NFL will Corona-Regeln verschärfen

Die NFL will ihre Corona-Regeln verschärfen.

American Football

NFL will Corona-Regeln verschärfen

Die amerikanische Football-Liga NFL will härtere Corona-Regeln einführen, um die kommende Saison durchziehen zu können. Dabei wird zwischen geimpften und nicht geimpften Spielern unterschieden.

So soll nach Medienberichten etwa geplant sein, dass ein größerer Corona-Ausbruch unter nicht geimpften Spielern im schlimmsten Fall mit einer Niederlage für das betroffene Team gewertet wird, sollte die Austragung eines Spiels gefährdet sein.

Kein Gehalt für Spielausfälle

In dem Schreiben der NFL an die Klubs stehe, dass ein Spiel als verloren gewertet wird, wenn nicht genügend Profis einsatzfähig sind und das Spiel nicht verschoben werden kann.

Sollte zudem das Spiel ausfallen, bekommt kein Spieler für diesen Spieltag sein Gehalt - das gelte sowohl für das Team, das den Ausfall verursacht, als auch den "unschuldigen" Gegner. Für angefallene Kosten komme das Verursacherteam auf. Zudem könne NFL-Commissioner Roger Goodell (62 Jahre) weitere Strafen aussprechen.

Andere Regeln bei geimpften Spielern

Bei geimpften Spielern will die NFL anders vorgehen. "Wenn ein Verein aufgrund eines Corona-Ausbruchs bei geimpften Personen nicht spielen kann, werden wir versuchen, die wettbewerbliche und wirtschaftliche Belastung beider teilnehmenden Mannschaften zu minimieren", heißt es in dem Schreiben der NFL an die Klubs.

Die NFL will damit offenbar eine höhere Impfquote innerhalb der Teams forcieren, um somit Corona-Infektionen und damit verbundene Spielverlegungen zu verhindern. In den USA steigen die Corona-Zahlen wieder deutlich an, auch geht die Impfquote zurück.

Fast 80 Prozent der NFL-Profis erstgeimpft

Nach entsprechenden Angaben sollen mehr als 78 Prozent der Spieler in der NFL mindestens eine Impfung erhalten haben, bei 14 Vereinen seien mindestens 85 Prozent der Spieler geimpft.

Alle 32 Teams sollen eine Impfrate von mindestens 50 Prozent bei den Spielern aufweisen, heißt es. Derzeit gilt, dass ein NFL-Team mit einer Impfquote von über 85 Prozent von Lockerungen etwa im Trainingsalltag profitiert.

Geimpfte Spieler können sich nun wohl mit zwei Negativtests innerhalb von 24 Stunden aus der Quarantäne befreien, wenn sie Corona-positiv und asymptomatisch sind. Ungeimpfte Spieler sollen dagegen für zehn Tage in Isolation bleiben und keinen Kontakt zum Team haben.

Hopkins stellt Karriere infrage

Angesichts der neuen Corona-Impfpolitik hat Football-Star DeAndre Hopkins seine Karriere in der US-Profiliga infrage gestellt. "Ich dachte nie, dass ich das sagen würden", twitterte der Receiver der Arizona Cardinals: "Aber dass ich den Erfolg meines Teams gefährden würde, weil ich mich nicht an der Impfung beteiligen würde, lässt mich meine Zukunft in der NFL hinterfragen." Hopkins, der noch bis 2025 an die Cardinals gebunden ist und bei einem vorzeitigen Karriereende auf rund 70 Millionen Euro an Gehalt verzichten würde, löschte seinen Tweet kurz darauf und postete kryptisch "Freedom?" ("Freiheit?"). Andere NFL-Profis äußerten sich in ähnlicher Weise.

dpa | Stand: 22.07.2021, 22:46

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