Fragen und Antworten zum Biathlon

Regelkunde

Fragen und Antworten zum Biathlon

Über #fragsportschau.de erreichen uns immer wieder Fragen zu den Biathlonregeln. Hier sind einige und ihre Antworten zusammengefasst.

Welche Disziplinen gibt es?

Inzwischen gibt es im Weltcup und bei der WM 12 Disziplinen. Frauen und Männer bestreiten jeweils das Einzel, den Sprint, die Verfolgung und den Massenstart sowie die Staffel. Gemeinsam starten sie zudem in der Mixed-Staffel und in der Single-Mixed-Staffel.

Wie lang ist eine Strafrunde?

Eine Strafrunde ist rund 150 Meter lang (eine Abweichung von 5 Metern ist möglich). Die Biathleten brauche dafür 20 bis 25 Sekunden. Einzige Ausnahme ist die Strafrunde in der Singel-Mixed-Staffel. Da ist die Runde nur 75 Meter lang.

Müssen alle Patronen genutzt werden oder kann man auch freiwillig Strafrunden laufen?

Kann man schon. Aber sollte ein Sportler nicht alles getroffen haben und noch Patronen übrig haben, wird das mit zwei Minuten pro Patrone bestraft.

Wi hoch ist die Strafe für zu wenige Strafrunden?

Für jede zu wenig gelaufene Strafrunde gibt es zwei Minuten Zeitstrafe.

Kann man auch zu viele Schüsse abgeben?

Gibt ein Sportler bei einer Schießeinlage mehr als fünf Schuss (bzw. acht in der Staffel) ab, so wird er disqualifiziert. Gleiches gilt auch, wenn einem die Patronen in den Schnee gefallen sind und man sie nicht einzeln nachlädt, sondern zu einem neuen Magazin greift.

Was passiert bei einem Frühstart?

Im Einzel und im Sprint wird ein Frühstarter disqualifiziert, es sei denn, er kehrt nochmal an den Start zurück. Wer bei einem Verfolgungswettbewerb 1 bis 3 Sekunden zu früh startet, wird mit 30 Sekunden Zeitstrafe belegt. Wer noch früher losläuft, wird disqualifiziert.

Was passiert bei einem Spätstart?

Kommt ein Sportler zu spät an den Start, muss er – auf Anweisung des Starterassistenten – zur erstmöglichen Gelegenheit starten, ohne andere zu behindern. Bei selbstverschuldetem Spätstart läuft die Uhr ab der regulären Startzeit.  Bei unverschuldetem Zuspätkommen, kann die Jury eine Zeitgutschrift geben.

Schießen auf die falschen Scheiben

Wer beim Schießen auf die falschen Scheiben zielt, wird nicht zusätzlich bestraft. (Vorausgesetzt, die Jury wertet das nicht als Mutwilligkeit.) So lange die beschossene Bahn von keinem Athleten regulär genutzt wird, wird der Falschschütze auch nicht auf seinen Fehler hingewiesen. Eventuelle Treffer werden natürlich nicht gewertet, und mehr als fünf Schuss (in der Staffel acht) dürfen nicht abgegeben werden, so dass in der Regel Strafrunden fällig werden.

Was passiert, wenn ein anderer meine Scheiben trifft?

Die Scheiben werden dann neu aufgezogen. Die bisherigen eigenen Treffer werden gewertet und der Sportler kann seine weiteren Schüsse abgeben. Für die Wartezeit bekommt er einen "angemessenen Zeitausgleich". Wie groß der ist, entscheidet die Jury von Fall zu Fall.

Was passiert, wenn man im falschen Anschlag schießt?

Nahezu legendär ist der Fauxpas von Darja "Dascha" Domratschewa beim Weltcup in Oberhof 2009. Im Massenstart kam sie als Führende zum zweiten Liegendschießen, blieb aber stehen und feuerte ihre Schüsse so ins Ziel. Damals wäre sie mit 5 mal 2 Minuten bestraft worden (sie gab von selbst auf). Heute droht eine Disqualifikation.

red/ibu | Stand: 04.03.2019, 16:29

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