Denise Herrmann - "Bloß nicht mit Medaillen-Zählen beginnen"

Denise Herrmann

Vor der WM in Antholz

Denise Herrmann - "Bloß nicht mit Medaillen-Zählen beginnen"

Ihr Stern am Biathlon-Himmel ging bei der WM 2019 in Östersund auf. Denise Herrmann sicherte sich in der Verfolgung ihren ersten WM-Titel und gilt auch bei der am kommenden Donnerstag (13.02.2020) beginnenden WM in Antholz als die deutsche Kandidatin auf eine Medaille, oder sogar mehr.

Aktuell bereitet sich Herrmann in Ridnaun auf die Titelkämpfe vor. Und spürt auch schon ein Kribbeln: "Man weiß, es geht in die heiße Phase, darf jetzt nicht überdrehen. Die Anspannung steigt", sagte die 31-Jährige dem Deutschen Skiverband. Nach dem letzten Weltcup in Pokljuka ließen es die Biathletinnen etwas ruhiger angehen. Mit Karolin Horchler reiste die Sächsin dann schon – eher als die übrige Mannschaft – in die Höhe. Auf der Seiser Alm wurde drei Tage Kondition gebolzt. "Dort hatten wir Top-Bedingungen, da konnte man gut trainieren." Die Höhe sei wichtig gewesen, "man muss gut angepasst sein, das merke ich sonst gerade muskulär".  

Druck ja, aber nicht der falsche

Läuferisch sieht sich Herrmann bereits auf einem sehr guten Weg. "Die Saison lief besser als letztes Jahr, ich stehe auch im Weltcup besser. Die Laufform ist konstant, zur WM muss ich eine Schippe drauflegen, wenn ich um die Medaillen mitkämpfen will." Druck verspürt die Deutsche schon, auch mit Blick auf ihr Verfolgungs-Gold 2019. "Die Erwartung ist natürlich da, das wieder zu schaffen." Sich darauf zu versteifen, jetzt Gold holen zu müssen, wäre aber der falsche Druck. "Mit dem Zählen von Medaillen anzufangen mache ich nicht. Ich muss am Schießstand eine gute Leistung bringen, körperlich bin ich in Schuss."

Denise Herrmann - wenn am Schießstand alles klappt ... Sportschau 01.12.2019 01:44 Min. Verfügbar bis 01.12.2020 Das Erste

Thema in: DLF Sport aktuell, 11.02.2020, Ab 22.50 Uhr

red/dsv | Stand: 10.02.2020, 15:05

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