Die deutschen WM-Teilnehmer

Die deutschen WM-Teilnehmer

Sechs Biathleten gibt der Deutsche Skiverband das Vertrauen für die WM in Antholz. Wir stellen das deutsche Sextett vor - und machen einen Leistungscheck.

Benedikt Doll

Benedikt Doll (SZ Breitnau)

Benedikt Doll ist einer der Top-Medaillenkandidaten der Deutschen bei der WM – vor allem, weil in der Höhe von Antholz seine konditionellen Vorteile eine Rolle spielen könnten. Der Sprint-Weltmeister von 2017 hat sich in diesem Jahr auch am Schießstand verbessert, vor allem im Stehendanschlag ist er stabiler geworden. Dreimal schaffte er es in diesem Winter in Einzelrennen auf das Podest. Dass er auch den ganz Großen Paroli bieten kann, zeigte er im letzten Rennen vor der WM: Im Massenstart von Pokljuka ließ er auf der Schlussrunde Johannes Thingnes Bö und Martin Fourcade stehen.

Benedikt Doll (SZ Breitnau)

Benedikt Doll ist einer der Top-Medaillenkandidaten der Deutschen bei der WM – vor allem, weil in der Höhe von Antholz seine konditionellen Vorteile eine Rolle spielen könnten. Der Sprint-Weltmeister von 2017 hat sich in diesem Jahr auch am Schießstand verbessert, vor allem im Stehendanschlag ist er stabiler geworden. Dreimal schaffte er es in diesem Winter in Einzelrennen auf das Podest. Dass er auch den ganz Großen Paroli bieten kann, zeigte er im letzten Rennen vor der WM: Im Massenstart von Pokljuka ließ er auf der Schlussrunde Johannes Thingnes Bö und Martin Fourcade stehen.

Philipp Horn (SV Eintracht Frankenhain)

Der 25-jährige Philipp Horn fährt zu seiner ersten WM. Qualifiziert hat sich der Arnstädter mit einem starken 6. Platz im Massenstart von Oberhof. Bundestrainer Mark Kirchner lobt zudem: "Er hat mit Rang 18 im Gesamtweltcup auch eine Leistungskonstanz nachgewiesen. Er hat sich konditionell und am Schießstand verbessert, das macht diesen Leistungsstand möglich." Läuferisch zählt er zu den besten im Feld, am Schießstand blieb er in diesem Winter aber nur einmal (in der Mixed-Staffel von Pokljuka) fehlerfrei.

Johannes Kühn (WSV Reit im Winkl)

Der 28-Jährige ist die Überraschung der Saison aus deutscher Sicht. Der Bayer fährt mit vier Top-10-Ergebnissen und einem dritten Platz vom Sprint in Oberhof als deutscher Medaillenkandidat nach Südtirol. Läuferisch konnte sich der ohnehin schon schnelle Johannes Kühn in dieser Saison noch einmal verbessern, am Schießstand hat er liegend eine überragende 97-prozentige Trefferquote. Nur Stehend hapert es immer mal noch. Bundestrainer Kirchner erklärt, was beim Verfolgungs-Junioren-Weltmeister von 2011 den Schalter umgelegt hat: "Wenn man gleich mit einem sechsten Platz in den Weltcup einsteigt, dann auch mal auf dem Podest steht und in den Staffeln mit null Fehlern und ohne Nachlader glänzen kann, dann gibt das einen zusätzlichen Kick für das mentale Befinden und Selbstvertrauen."

Erik Lesser (SV Eintracht Frankenhain)

Eine Überraschung in dieser Saison ist auch Erik Lesser – nur leider (noch) keine positive Überraschung. Nach Verletzung und Formtief musste Lesser zeitweise sogar in den zweitklassigen IBU-Cup. Vor allem läuferisch war der 31-Jährige weit von der Weltspitze entfernt. Doch Lesser zeigt aufsteigende Form: Im letzten Rennen vor der WM lief Lesser mit Rang 14 im Massenstart von Pokljuka zumindest zur halben-WM-Norm. Ob der Verfolgungs-Weltmeister von 2015 über eine Rolle als WM-Tourist hinauskommt, ist unklar. Wettkampfhärte soll sich Lesser während der ersten WM-Trage noch beim IBU-Cup holen. Läuft er dort gut, könnte er nach Aussagen von Bundestrainer Mark Kirchner bei der Single-Mixed-Staffel oder der Staffel zum Einsatz kommen.

Philipp Nawrath (SK Nesselwang)

In dieser Saison läuft es für Philipp Nawrath: Nach zwei IBU-Cup-Siegen und der zwischenzeitlichen Gesamtführung im IBU-Cup nutzte der Ruhpoldinger seine Chance auch im Weltcup. In Ruhpolding wurde er Sprint-Siebter, in Pokljuka sogar Vierter im Einzel. Nun darf Nawrath, dessen Stärken im Läuferischen und im Liegendanschlag liegen, zu seiner zweiten WM. Ein WM-Achtungszeichen setzte er bereits im vergangenen Jahr in Östersund mit Rang zwölf im Sprint.

Arnd Peiffer (WSV Clausthal-Zellerfeld)

Arnd Peiffer ist "Mister Zuverlässig" im deutschen Team. Sprint-Olympiasieger 2018, Einzel-Weltmeister 2019 und zehnfacher Weltcupsieger – der Niedersachse ist immer für eine Top-Platzierung gut. Peiffer fährt mit vier Top-10-Platzierungen in diesem Winter, darunter einem zweiten Platz beim Massenstart in Oberhof, zur WM. Peiffer hatte zu Beginn der Saison noch mit Infekten zu tun und brach sich in Östersund sogar den Gewehrschaft bei einem Sturz. Zuletzt stabilisierte sich der 31-Jährige aber. Bei der WM zählt der Titelverteidiger im Einzel zu den deutschen Medaillenfavoriten.

Stand: 06.02.2020, 16:12 Uhr

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