Basketball - Alba Berlin stark im Hinspiel

Niels Giffey von Alba Berlin in Aktion

Alba Berlin - Riesen Ludwigsburg 88:65

Basketball - Alba Berlin stark im Hinspiel

Das lange Warten wird wohl ein Ende haben: Die Basteballer von Alba Berlin haben nach einer Machtdemonstration gegen die MHP Riesen Ludwisgburg ihren ersten deutschen Meistertitel seit zwölf Jahren dicht vor Augen.

Im ersten Finalspiel des Endturniers der Basketball-Bundesliga (BBL) in München besiegten die weiter ungeschlagenen "Albatrosse" die Riesen im Stile eines Champions mit 88:65 (46:29). Damit stehen sie als aktueller Pokalsieger auch vor dem ersten Gewinn des Doubles seit 2003.

Im zweiten Finalspiel am Sonntag (28.08.2020) kann sich die Mannschaft des spanischen Trainers Aito Garcia Reneses sogar eine Niederlage mit 22 Punkten erlauben, um den neunten deutschen Meistertitel zu gewinnen.

BBL: Berlin schlägt Ludwigsburg im ersten Finale

Sportschau 26.06.2020 00:46 Min. Verfügbar bis 26.06.2021 ARD Von Florian Hecht

"Rebounding eine Katstrophe"

"Ich freue mich, dass wir alle bei 20 Punkten vorne noch nicht satt sind", sagte Berlins Niels Giffey, mit 12 Punkten einer der besten Scorer seiner Mannschaft: "Es macht mich sicherer fürs zweite Spiel, dass wir in einem guten mentalen Status sind."

"Wir haben unsere Konzentration verloren, manche Spieler waren übermotiviert, wollten es in die Hand nehmen, wie Marcos das manchmal macht, aber das ist nicht unser Spiel", sagte Ludwigsburgs Trainer John Patrick: "Unser Rebounding war eine Katastrophe."

Knights Ausfall nicht zu kompensieren

Ludwigsburgs Cameron Jackson in Aktion

Kein Durchkommen: Ludwigsburgs Cameron Jackson gegen die Berliner Übermacht

Ob die bislang so kampfstarken Ludwigsburger, die im Viertelfinale Titelverteidiger Bayern München ausgeschaltet hatten, am Sonntag noch einmal zurückschlagen können, erscheint mehr als fraglich. Die Riesen mussten am Freitag ohne Topscorer und Antreiber Marcos Knight auskommen: Der 30 Jahre alte Amerikaner hatte sich bereits im zweiten Vorrundenspiel gegen Frankfurt am rechten Sprunggelenk verletzt.

Nach dem zweiten Halbfinalspiel gegen ratiopharm Ulm, in dem er die Riesen mit 26 Punkten fast im Alleingang in ihr erstes Finale geführt hatte, konnte er dann kaum noch laufen. Dass Knight am Sonntag eingesetzt werden kann, ist eher unwahrscheinlich. "Schade", hatte Trainer Patrick vor dem Spiel bei "Magentasport" über Knight gesagt, "er hat eine unglaublich wichtige Rolle bei uns, aber jetzt müssen andere in die Bresche springen." Dies gelang allerdings nicht.

Führung mit bis zu 30 Punkten

Nach verbissenem Beginn gerieten die Riesen nach sieben Spielminuten erstmals mit sechs Punkten in Rückstand, anschließend bauten die Berliner ihren Vorsprung vor allem dank der treffsicheren Rokas Giedraitis und Martin Hermansson (je 14 Punkte) sowie Niels Giffey, Marcus Eriksson und Landry Nnoko (je 12) stetig aus. Zwischenzeitlich führte Alba sogar mit 30 Punkten, agierte aber im Schlussviertel bisweilen ein wenig zu lässig. Ein Spiel gegen sie seien "40 Minuten Hölle" hatten die Ludwigsburger betont.

Und auch die Berliner hatten bereits ihre Erfahrungen mit dem Zweiten der abgebrochenen regulären Saison gemacht: In der Vorrunde gelang Alba ein schwer erkämpfter Sieg, 97:89. "Kein Team europaweit, das schon mal die Erfahrung mit Ludwigsburg gemacht hat, wünscht sich, gegen die zu spielen", hatte Albas Manager Marco Baldi vor dem Spiel angemerkt und betont: "Jetzt geht es aber auch nicht um wünschen, jetzt geht es um Titel."

Ohne Niederlage in die Finalspiele

Und der ist nun zum Greifen nah. Berlin war ohne Niederlage in die Finalspiele eingezogen, und vor allem im Halbfinale bei zwei eindrucksvollen Siegen gegen die Baskets Oldenburg schien Alba mit seinem großen Kader schier unantastbar.

Ludwigsburg hatte sich in der K.o.-Runde zunächst mit insgesamt nur drei Punkten Unterschied gegen die Bayern und danach gegen die bis dahin unbesiegten Ulmer mit einem Unentschieden und einem Sieg durchgesetzt. Auf ihren ersten Titel aber werden die Riesen wohl noch warten müssen.

Statistik

Basketball · BBL-Finalturnier · Finale

Freitag, 26.06.2020 | 20.30 Uhr

Wappen Alba Berlin

Alba Berlin

Giedraitis (14), Hermannsson (14), Eriksson (12), Nnoko (12), Giffey (12), Sikma (10), Siva (10), Ogbe (2), Thiemann (2), Mattisseck, Delow

88
Wappen MHP RIESEN Ludwigsburg

MHP RIESEN Ludwigsburg

Weiler-Babb (11), Wohlfarth-Bottermann (11), Hukporti (8), Jacob Patrick (8), Herzog (8), Myers (7), Smith (5), Jackson (3), Wimbush II (2), Nixon (2), Brase, Caisin

65

Fakten und Zahlen zum Spiel

Alba Berlin MHP RIESEN Ludwigsburg
Wurfbilanz 66 Würfe, 33 Treffer 60 Würfe, 23 Treffer
Trefferquote 50,0% 38,3%
Freiwurfbilanz 17 Würfe, 14 Treffer 20 Würfe, 14 Treffer
Trefferquote 82,4% 70,0%
Rebounds 38 33
Schiedsrichter Reiter, Fritz, Madinger

Stand der Statistik: Freitag, 26.06.2020, 22:32 Uhr

Stand: 26.06.2020, 22:52

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