Sabally fordert mehr Engagement von Weißen

Basketballerin Satou Sabally

Rassismus und Polizeigewalt

Sabally fordert mehr Engagement von Weißen

Basketball-Nationalspielerin Satou Sabally erhofft sich in der aktuellen Rassismus-Debatte mehr Engagement von Weißen: "Es sollten nicht nur leere Worte sein."

"Es ist so wichtig, dass weiße Menschen es ansprechen und sich gegen Rassismus aussprechen. Denn diese Menschen haben diese Fanbase", sagte Sabally am Samstagabend (13.06.2020) im Aktuellen Sportstudio im ZDF: "Wenn weiße Menschen sich positionieren, merken viele Leute vielleicht: Hey, jetzt muss ich zuhören und lernen."

Die weltweiten Solidaritätsbekundungen auch bei Sportveranstaltungen - etwa in der Fußball-Bundesliga - hält Sabally für richtig, schränkt aber ein: "Es sollten nicht nur leere Worte sein. Man sollte sich aktiv damit beschäftigen und sich auch dahinter stellen."

Sabally über Trump: "Kompletter Rassist"

Die 21-Jährige ist in Berlin aufgewachsen und hat in den USA am College in Oregon gespielt. Im April wurde sie beim Draft der US-Profiliga WNBA an zweiter Stelle von den Dallas Wings verpflichtet.

Sabally hatte auch schon vor dem Fall des bei einem brutalen Polizeieinsatz in Minneapolis getöteten George Floyd den verbreiteten Rassismus und Diskriminierung in den USA zum Thema gemacht. Im Interview mit der ARD Sportschau hatte sie US-Präsident Donald Trump als "kompletten Rassisten" bezeichnet - eine ungewohnt deutliche Aussage für eine Profisportlerin in den USA, die zudem bei einem Klub im konservativen Texas unter Vertrag steht.

Basketballer Rickey Paulding: "Wir sind alle mit Polizeigewalt aufgewachsen" Sportschau 10.06.2020 06:36 Min. Verfügbar bis 30.12.2021 Das Erste

sid/dpa/red | Stand: 14.06.2020, 10:00

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