Wieder keine Medaille bei der Biathlon-WM: Preuß bei Eckhoff-Sieg Fünfte

Eckhoff in der Form ihres Lebens - die Verfolgung der Frauen in der Zusammenfassung Sportschau 14.02.2021 00:29 Min. Verfügbar bis 14.02.2022 Das Erste

Biathlon-WM

Wieder keine Medaille bei der Biathlon-WM: Preuß bei Eckhoff-Sieg Fünfte

Von Dirk Hofmeister

Fünftes Rennen bei der Biathlon-WM - die Deutschen warten auch nach der Verfolgung der Frauen auf die erste Medaille. Der Sieg am Sonntag ging an die norwegische Sprint-Siegerin.

Dritte Goldmedaille für Tiril Eckhoff bei der Biathlon-WM: Nach ihrem Sieg in der Mixed-Staffel und im Sprint setzte sich die Norwegerin am Sonntag (14.02.2021) auch in der Verfolgung durch. Nach 10 Kilometern und zwei Strafrunden in den vier Schießeinlagen überquerte Eckhoff nach 30:38,1 Minuten jubelnd die Ziellinie. Silber ging an die Österreicherin Lisa Theresa Hauser (+ 17,3 Sekunden), die mit einem Schießfehler von Rang neun noch aufs Podest lief. Die Sprint-Zweite Anais Chevalier-Bouchet aus Frankreich holte mit zwei Strafrunden Bronze (+ 33,0 Sekunden).

Preuß, Hinz und Herrmann in den Top 10

Die drei Deutschen Franziska Preuß (+ 49,3 Sekunden), Vanessa Hinz (+ 1:05,1 Minuten) und Denise Herrmann (+ 1:16,3 Minuten) kamen auf die guten Ränge fünf, sechs und acht. Für das Podest reichte es aber nicht. Janina Hettich wurde mit drei Schießfehlern 34. (+ 3:30,0 Minuten)

Preuß: Fehler im ersten Stehendschießen

Dabei hatten Preuß und Herrmann lange die Medaillen vor Augen. Preuß bis zum ersten, Herrmann bis zum zweiten Stehendschießen. Preuß kam als Vierte fehlerfrei zum Stehendanschlag - und ließ zwei Scheiben stehen. Von Rang acht kämpfte sie sich mit einem fehlerfreien zweiten Schießen aber zurück und überquerte letztlich als Fünfte mit 1:05,1 Minuten Rückstand auf Eckhoff das Ziel.

Herrmann kommt als Dritte zum letzten Anschlag

Herrmann durfte nach einem Schießfehler im ersten Liegendschießen sogar noch länger auf das Ende des deutschen Medaillenbanns hoffen. Vor dem finalen Schießen kam sie als Dritte an den Schießstand - und traf zweimal die Scheiben nicht. Als Siebte ging es zurück in die Loipe, dort verlor sie sogar noch einen Rang und wurde enttäuschte Achte: "Ich war so nah dran und ärgere mich extrem", sagte sie nach dem Rennen in der Sportschau. "Es war gestern schon knapp, ich hatte es bis zum letzten Schießen selbst in der Hand. Aber da sind die Nerven vielleicht doch mit mir durchgegangen. Ich habe auch auf der Strecke gemerkt, dass es nicht so gut lief. Ich war muskulär ganz schön angeknockt und konnte nicht agieren."

Biathlon-WM in Pokljuka - die Verfolgung der Frauen in voller Länge Sportschau 14.02.2021 35:39 Min. Verfügbar bis 14.02.2022 Das Erste

Herrmann: Nur 24. Laufzeit - "Das verunsichert"

Die sonst so laufstarke Ex-Langläuferin hatte in dem Rennen nur die 24.-beste Laufzeit und erklärte: "Ich hatte gestern schon gemerkt, dass die Muskeln zugemacht haben. Das kenne ich eigentlich nicht von mir. Das verunsichert sehr."

Hinz: "Überglücklich"

Dagegen freute sich Hinz, die sich in einem fehlerfreien Rennen von Rang zwölf auf Platz sechs verbesserte und damit zu ihrem besten Saisonergebnis lief. "Ich bin überglücklich", sagte die 28-Jährige. "In der ersten Runde habe ich gedacht, oh, es geht nicht so leicht. Aber ich habe mir gesagt, am Schießstand zählt jeder Treffer. Ich habe zwar etwas länger gebraucht. Aber am Schluss steht die Null", freute sich die Bayerin, die in der abgekoppelte Verfolgungs-Wertung auf Rang vier gelaufen wäre.

Wierer von 20 auf 4

Würde die Verfolgung allein gezählt, hätte das Rennen übrigens die Italienerin Dorothea Wierer gewonnen. Die Einzel-Weltmeisterin von Antholz 2020 lief ein fehlerfreies Rennen und verbesserte sich von Platz 20 im Sprint auf Rang vier in der Verfolgung.

Eckhoff und Chevalier-Bouchet: Führung wechselt ständig

Tiril Eckhoff beim Schießen

Tiril Eckhoff beim Schießen

Ganz vorn wechselten sich derweil Sprint-Siegerin Tiril Eckhoff und die -Zweite Anais Chevalier Bouchet in der Führung und mit den Fehlern ab. Eckhoff ließ im ersten Anschlag eine Scheibe stehen, Chevalier-Bouchet im zweiten Anschlag, Eckhoff dann wieder im ersten Stehendschießen. Zum letzten Anschlag kamen beide Biathletinnen dann fast zeitgleich: Eckhoff blieb fehlerfei, während die Französin einmal in die Strafrunde musste. Die Norwegerin lief zu Gold, Chevalier wurde sogar noch von Hauser überholt und musste sich mit Bronze begnügen.

Magdalena Neuner analysiert die Verfolgung der Frauen in Pokljuka Sportschau 14.02.2021 11:34 Min. Verfügbar bis 14.02.2022 Das Erste

Stand: 14.02.2021, 16:03

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