Biathlet Eder berichtet über Doping-Angebot

Simon Eder beim Massenstart

Doping

Biathlet Eder berichtet über Doping-Angebot

Im aktuellen Dopingskandal um den Erfurter Sportmediziner Mark S. gibt es die erste Verbindung zum Biathlon. Der österreichische Spitzenathlet Simon Eder gab an, Doping-Angebote erhalten zu haben.

"Es hat mit der aktuellen Doping-Causa zu tun", sagte Eder der österreichischen Zeitung "Die Presse", auch wenn es damals noch nicht abzusehen gewesen sei.  Ihm sei vor längerer Zeit "etwas angeboten" worden, erklärte der 36-Jährige: "Ich bin mit der Sache sofort zum BKA, auch die Polizei und der ÖSV wurden informiert. Ich wurde als Zeuge geladen und habe ausgesagt". Die Spur habe letztlich nach Erfurt geführt.

Eder hat bislang zwei Olympiamedaillen gewonnen und gilt aufgrund seines Könnens mit der Waffe immer noch als Geheimtipp in den schießlastigen Wettbewerben. Sollte er in der Single-Mixed-Staffel laufen, scheint sogar Gold möglich.

Peiffer: Doper sind Idioten

Arnd Peiffer

Erschüttert, dass "so etwas wieder vorkommt": Arnd Peiffer

Unterdessen bezeichnete Biathlon-Olympiasieger Arnd Peiffer die aufgeflogenen Doper als "Idioten, die unseren ganzen Sport in Verruf bringen". Dem Magazin "Sport Bild" sagte er: "Ich war erschüttert, dass so etwas wieder vorkommt. Vor allem bei den Österreichern. Da denke ich mir, die müssen auch langsam mal gelernt haben. Nach Turin 2006, Johannes Dürr 2014 und Harald Wurm 2016 nun das. Da frage ich mich, was da los ist."

Bislang acht Sportler bekannt

Nach den Doping-Razzien bei der Nordischen Ski-WM in Seefeld sowie in Thüringen waren unter anderem fünf Langläufer zwischenzeitlich festgenommen worden, darunter zwei Österreicher. Inzwischen haben noch zwei österreichischen Radprofis und ein estnischer Langläufer Verbindungen zum Erfurter Arzt eingeräumt.

Thema auch in Das Erste, Sportschau am 07.03., 16:10 Uhr

red/dpa/sid | Stand: 06.03.2019, 10:17

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