Benedikt Doll - Keine Trainerkarriere nach der Biathlon-Laufbahn

Benedikt Doll und sein Materialproblem

Benedikt Doll - Keine Trainerkarriere nach der Biathlon-Laufbahn

In diesen Tagen kämpft Benedikt Doll im slowenischen Pokljuka um WM-Medaillen. Doch der 30-Jährige macht sich bereits Gedanken über die Zeit nach der Karriere. Ein Trainerjob wird es nicht sein.

Der frühere Biathlon-Weltmeister Benedikt Doll strebt nach dem Ende seiner sportlichen Laufbahn keine Karriere als Trainer an. "Das professionell zu machen, als Beruf. Das kann ich mir gerade nicht vorstellen", sagte der 30-jährige im Facebook Live von "Biathlon im Ersten".

Doll: "Was ganz Anderes machen"

Stattdessen zieht es den Verfolgungs-Bronzemedaillengewinner von Olympia 2018 "in die freie Marktwirtschaft. Und da möchte ich dann erstmal was ganz Anderes machen." Dem Sport wolle Doll jedoch verbunden bleiben, "aber auf ehrenamtlicher Basis. Ich kann  mir gut vorstellen, Kindertrainings zu machen." Wann Doll seine Ski und das Gewehr in die Ecke stellen will, sagte er allerdings nicht. Mit Olympia 2022 in Peking und der Heim-WM in Oberhof 2023 winken dem fünffachen WM-Medaillengewinner in den kommenden beiden Jahren noch zwei Höhepunkte.

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Mixed-Staffel in "optimaler Besetzung"

Startläufer Erik Lesser (li.) übergibt in der Wechselzone an Benedikt Doll

Erik Lesser (li.) und Benedikt Doll (re.)

Beim WM-Auftakt der aktuell laufenden Titelkämpfe in Pokljuka war Doll am Mittwoch (10.02.2021) noch Zuschauer. Auch wenn die Deutschen mit Rang sieben enttäuschten, verteidigte Doll die Aufstellung mit Erik Lesser, Arnd Peiffer, Denise Herrmann und Franziska Preuß: "Ich hätte auch so aufgestellt", sagte Doll. Startläufer Lesser hatte in dem Mixed-Rennen viel Zeit verloren, die anderen Athleten konnten die Lücke durch eigene Schießfehler nicht zulaufen: "Wenn man sich die Staffeleinsätze von Erik anschaut: Er hat immer geliefert. Auch wenn das heute nicht so war, aber er war die optimale Besetzung", verteidigte Doll seinen Teamkollegen.

Kritik auf Social Media - "Unverschämtheit"

Gegen hämische und verletzende Kommentare auf Social-Media-Kanälen nach der Mixed-Staffel verwehrte sich Doll dagegen: "Das ist super anmaßend. Das geht gar nicht. Zu behaupten, jemand hätte absichtlich etwas falsch gemacht, ist eine Unverschämtheit."

"Traum von der Einzelmedaille"

Seinen ersten WM-Einsatz hat Doll am Freitag (12.2.21, 14.30 Uhr) im WM-Sprint. Und er ist heiß auf sein persönliches Pokljuka-Auftaktrennen: "Am Freitag wird es kalt. Ich freue mich, meine Ski zu laufen. Die sind echt ganz gut", freut sich der Hobbykoch. Vielleicht klappt es dann auch mit dem ersten Podestplatz der Saison? Schließlich holte Doll die beiden einzigen Siege in seiner Karriere im Sprint. "Eine Einzelmedaille wird schwer. Mit einer Platzierung in den Top sechs kann ich zufrieden sein", blickt Doll auf die anstehenden Rennen. Seine bisher einzige Einzelmedaille gewann er 2017 in Hochfilzen, wo er Sprint-Weltmeister wurde. Die Erinnerung daran lebt auch in Pokljuka. Und auch der Traum, diesen Moment zu wiederholen. "Der Traum von der Einzelmedaille ist da. Aber da muss alles zusammenpassen."

Dirk Hofmeister | Stand: 10.02.2021, 18:18

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