Favoritinnen und Favoriten der Biathlon-WM

Favoritinnen und Favoriten der Biathlon-WM

Johannes Thingnes Bö geht als großer WM-Favorit an den Start. Wer sind seine größten Widersacher? Und wer hat bei den Frauen Chancen auf den Sieg? Unser Blick auf die Favoritinnen und Favoriten.

Dorothea Wierer

Dorothea Wierer (Italien): Für die Schnellschützin aus Südtirol ist die Heim-WM ein Höhepunkt ihrer Karriere. In der vergangenen Saison hat sie Geschichte geschrieben und als erste Athletin aus Italien den Gesamtweltcup gewonnen. Mit einem Heimsieg bei der WM könnte die 29-Jährige noch einen drauf setzen.

Dorothea Wierer (Italien): Für die Schnellschützin aus Südtirol ist die Heim-WM ein Höhepunkt ihrer Karriere. In der vergangenen Saison hat sie Geschichte geschrieben und als erste Athletin aus Italien den Gesamtweltcup gewonnen. Mit einem Heimsieg bei der WM könnte die 29-Jährige noch einen drauf setzen.

Lisa Vittozzi (Italien): Konkurrenz kommt aus dem eigenen Lager: Lisa Vittozzi, derzeit Zehnte im Gesamtweltcup, ist einiges zuzutrauen. Eine gute Schützin war die Polizistin schon in den letzten Jahren, inzwischen ist sie auch in der Lage, läuferisch mit den Besten mitzuhalten.

Tiril Eckhoff (Norwegen): Sie war bisher die Frau des Winters und reist im Gelben Trikot der Führenden nach Antholz. Eckhoff gewann sechs Rennen und strotzte dabei nur so vor Selbstvertrauen. Rettet die 29-Jährige ihre Form bis zur WM, muss man sie auf der Rechnung haben.

Hanna Öberg (Schweden): Die Olympiasiegerin im Einzel deutete ihre Klasse mit dem Sieg im letzten Wettbewerb vor der WM (Massenstart in Pokljuka) an und war auch sonst bei vielen Weltcups vorn dabei. Eine WM-Medaille ist ihr auf jeden Fall zuzutrauen.

Denise Herrmann (Oberwiesenthal): Die deutschen Hoffnungen ruhen auf Denise Herrmann. Die frühere Langläuferin besticht regelmäßig mit flotten Runden und ist auch am Schießstand stabiler geworden. Mit WM-Gold in der Verfolgung 2019 und dem Einzel-Weltcup-Sieg in Pokljuka hat die Sächsin endgültig die Tür zur Weltspitze aufgestoßen. Jetzt muss sie "nur" noch konstanter werden.

Justine Braisaz und Julia Simon (Frankreich): Die Hoffnungen der Franzosen ruhen auf Julia Simon und Justine Braisaz. Beide sind gerade 23 und im Weltcup konstant vorn dabei. Während Braisaz mit WM-Bronze im Einzel in Östersund bei einem Großevent schon einmal auf dem Treppchen stand, wartet Simon, die 2017 ihr Weltcupdebüt gab, noch auf eine Medaille,

Marte Olsbu Röiseland (Norwegen): Die 28-Jährige feierte in der vergangenen Saison im Sprint ihren ersten Weltcupsieg und lief in der zweiten Saisonhälfte konstant in die Top Ten. An diese starke Bilanz knüpfte die pfeilschnelle Skijägerin, die ihre Stärke vor allem im Sprint hat, nahtlos an und reist als Siebte der Gesamtwertung zur WM.


Marketa Davidova (Tschechien): Auch wenn ihre bisherigen Saisonleistungen noch nicht so prickelnd waren, ist Marketa Davidova für eine Überraschung gut. Wie man in Antholz gewinnt, zeigte die 23-Jährige im Sprintrennen im vergangenen Jahr, als sie der Konkurrenz keine Chance ließ.

Johannes Thingnes Bö (Norwegen): Bei der Frage nach dem WM-Favoriten bei den Männern fällt sofort der Name Johannes Thingnes Bö. Der Norweger steht bei jedem Rennen als Top-Favorit am Start, ist aber nicht unschlagbar. Im Massenstartrennen von Pokljuka hielt beispielsweise Benedikt Doll den Überflieger auf der Schlussrunde auf Distanz.

Martin Fourcade (Frankreich): Der Franzose dominierte die Szene bis 2018, dann kam Bö angeflogen und lief Fourcade den Rang des Dominators ab. Als sich der Norweger in dieser Saison nach Weihnachten in eine Babypause verabschiedete, war der Franzose plötzlich da und fährt als Weltcup-Führender zur WM. Seine Formkrise hat er überwunden. Auch wenn er läuferisch nicht mehr an seine Glanzzeiten herankommt, darf man gespannt sein, zu welchen Leistungen der 31-Jährige in Antholz fähig ist.

Quentin Fillon Maillet und Simon Desthieux (Frankreich): Lange standen sie im Schatten von Martin Fourcade, letzte Saison zogen Quentin Fillon Maillet und Simon Desthieux vorbei und sind längst selbst Siegläufer. In der Weltcup-Gesamtwertung sind die Plätze eins, zwei und vier mit Franzosen "besetzt". Läuft es so wie beim Weltcup in Östersund - mit einem rein französischen Podium - könnten es Festspiele für die Grande Nation werden.

Benedikt Doll (SC Breitnau): Schnell skaten, ruhig schießen - dieser Spagat gelingt Benedikt Doll nicht immer. Der Bayer ist in der Loipe oft einer der Schnellsten, verspielt Zeit und eine gute Ausgangslage jedoch des öfteren am Schießstand. Bekommt er beim Schießen Konstanz rein, kann er bei der WM für Furore sorgen.

Arnd Peiffer (Clausthal-Zellerfeld): Deutschlands Allzweckwaffe. Seit zehn Jahren gehört er zum Weltcup-Team und immer, wenn es wichtig wird, ist auf den 32-Jährigen Verlass. Die Ruhe am Schießstand ist das Erfolgsgeheimnis des Olympiasiegers und Weltmeisters, dessen Saison verkorkst begann. Doch aus der Ruhe bringen ihn Nebengeräusche nicht.

Dominik Windisch und Lukas Hofer (Italien): Für die beiden Routiniers ist die WM vor der Haustür ein Karriere-Höhepunkt. Entsprechend dürften sie die Trainingssteuerung so gelegt haben, dass sie in den Tagen von Antholz topfit sind. Nach schwächeren Auftritten zu Beginn des Winters, kamen beide immer besser in Form und bescherten Italien regelmäßig Top-Ten-Plätze. Mit dem Heimbonus im Rücken sind beide in der Lage, für Überraschungen zu sorgen.

Stand: 06.02.2020, 16:20 Uhr

Darstellung: