Weltmeisterin Herrmann fehlt beim Einzel am Dienstag

Denise Herrmann

Biathlon-WM

Weltmeisterin Herrmann fehlt beim Einzel am Dienstag

Bei der Biathlon-WM ist am Montag Ruhetag. Gesprächsstoff gibt es dennoch: Die frischgebackene Weltmeisterin Denise Herrmann sagte ihren Start im Einzel am Dienstag ab.

Kräfte sparen lautet die Devise von Denise Herrmann. Die 30-Jährige, die sich mit dem Weltmeistertitel in der Verfolgung am Sonntag einen Traum erfüllte, erklärte einen Tag und eine Nacht später ihren freiwilligen Verzicht auf das Einzelrennen am Dienstag (12.03 ab 15.30 Uhr im Live-Ticker und ab 15:05 Uhr Livestream bei sportschau.de).

"Das ist ihre Entscheidung. Sie hätte von uns aus gesehen starten dürfen, weil sie die nötige Leistung gebracht hat", sagte Frauen-Bundestrainer Kristian Mehringer am Montag. Herrmann entschied sich für eine Pause. Ihre volle Konzentration gelte dem Wochenende, so Mehringen. Dann werden Medaillen im Massenstart und den Staffelrennen vergeben.

Gute Schützinnen im Einzel im Vorteil

Das Einzel ist nicht gerade Herrmanns Sahnedisziplin. Fehler am Schießstand werden mit Strafminuten sanktioniert. Das kommt einer - manchmal nicht ganz so sicheren Schützin wie Herrmann - nicht entgegen. Allerdings liegen ihr die Strecken und auch der Schießstand in Östersund. Im Verfolger überzeugte die Oberwiesenthalerin, die vom Langlauf zum Biathlon umgestiegen war, mit nur zwei Fehlern bei 20 Schüssen.

Dahlmeier als Titelverteidigerin am Start

Biathlon-WM, Verfolgung der Frauen in Östersund - Denise Herrmann (re.) und Laura Dahlmeier (li.)

Laura Dahlmeier und Denise Herrmann haben schon zwei WM-Medaillen in der Tasche.

Im schweren Rennen über 15 Kilometer wird der Deutsche Skiverband in Schweden nun durch Doppel-Olympiasiegerin Laura Dahlmeier, Franziska Preuß, Franziska Hildebrand und Vanessa Hinz vertreten. Die siebenmalige Weltmeisterin Dahlmeier hat die Chance auf ihre dritte Medaille. Die 25-Jährige konnte in Sprint und Verfolgung jeweils Bronze gewinnen und tritt zum Start der zweiten WM-Woche als Titelverteidigerin an. "Ihr Start war etwas holprig, am Sonntag fühlte sie sich aber schon besser. Es ist jetzt wichtig zu regenerieren, damit sie am Tag X wieder ihre Leistung abrufen kann", sagte Mehringer. Sie kämpfe zwar immer noch mit ihrer Erkältung, so die 25-Jährige aus Partenkirchen, "aber ich versuche es über das Schießen. Das ist das Schöne am Biathlon: Wenn es mit dem Laufen nicht so klappt, hat man immer noch eine zweite Disziplin."

Staffel-Besetzung noch offen

Dahlmeier und Herrmann haben ihren Platz in der Staffel schon sicher. Für Preuß, Hildebrand und Hinz lief es in den Einzelrennen in Östersund bisher überhaupt nicht nach Wunsch. Preuß musste sich mit den Plätzen 16 (Sprint) und 27 zufrieden geben. Hildebrand wurde 40. und 22. Hinz konnte sich mit einem ernüchternden 65. Rang im Sprint erst gar nicht für den Verfolger qualifizieren. Wer neben Dahlmeier und Herrmann in der Staffel laufen darf, soll in den kommenden Tagen entschieden werden. "Wir haben da Gedanken im Kopf und schauen uns jetzt die nächsten Wettkämpfe noch an, dann werden wir das beste Team an den Start stellen", sagte Mehringer. Deutschland tritt als Weltmeister von 2017 in Hochfilzen als Titelverteidiger an.

Thema in: Sportschau im Ersten, 12.03.2019, 15.15 Uhr

sst/sid/dpa | Stand: 11.03.2019, 10:11

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