Dahlmeier schießt sich zu Bronze beim Sprint der Frauen

Biathlon-WM

Dahlmeier schießt sich zu Bronze beim Sprint der Frauen

Durch eine fehlerfreie Schießleistung hat sich Laura Dahlmeier beim WM-Sprint der Frauen die Bronzemedaille erkämpft. Denise Herrmann erreichte beim Sieg der Slowakin Anastasiya Kuzmina eine Top-10-Platzierung.

Die Partenkirchnerin Dahlmeier, die die Mixed-Staffel noch ausgelassen hatte, lief sehr verhalten. Durch eine sehr kontrollierte liegende Schießeinlage blieb sie fehlerfrei. Voll konzentriert absolvierte sie auch das zweite Schießen ohne jeglichen Aussetzer. Dadurch ging sie als Drittplatzierte auf die letzten Kilometer. Am Ende brachte sie Platz drei ins Ziel. "Ich bin sprachlos", sagte sie überglücklich über die nach einer gerade überstandenen Erkältung erreichte Medaille und fand dann doch die richtigen Worte: Ihr sei es die vergangenen Tage "überhaupt nicht gut gegangen. Ich hatte Halsweh und brutalen Husten. Dass das so aufgegangen ist, damit hätte ich nicht gerechnet. Wichtig war, dass ich Null geschossen habe. Die letzten sieben, acht Minuten waren ein brutaler Kampf. Das ist brutal schön".

Erstes WM-Gold für Kuzmina

 Anastasiya Kuzmina

Anastasiya Kuzmina

Nur die Slowakin Anastasiya Kuzmina (1 Strafrunde) und Ingrid Landmark Tandrevold aus Norwegen (0 Fehler) waren schneller und sicherten sich Gold und Silber. Die Titelgewinnerin stand erstmals in ihrer Karriere ganz oben auf einem WM-Podium.

Erneut gute Laufleistung von Herrmann

Denise Herrmann beim Sprintrennen

Denise Herrmann beim Sprintrennen

Herrmann vom WSC Erzgebirge Oberwiesenthal zeigte wie im Staffelrennen ihre starke Laufleistung. Auf Rang vier liegend kam sie erstmals an den Schießstand. Dort ließ sie sich zwar enorm viel Zeit, traf aber fünf Mal. Zwei Strafrunden beim Stehendanschlag waren auch für die exzellente Langläuferin dann doch etwas zu viel. Sonst wäre für sie noch deutlich mehr als Rang sechs drin gewesen. "Es ist bitter, weil mit nur einem Fehler noch was gegangen wäre", bestätigte sie nach dem Lauf.

Preuß unter den Top-20

Franziska Preuß (Haag) traf liegend sehr schnell alle Scheiben. Nach dem Stehendschießen musste sie nur einmal in die Strafrunde. Damit schaffte sie es aber noch auf einen guten Platz 16.

Hildebrand und Hinz auf den hinteren Plätzen

Franziska Hildebrand (Clausthal-Zellerfeld) räumte beim Liegenschießen auf Platz zehn liegend alles ab. Bei der zweiten Einlage vergab sie durch zwei Fehlschüsse Platz 40 eine bessere Position. Vanessa Hinz aus Schliersee war wie zuvor bei der Mixed-Staffel die erste deutsche Läuferin, die in den Kurs ging. Bis zum ersten Schießstandbesuch pirschte sie sich auf Rang zwölf vor. Dort kassierte sie ihre erste Strafrunde. Stehend kamen drei weitere Fehlschüsse dazu. Am Ende wurde sie auf Platz 64 durchgereicht.

rmü | Stand: 08.03.2019, 17:28

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