"Wahnsinniger Hype" um Pichler in Schweden

Wolfgang Pichler

Biathlon-WM

"Wahnsinniger Hype" um Pichler in Schweden

Von Nicole Hornischer, Östersund

Im schwedischen Östersund findet die Biathlon-WM 2019 statt. Nach den erfolgreichen Olympischen Spielen 2018 für Schweden herrscht Euphorie im Gastgeberland. Maßgeblich für den Erfolg der Skandinavier: Cheftrainer Wolfgang Pichler.

Bei den Olympischen Spielen 2018 in Pyeongchang waren die Schweden die Überraschungsmannschaft im Biathlon: zweimal Gold (Herren-Staffel und Hanna Öberg über 15 km) und zweimal Silber (Sebastian Samulesson in der Verfolgung und Staffel der Frauen) räumte das Team von Cheftrainer Wolfgang Pichler ab. Seitdem herrscht ein "Hype" rund um den Biathlon in Schweden. Trotzdem will der 64-Jährige bei der Heim-WM keinen Druck aufbauen: "Ich versuche alles, um den Sportlern den Stress zu nehmen". Und er selbst habe sowieso keinen mehr - schließlich ist die WM die letzte Großveranstaltung für den Bayern.

"Sehr intensive Jahre“

Die letzten Jahre bis zum Erfolg bei Olympia seien stressig gewesen: "Ich musste die Mannschaft quasi von Null aufbauen. Das waren sehr intensive Jahre, und sie haben viel Kraft gekostet." Mittlerweile ist Pichler fast sowas wie ein schwedisches Kultobjekt. "In der letzten Zeit haben alle wichtigen schwedischen Sender sehr viel mit mir gedreht. Da muss man aufpassen, dass man nicht abhebt", schmunzelt er.

Und was wäre ein erfolgreicher Abschied für Pichler? "Ich wäre glücklich, wenn wir eine Staffel-Medaille holen", sagt er. Das große Ziel seien aber zwei Medaillen für Schweden. Pichler hört nach der Saison definitiv als Cheftrainer auf - "das heißt aber nicht, dass ich nicht was anderes machen werde", sagt er.

Thema in Das Erste, Sportschau am 07.03., 16:10 Uhr

Stand: 06.03.2019, 12:01

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