Dennis Schröders Wechsel zu den Lakers perfekt

 Dennis Schröder

Wechsel des deutschen Basketballers in der NBA

Dennis Schröders Wechsel zu den Lakers perfekt

Der Wechsel von Dennis Schröder zum NBA-Champion Los Angeles Lakers ist perfekt. Für Schröder sind die Lakers der dritte Klub in der NBA - dort spielt er künftig mit LeBron James und Anthony Davis.

Schröder kommt von den Oklahoma City Thunder, wie die Lakers am Donnerstag mitteilten. Den seit Wochenbeginn erwarteten Transfer gab der Titelverteidiger nach dem Ende des Drafts bekannt.

Der 27-Jährige kommt von den Oklahoma City Thunder, die sich von den Lakers im Gegenzug die Transferrechte an Danny Green sicherten und den Zugriff auf das Auswahlrecht an Position 28 der Talentevergabe. Jaden McDaniels, den die Lakers auswählten, spielt daher zukünftig für das Team aus Oklahoma, für das Schröder in den vergangenen zwei Jahren spielte.

In einem Team mit James und Davis

Für Schröder ist der Wechsel der nächste große Schritt. Der amtierende NBA-Champion Los Angeles Lakers will in der am 22. Dezember beginnenden Saison zum Rekord-Meister der NBA werden. Bei den Lakers trifft er auf Stars wie LeBron James und Anthony Davis. Ein Gewinn der Meisterschaft wäre der zweite eines deutschen Basketballers, nachdem Dirk Nowitzki mit Dallas 2011 den Titel geholt hatte.

Aufbauspieler Schröder hatte in der vergangenen Saison im Schnitt 18,9 Punkte, 3,6 Rebounds und 4,0 Assists erzielt. Zudem war er zur Auszeichnung als wertvollster Ersatzspieler ("Sixth Man") nominiert worden. Letztlich wurde er hinter Montrezl Harrell von den Los Angeles Clippers Zweiter.

"Das einzige Problem daran, dass wir LeBron, Davis und jetzt auch Dennis Schröder haben ist, dass wir nicht zu den Spielen gehen werden können", schrieb Lakers-Legende Magic Johnson bei Twitter.

Schröder: "Wollte nie zu den Lakers"

Dass Schröder zuletzt den Eindruck erweckte, die Oklahoma City Thunder gar nicht verlassen zu wollen, spielt wegen der Gesetze im US-Sport gar keine Rolle - denn sind sich zwei Clubs einig, müssen Spieler das Trikot wechseln. Nur wenige Profis haben Klauseln in ihren Verträgen, die das ausschließen. "Ja, ich habe Angebote bekommen", hatte Schröder erst vor wenigen Tagen im Podcast von Magenta Sport "Abteilung Basketball" zu Anfragen aus der Vergangenheit gesagt. "Aber ich wollte nie zu den Lakers, zu den Clippers, oder zu den ganzen Namen, die meinen Agenten angerufen haben."

Für Schröder ist es der dritte Club in der NBA seit seinem Debüt für die Atlanta Hawks 2013. 2018 ging er zu den Thunder, war fortan kein Startspieler mehr, lernte aber viel von Chris Paul und verbesserte seine Werte in allen Bereichen. In Oklahoma besaß Schröder, der seit dieser Saison in Deutschland alleiniger Besitzer des Bundesligisten Löwen Braunschweig ist, noch einen Vertrag bis 2021.

Olympia-Qualifikation für Deutschland wohl ohne Schröder

Mit den Lakers dürfte Schröder im Sommer lange in den Play-offs vertreten sein. In diesem Fall würde der Regisseur dem Nationalteam fehlen, wenn es von Ende Juni bis Anfang Juli 2021 im kroatischen Split beim Qualifikationsturnier um einen Platz bei den Olympischen Spielen geht.

"Zum jetzigen Zeitpunkt hat die NBA entschieden, dass sie keine Pause macht für die Olympia-Qualifikation", sagte Bundestrainer Hendrik Rödl: "Das wäre dann eine schwierige Situation für uns, ohne ihn da antreten zu müssen." Für ihn sei diesbezüglich aber "das letzte Wort noch nicht gesprochen. Ich warte erstmal ab."

Draft: Timberwolves holen Edwards, Wiseman zu den Warriors

Die Minnesota Timberwolves zogen derweil im Draft der NBA Anthony Edwards als Nummer-1-Pick. Der Shooting Guard hatte seine einzige College-Saison für die University of Georgia in Atlanta gespielt und war in der Southeastern Conference mit einem Punkteschnitt von 19,1 als Neuling des Jahres ausgezeichnet worden.

Edwards gehörte zu den Favoriten für den ersten Pick, topgesetzt war allerdings James Wiseman. Der 19 Jahre alte Center geht als Nummer zwei zu den Golden State Warriors, als Nummer drei wurde LaMelo Ball, der jüngere Bruder von Lonzo Ball (New Orleans Pelicans), von den Charlotte Hornets verpflichtet.

Zu den Top Ten beim Draft gehörte auch der Franzose Killian Hayes. Der 19-Jährige wurde als Siebter von den Detroit Pistons gezogen. Hayes, der in den USA geboren wurde, hat in der vergangenen Saison für ratiopharm Ulm gespielt. Auf das BBL-Finalturnier verzichtete er mit Blick auf den Draft.

dpa/sid | Stand: 19.11.2020, 13:24

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