Die Skijäger zu Gast im schwedischen Östersund

Ortsansichten Östersund

Biathlon-WM

Die Skijäger zu Gast im schwedischen Östersund

Mitten in der unberührten Natur Schwedens liegt Östersund. Die Stadt am beeindruckenden Storsjön-See ist der nördlichste Austragungsort für Biathlonwettkämpfe und bereits zum dritten Mal WM-Gastgeber.

Die besten Skijäger der Welt sind bei den Weltmeisterschaften 2019 in der unberührten Natur im Herzen Schwedens zu Gast. Gute sieben Autostunden von Stockholm entfernt erstreckt sich die Provinz "Jämtland". Östersund ist die letzte größere Stadt, bervor es in die unbesiedelten Weiten Lapplands geht. Früher lebte man von Holzindustrie, heute ist es eine moderne Universitäts-Stadt.

Moderne Stadt mit schwedischer "Nessie"

Östersund ist als "Metropole“ noch sehr jung, erst 1786 verlieh König Gustav der III die Stadtrechte. Majestätisch liegt die 52.000 Einwohnerstadt am Ostufer des Storsjön. Es ist der mit seinen 465 km² fünftgrößte See des Landes. Im Winter ist er meist zugefroren, dann führen sogar Autostraßen über das Eis zu diversen Inseln und zu dem anderen Ufer. Die Schweden sind dann auch mit dem Tretschlitten und Schlittschuhen auf der riesigen Eisfläche unterwegs. Im Sommer wird intensiv Wassersport betrieben.

Ortsansichten Östersund

Die deutschen Biathlon-Damen Martina Glagow (r) und Magdalena Neuner (2.v.r.) beobachten am Freitag (15.02.2008) im schwedischen Orvikken nahe Östersund Elche im so genannten Moose Garden, einer Elchfarm.

Weil er sich wegen seiner Tiefe kaum aufwärmt, ist er als Badesee dagegen weniger gefragt. Vielleicht liegt es ja auch am "Storsjöodjuret“ - das große Seemonster, soll als Kryptid im Storsjön-See leben. Deutlich mehr Glück auf eine Begegnung mit einem großen Tier könnte man haben, wenn man nach einem Elch ausschau hält.

Nördlichster Austragungsort

Im Biathlonzirkus ist Östersund der nördlichste Austragungsort. Das Stadion liegt nur wenige Minuten von der City entfernt. Hier wird die Weltcup-Saison traditionell eröffnet. Allerdings nicht in der aktuellen Saison, weil 2019 in Östersund bereits zum dritten Mal eine Biathlon-Weltmeisterschaft ausgetragen wird. 1970 waren die Skijäger zum ersten Mal WM-Gast. Allerdings wurden damals nur zwei Wettbewerbe ausgetragen. Die Männer liefen über die 20-Kilometer-Distanz und in der Staffel. Die Medaillen teilten sich damals die Sowjetunion (2 x Gold, 1 x Bronze), Norwegen (2 x Silber) und die Mannschaft der DDR (1 x Bronze) auf.

Östersund 2008: Starke Frauen, starke Staffeln

Für die Weltmeisterschaften 2008 erfuhr das Stadion einen groß angelegten Um- und Ausbau. Die Strecken dort gelten als anspruchsvoll. Dort konnte das deutsche Team eindrucksvoll Medaillen sammeln. Immerhin feierte man sieben Mal Edelmetall – eine respektable Ausbeute bei mittlerweile 11 ausgetragenen Wettbewerben und einem Teilnehmerfeld von 39 Nationen. Andrea Henkel siegte in Sprint und Verfolgung, Magdalena Neuner im Massenstart. Auch die Frauen-Staffel mit Glagow, Henkel, Neuner und Kati Wilhelm war nicht zu schlagen. In der Mixed-Staffel räumten Sabrina Buchholz, Neuner, Andreas Birnbacher und Michael Greis ab. Silber gewann Glagow im Einzel, die Männerstaffel mit Michael Rösch, Alexander Wolf, Birnbacher und Greis sammelte noch Bronze ein.

Doppelweltmeisterin Andrea Henkel und Weltmeisterin Magdalena Neuner

Doppelweltmeisterin Andrea Henkel und Weltmeisterin Magdalena Neuner

mla | Stand: 04.03.2019, 12:33

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