Zum dritten Mal Vierte - Rebensburg fehlen 51 Zentimeter zu Bronze

Rebensburg frustriert: "... dann hab ich es mir schon gedacht" Sportschau 05.02.2019 02:08 Min. Verfügbar bis 05.02.2020 Das Erste

Wieder einmal Pech

Zum dritten Mal Vierte - Rebensburg fehlen 51 Zentimeter zu Bronze

Nur sieben Hundertstel fehlten zu Gold, trotzdem reichte es bei einem denkbar knappen WM-Rennen nur zum vierten Platz für Viktoria Rebensburg - schon zum dritten Mal bei einem Großereignis. Jetzt will die 29-Jährige in Are auch in der Abfahrt starten.

Viktoria Rebensburg starrte mit Schrecken auf die große Videowand, auf der vor ihrem Namen schwarz auf gelb die "4" aufleuchtete. Blech statt Bronze im WM-Super-G! Winzige 0,02 Sekunden fehlten der besten deutschen Skirennläuferin beim Triumph von Favoritin Mikaela Shiffrin im Hundertstel-Krimi am Berg Areskutan zur ersehnten Medaille, 0,07 Sekunden zu Gold - Rebensburg schlug fassungslos die Hände über ihrem Skihelm zusammen.

Ihr erster Gedanke? "Ja, Scheiße", sagte sie wenig später sichtlich angefasst. Ihre Stimme war brüchig. Zu allem Überfluss musste sie auch noch zur Dopingkontrolle. Die Augen hatte Rebensburg bei wolkenverhangenem Himmel hinter einer leicht verspiegelten Sonnenbrille versteckt, so, als müsse sie einen Einblick in ihr Seelenleben verhindern.

Ski-WM in Are - die Zusammenfassung des Super-G der Damen Sportschau 05.02.2019 00:40 Min. Verfügbar bis 05.02.2020 Das Erste

Vierte auch bei WM 2017 und bei Olympia 2018

Doch wer sie reden hörte und dabei mehrfach schwer schlucken sah, der musste in ihre Aussagen nicht viel hineininterpretieren: Der dritte vierte Platz bei einem Großereignis nach dem WM-Super-G in St. Moritz 2017 und dem Riesenslalom bei den Olympischen Spielen 2018 hatte sie bis ins Mark getroffen.

51 Zentimeter fehlen

"Zwei Hundertstel, das ist... ich weiß nicht, wie viel das umgerechnet ist. Aber es ist halt nix", sagte sie. "Nix" waren umgerechnet 51 Zentimeter zu Bronze und 180 Zentimeter zu Gold - es schien, als müsste Rebensburg gegen die Tränen ankämpfen. Es war ein Tag, an dem alles drin gewesen wäre für die Riesenslalom-Olympiasiegerin von 2010, auch zu Gold, das Shiffrin vor Abfahrts-Olympiasiegerin Sofia Goggia (Italien/+0,02 Sekunden) und Corinne Suter (Schweiz/+0,05) gewann, fehlte ihr ja nicht viel. "Brutal eng, ja, aber so ist unser Sport. Die Zeit zählt. Deshalb ist der Platz sicher... bitter", so die 29-jährige Rebensburg.

Rebensburg startet doch in der Abfahrt

NAch "Blech" im Super-G verkündete am Abend der deutsche Damen-Cheftrainer Jürgen Graller, dass Rebensburg entgegen der ursprünglichen Planung am Sonntag in der Abfahrt starten will. Die Bedingungen in Are seien gut und Rebensburg in Form, so Graller. Ursprünglich hatte Rebensburg einen Start offen gelassen. Ihr Fokus liege vor allem auf dem Riesenslalom am 14. Februar, hatte sie vor WM-Beginn gesagt.

Ski-WM in Are - der Super-G der Damen Sportschau 05.02.2019 01:26:46 Std. Verfügbar bis 05.02.2020 Das Erste

Thema in: B5 aktuell am 05.02.19, 17.55 Uhr

dpa/sid | Stand: 05.02.2019, 18:04

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