Johannes Thiemann, Alba Berlin, im Spiel gegen Medi Bayreuth

Basketball | BBL BBL: Alba Berlin lässt Bayreuth keine Chance

Stand: 04.04.2022 20:51 Uhr

Alba Berlin ist wieder in die Erfolgsspur zurückgekehrt. Für die Skyliners Frankfurt bleibt die BBL-Saison dagegen ein Trauerspiel. Auch in Bamberg blieben die Hessen sieglos.

Nach dem Ende der Playoff-Träume in der Euroleague festigte der Meister seine Ambitionen auf die Bundesliga-Spitze. Die Berliner setzten sich am am Montagabend (04.04.2022) gegen medi Bayreuth mit einem ungefährdeten 87:53-Erfolg durch. Während Berlin seinen neunten Erfolg in den vergangenen zehn Liga-Spielen feierte, kassierten die Gäste ihre siebte Pleite nacheinander.

Die Hausherren hatten drei Tage nach ihrer entscheidenden Euroleague-Niederlage in Istanbul bei Anadolu Efes (77:87) zunächst mehr Mühe mit den Franken als erwartet. Erst in der zweiten Hälfte setzte sich die Klasse der Mannschaft von Berlins Trainer Israel Gonzalez durch, als Bayreuth im letzten Viertel geradezu einbrach (4:35). Trotz mehrerer Spiele Rückstand kann Berlin noch als bestes Team der Hauptrunde in die Playoffs einziehen.

Albas beste Werfer waren Johannes Thiemann und Oscar da Silva mit jeweils 20 Punkten. In Bayreuths Mannschaft ragte noch Bastian Doreth mit zwölf Zählern heraus.

Für die Skyliners wird es eng

Der Abstieg der Fraport Skyliners aus der Basketball Bundesliga (BBL) rückt immer näher. Die Frankfurter unterlagen bereits am Sonntag trotz einer starken Schlussphase bei Brose Bamberg mit 72:75 (37:50) und kassierten die dritte Niederlage in Folge.

Der Tabellenletzte aus Hessen liegt bei noch sieben ausstehenden Spielen sechs Punkte hinter einem Nicht-Abstiegsplatz. Bamberg hingegen hält mit dem 13. Saisonsieg den Anschluss an die Playoff-Plätze.

Göttingen gegen Braunschweig ohne Chance

Die Löwen Braunschweig feierten derweil einen Kantersieg. Die Niedersachsen setzten sich gegen den Tabellenachten BG Göttingen mit 101:64 (55:31) durch und verschafften sich etwas Luft im Kampf um den Klassenerhalt. Allein im zweiten Viertel erzielten die Braunschweiger 34 Punkte. Außerdem bezwang s. Oliver Würzburg die Niners Chemnitz mit 81:71 (43:39).

Bayern mit B-Team chancenlos

Keine 24 Stunden nach dem Einzug in die Playoffs der Euroleague hatten außerdem die Basketballer von Bayern München bereits am Samstag ohne eine Vielzahl geschonter Profis und Cheftrainer Andrea Trinchieri eine erwartete Niederlage kassiert. Bei den EWE Baskets Oldenburg unterlag der Tabellenzweite in der Bundesliga mit 75:106 (30:49).

Münchens Andreas Obst (r.) im Zweikampf mit Oldenburgs Phil Pressey und TJ Holyfield

"Beispielloser Terminplan"

"Angesichts dieses beispiellosen Terminplans und der kurzen Rotation, mit der wir jetzt schon einige Zeit spielen mussten, sehen wir uns ganz neuen Herausforderungen des Load-Managements gegenüber", begründete Sportdirektor Daniele Baiesi die Entscheidung. Unter anderem wurden drei Talente aus der zweiten Mannschaft ins Aufgebot geholt.

Der FC Bayern ist mit 38:14 Punkten weiter Zweiter, Oldenburg (20:36) um Topscorer Max Heidegger (31 Punkte) verschaffte sich Luft im Abstiegskampf und profitierte davon, dass der Tabellenvorletzte JobStairs Giessen 46ers (12:38) mit 81:95 (40:44) bei den MLP Academics Heidelberg unterlag.

Bonn schlägt Ludwigsburg

Vorn bleiben die Telekom Baskets Bonn, die mit einem Sieg gegen Ludwigsburg die Führung in der Tabelle ausbauten.

Bonn setzte sich am Samstagabend mit 97:88 (62:49) durch und feierte den sechsten Sieg in Folge. Ludwigsburg hatte zuvor sechs Siege in Serie eingefahren. Bonn hat in der Tabelle nun vier Punkte Vorsprung auf die Bayern, die allerdings zwei Spiele weniger absolviert haben. Bester Werfer bei Bonn war Javontae Hawkins mit 24 Punkten, Parker Jackson-Cartwright kam auf 21.

Hamburg deklassiert Crailsheim

Die Hamburg Towers haben derweil ihre Playoff-Ambitionen mit dem bislang höchsten Saisonsieg untermauert. Die Hamburger schlugen Verfolger Hakro Merlins Crailsheim am Freitagabend deutlich mit 113:63 (58:33) und schoben sich damit auf Rang sieben vor. Die Gäste liegen nach der fünften Niederlage in Serie auf dem zehnten Platz.

Hamburgs Max DiLeo mit dem Ball

Jaylon Brown war mit 29 Zählern bester Schütze der Hamburger, die mit 30:24 Punkten den Vorsprung auf Crailsheim (24:24) ausbauten. Bei den Schwaben traf Elias Lasisi am häufigsten (13). Nur die besten acht Mannschaften spielen in den Playoffs um den Titel.