Herrmann und Lesser starten im Single-Mixed-Team

Denise Herrmann

Östersund

Herrmann und Lesser starten im Single-Mixed-Team

Bei der Biathlon-WM in Östersund steht am Donnerstag eine Premiere an. Erstmals gesucht werden die Titelträger in der Single-Mixed-Staffel. Gefragt sind schnelle und sichere Schützen.

Mit Verfolgungsweltmeisterin Denise Herrmann und Erik Lesser geht der Deutsche Skiverband bei der Biathlon-WM in der Single-Mixed-Staffel auf Medaillenjagd. Bundestrainer Mark Kirchner benannte das Aufgebot unmittelbar nach dem Einzel-Wettbewerb am Mittwoch (13.03.2019).

Kirchner: Herrmann hat liegend noch keinen Fehler

In dieser Disziplin wird erstmals ein Weltmeister ermittelt. Der neue Wettbewerb ist sehr schießlastig und bevorteilt vor allem schnelle, sichere Schützen. "Die Scheiben müssen schnell getroffen werden", sagte Frauen-Bundestrainer Kristian Mehringer, doch auch gute Läufer sind gefragt: "Hier in Östersund gibt es schwierigere Strecken." Mit Blick auf Hermann sagte Mark Kirchner: "Sie hat liegend hier noch keinen Fehler geschossen. Zudem ist die Runde schwer, das liegt ihr."

Viele Schießeinlagen - kurze Laufrunden

Erik Lesser aus Deutschland im 10km-Sprint bei der Biathlon-WM

Seine Qualitäten als Schnellschütze sind gefragt: Erik Lesser

Beim Single-Mixed-Wettbewerb bilden pro Nation jeweils eine Frau und ein Mann ein Team. Beide laufen zweimal zwei Runden mit je einer Schießeinlage, schießen also insgesamt jeweils viermal, zweimal liegend, zweimal stehend. Die Laufrunden dazwischen sind mit 1,5 Kilometer extrem kurz. Auch die Strafrunde ist mit 75 Metern halb so lang wie normal. Damit bedeutet ein Nachlader praktisch ebenso viel Zeitverlust wie eine Strafrunde.

Chance für "kleinere" Biathlon-Nationen

Erstmals im Weltcup wurde die Single-Mixed-Staffel 2015 getestet und vier Jahre später ins WM-Programm aufgenommen. Der Wettbewerb wurde auch deshalb eingeführt, um schwächeren Nationen mit wenigen Top-Athleten eine Medaillen-Chance bei einer WM zu geben. "Einen sehr guten Mann und eine sehr gute Frau kann jede Nation an den Start bringen", sagte Mehringer, der einen harten Kampf um die Medaillen erwartet.

Österreich im Weltcup immer auf dem Podest

Zu den Favoriten zählen neben den etablierten Nationen wie Norwegen, Frankreich, Italien auch die Österreicher, die mit Lisa Theresa Hauser nur eine Athletin in der erweiterten Weltspitze haben. Team Austria hat bislang bei allen Weltcuprennen auf dem Podest gestanden.

dko/dpa/red | Stand: 13.03.2019, 18:50

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