ziemlich nahe, doch erst im Einzel ...

... fuhr sie, angefeuert von tausenden Schweden an der Strecke, ...

... zu Gold. Öberg erlöste damit nicht nur die Gastgeber, die ihre erste Medaille bei der Heim-WM feiern durften. Die 23-Jährige schaffte es auch als erste Frau, direkt nach dem Olympiasieg Weltmeisterin zu werden.

Während die schwedischen Fans aus dem Häuschen waren, ...

... war bei den deutschen Zuschauern nur die Freude vor dem Wettkampf groß. Im Einzel gab es keinen weiteren Podestplatz für die deutschen Starterinnen.

Zweitbeste aus dem DSV-Team hinter der Viertplatzierten Laura Dahlmeier war Vanessa Hinz, die mit zwei Schießfehlern 19. wurde.

Franziska Hildebrand wurde mit drei Strafminuten 31. Nach dem Wettkampf sagte sie: "Ich weiß nicht, wo meine gute Form der letzten Rennen vor der WM hin ist." Gleich beim ersten Schießen war ihr klar, dass es kein guter Tag werden würde: "Als ich lag, stieß mich jemand mit den Ski an. Da ging ein Schuss bei mir los und natürlich daneben."

Auch Franziska Preuß schoss zu viele Fehler. Mit vier Strafminuten landete sie nur auf Rang 38. Ohne Fehler wäre sie Dritte geworden.

Stand: 12.03.2019, 21:07 Uhr

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