Deutsche Mixed-Staffel erkämpft sich Silber

Biathlon-WM

Deutsche Mixed-Staffel erkämpft sich Silber

Der deutschen Mixed-Staffel ist beim Auftakt der Weltmeisterschaft in Östersund die Titelverteidigung zwar nicht geglückt, das DSV-Quartett erkämpfte sich aber die Silbermedaille. Weltmeister wurde das Team aus Norwegen.

Die deutsche Mixed-Staffel freut sich über die Silbermedaille.

Die deutsche Mixed-Staffel freut sich über die Silbermedaille.

In Abwesenheit von Laura Dahlmeier ging die deutsche Mixed-Staffel bei der Biathlon-WM in Östersund in einer ganz neuen Formation ins Rennen: Startläuferin war Vanessa Hinz, ihr folgte Denise Herrmann in Vertretung für Laura Dahlmeier. Für die Herren gingen Arnd Peiffer und Benedikt Doll auf die Strecke. Und sie schlugen sich hervorragend. Zwar mussten sie am Ende Norwegen den Titel überlassen. Doch weit vor Italien auf dem Bronzerang sicherten sich die vier deutschen Aktiven die Silbermedaille.

Hinz mit zwei Nachladern beim Stehendschießen

Vanessa Hinz

Vanessa Hinz

Die Startläuferin Hinz lief zu Beginn ein beherztes Rennen gemeinsam mit der Spitzengruppe. Das erste Schießen absolvierte sie mit einem beeindruckenden Rhythmus fehlerfrei. Nur die Italienerin Lisa Vitozzi war noch schneller (+7,5), auch in der Loipe. Beim Stehendschießen musste Hinz zwei Mal nachladen und fiel auf Rang sechs zurück.  Die Italienerin hingegen traf wie ein Uhrwerk, beim Wechsel war ihr aber die Norwegerin Marte Olsbu Roiseland bereits auf den Fersen.

Herrmann beweist Nervenstärke und Laufleistung

Die anstelle der wegen einer leichten Erkältung vorsichtshalber nicht nominierten Laura Dahlmeier laufende Herrmann übernahm auf Rang sechs mit einem Rückstand von 29,8 Sekunden. Rasch machte sie zwei Positionen gut. Liegend ließ sie sich auf Rang vier liegend enorm viel Zeit. Deshalb blieb sie fehlerfrei und arbeitete sich als beste Schützin dieser Einlage auf Rang zwei vor. Stehend benötigte sie alle Patronen, ersparte sich jedoch die Strafrunde. Die dabei verlorenen 18 Sekunden holte sie aber bis zum Wechsel wieder komplett auf und übergab beim Wechsel als Führende. "Ich hatte Bombenmaterial unter den Füßen. Da war die Langläuferin gefragt und das ist gut für mich ausgegangen", sagte sie strahlend zu ihrer Vorstellung.

Peiffer im Zweikampf mit Thingnes Bö

Arnd Peiffer

Arnd Peiffer

Danach bekam es Peiffer mit dem Norweger Johannes Thingnes Bö und Lukas Hofer aus Österreich zu tun. "Es gibt dankbarere Aufgaben als mit dem zu laufen", sagte er zu seiner Runde. Der 31-Jährige kam mit den beiden Konkurrenten gemeinsam zum Schießstand. Dort musste er einmal nachladen und den fehlerfreien Norweger ziehen lassen. Der musste im Stehendanschlag einmal öfter nachladen als der Niedersachse (ein Nachlader). Dadurch konnte Peiffer aufholen und mit nur 15 Sekunden Rückstand auf Rang zwei übergeben.

Benedikt Doll sichert Rang zwei ab

Benedikt Doll räumte im Liegen genau wie der Norweger Vetle Sjastad Christiansen schnell alle Scheiben ab. Dadurch verkürzte er den Rückstand auf knapp zehn Sekunden. Alle anderen Nationen waren zu diesem Zeitpunkt mehr als eine Minute zurück und bewarben sich nur noch um die Bronzemedaillle. Beim letzten Schießen räumte Christiansen alles ab. Doll sicherte trotz zwei Nachladern den zweiten Rang ab. "Bei mehr als einer Minute Abstand zu den nächsten Läufern lässt es sich beruhigt Schießen", sagte er danach. Ohne Bedrängung brachte er den Silberplatz ins Ziel. "Wir freuen uns auf alle Fälle riesig über die Silbermedaille, die ist absolut gewonnen und nicht Gold verloren. Das war bravourös von allen Vieren", lobte Bundestrainer Mark Kirchner.

rmü | Stand: 07.03.2019, 17:31

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