Formcheck - die deutschen Männer vor der WM

Formcheck - die deutschen Männer vor der WM

Benedikt Doll, Johannes Kühn, Erik Lesser, Philipp Nawrath, Arnd Peiffer und Roman Rees sind die sechs Starter des Deutschen Skiverbands (DSV) bei der Biathlon-WM - unser Formcheck.

Benedikt Doll beim Sprint in Hochfilzen

Benedikt Doll - Er ist wahrscheinlich der schnellste DSV-Athlet in der Loipe. Auch in dieser Saison hat er immer wieder für die besten Laufzeiten gesorgt - genauso häufig aber auch im Schießen gepatzt. Die Saison bisher: ein ständiges Auf und Ab. Nach ansprechendem Weltcup-Beginn zeigte die Formkurve des 28-Jährigen nach unten. Zuletzt ließ er jedoch auf den Olympiastrecken von 2001 bei Salt Lake City mit Platz neun in der Verfolgung wieder aufhorchen.

Benedikt Doll - Er ist wahrscheinlich der schnellste DSV-Athlet in der Loipe. Auch in dieser Saison hat er immer wieder für die besten Laufzeiten gesorgt - genauso häufig aber auch im Schießen gepatzt. Die Saison bisher: ein ständiges Auf und Ab. Nach ansprechendem Weltcup-Beginn zeigte die Formkurve des 28-Jährigen nach unten. Zuletzt ließ er jedoch auf den Olympiastrecken von 2001 bei Salt Lake City mit Platz neun in der Verfolgung wieder aufhorchen.

Erik Lesser - Seit geraumer Zeit zeigt die Leistungskurve des Thüringers Erik Lesser nach oben, zum Sprung aufs Podest hat es allerdings noch nicht gereicht in dieser Saison. Aber: Niemand versteht es so gut wie Lesser, zum Saisonhöhepunkt topfit zu sein. Wenn er seine leichten Schwächen im Stehendschießen in den Griff bekommt, kann er überraschen. Läuferisch hat der Jung-Papa - Töchterchen Anouk erblickte Anfang des Jahres während des Weltcup-Wochenendes in Oberhof das Licht der Welt - jedenfalls das Zeug dazu.

Arnd Peiffer - Der Sprint-Olympiasieger von 2018 verdiente sich in diesem Winter gute Noten, allein mit einem ersten Platz hat es noch nicht geklappt. Nach kräftezehrenden Wochen war für ihn in Übersee (Canmore) mit Platz 13 über 20 Kilometer etwas die Luft raus. Mit einer guten Vorbereitung wird aber auch Peiffer für den WM-Höhepunkt gewappnet sein, der achte Platz im Gesamt-Weltcup kommt nicht von ungefähr.

Johannes Kühn - Die Weltcup-Saison begann für Kühn wie gemalt. Im slowenischen Pokljuka verblüffte der 27-Jährige die Fachwelt und wurde im Einzel über 20 Kilometer Zweiter hinter dem Seriensieger der vergangenen Saison, Martin Fourcade. In den darauffolgenden Weltcups konnte er diese Sololeistung jedoch nicht mehr abrufen. Mit viel Optimismus ist ihm in Östersund ein Top-20-Platz zu zutrauen.

Roman Rees - Wird Östersund ein gutes Pflaster für Roman Rees? Im Dezember 2016 feierte er in der schwedischen Wintersportmetropole seinen Weltcup-Einstand und wurde 48. Diese Saison kämpfte der 26-Jährige einige Zeit um Anschluss, in den jüngsten Rennen in Nordamerika zeigte seine Formkurve jedoch nach oben. Überraschend sein dritter Platz im Sprint in Salt Lake City, als er um einen Wimpernschlag Dritter vor Erik Lesser wurde. Damit war ihm der WM-Platz sicher. Gelänge ihm noch so ein Husarenstreich, läge eine Medaille im Bereich des Möglichen.

Philipp Nawrath - Bundestrainer Mark Kirchner mag auf Philipp Nawrath nicht verzichten, schätzt er den 26-Jährigen vom SK Nesselwang doch als "absoluten Teamplayer" ein. 2017 gab Nawrath im finnischen Kontiolahti sein Weltcup-Debüt und sammelte mit einem 34. Platz gleich erste Punkte. In der aktuellen Saison ging es für den früheren Staffel-Juniorenweltmeister nach guten Leistungen von der zweiten Biathlon-Liga, dem IBU-Cup, hoch in die höchste Wettkampfklasse. Zuletzt gehörte er in Salt Lake City zur ersten Garde und ließ mit Rang acht im Sprint aufhorchen.

Stand: 04.03.2019, 09:51 Uhr

Darstellung: