Münchens Nelson Weidemann (l.) und Chemnitzs Nihad Djedovic im Viertelfinal-Playoff-Spiel der BBL

Basketball | Bundesliga BBL-Playoffs: Bayern und Bonn folgen Berlin und Ludwigsburg ins Halbfinale

Stand: 20.05.2022 23:20 Uhr

Bayern München und die Telekom Baskets Bonn haben das Playoff-Halbfinale der Basketball Bundesliga (BBL) erreicht. Zuvor hatten sich der deutsche Meister Alba Berlin und die MHP Riesen Ludwigsburg durchgesetzt.

Sowohl die Münchner gegen die Niners Chemnitz als auch die Bonner gegen die Hamburg Towers setzten sich auch im dritten Spiel ihrer Best-of-five-Serie durch und zogen mit 3:0 Siegen in die zweite Runde ein. Dort treffen München und Bonn nun aufeinander.

Bayern müssen in die Verlängerung

Die Münchner mussten in Chemnitz in die Verlängerung, behaupteten sich dort aber mit 87:80 (41:31). Nihad Djedovic avancierte mit zwei Dreiern in der Verlängerung zum Matchwinner. Nachdem die Sachsen das dritte Viertel mit 32:16 bestimmt und die Partie gedreht hatten, kamen die Gäste durch eine starke Verteidigung im vierten Spielabschnitt zurück. Nick Weiler-Babb führte die Bayern mit 19 Punkten an.

Bonn holt Halbzeitrückstand auf

Die Bonner setzten sich mit 95:88 (48:54) in Hamburg durch. Wie schon in den ersten beiden Partien holten die Bonner einen Halbzeitrückstand auf, erneut überragte Parker Jackson-Cartwright: Der wertvollste Spieler der Saison erzielte elf seiner 31 Punkte in den letzten vier Minuten und warf sein Team mit dem entscheidenden Dreier zum Sieg. Zum ersten Mal seit 2009 steht Bonn im Playoff-Halbfinale.

Parker Jackson-Cartwright, wertvollster Spieler der Hauptrunde, war mit 31 Zählern der überragende Mann bei den Gästen, Jaylon Brown (21) hamsterte auf Seiten der Towers die meisten Punkte.

Playoff-Viertelfinale Hamburg Towers - Telekom Baskets Bonn

Ludwigsburg und Alba treffen im Halbfinale aufeinander

Bereits am Donnerstag hatten Alba Berlin und die MHP Riesen Ludwigsburg durch klare Siege das Playoff-Halbfinale der Basketball-Bundesliga erreicht und treffen in der Runde der letzten vier aufeinander. Der Meister aus der Hauptstadt gewann am Donnerstag das dritte von fünf möglichen Viertelfinalspielen bei Brose Bamberg souverän mit 103:70 (61:36) und entschied die Best-of-five-Serie mit 3:0 für sich. Ludwigsburg zog durch ein ebenfalls deutliches 97:79 (58:35) bei ratiopharm Ulm unbesiegt in die nächste Runde ein.

Berlins Jaleen Smith freut sich

Berlins Jaleen Smith freut sich.

"Es wird ein sehr schweres Halbfinale", kündigte Alba-Spielmacher Maodo Lo bei "Magentasport" an. Alba Berlin demonstrierte beim früheren Serienmeister Bamberg von Beginn an seine Stärke und distanzierte die Oberfranken bereits zur Pause auf 25 Punkte. Der dritte Erfolg im dritten Spiel für die Berliner war zu keiner Zeit in Gefahr. 

Bester Schütze für den Titelverteidiger war Oscar da Silva mit 14 Punkten. Sechs weitere Alba-Profis kamen ebenfalls auf eine zweistellige Punktzahl. "Wir haben in der Offensive unseren Rhythmus gefunden und waren in der Defensive stark", sagte Lo.

Ludwigsburg souverän - Per Günther tritt ab

Auch Ludwigsburg hatte nach zuvor zwei knappen Heimsiegen keine Mühe gegen Ulm. Nach zwei Vierteln lag die Mannschaft von Trainer John Patrick bereits mit 23 Zählern vorn und verteidigte den Vorsprung problemlos über die Zeit. Justin Simon erzielte 20 Punkte für die Gäste.

Basketball-Bundesliga: ALBA steht im Playoff-Halbfinale

Florian Weber, Sportschau, 19.05.2022 18:34 Uhr

Für Ulms Per Günther bedeutete das Playoff-Aus in seinem 500. Ligaspiel gleichzeitig das Ende seiner aktiven Karriere. Dies hatte der frühere Nationalspieler lange zuvor bekannt gegeben. Gegen Ludwigsburg sorgte der 34 Jahre alte Spielmacher, der 2008 nach Ulm wechselte, für zehn Zähler. Der sichtlich ergriffende Günther wurde bei seiner letzten Auswechslung mit Ovationen gefeiert.