Lara Gut-Behrami holt im Super-G das erste WM-Gold

Ski-WM - Gut-Behrami beim Super-G nicht zu schlagen Sportschau 11.02.2021 00:39 Min. Verfügbar bis 11.02.2022 Das Erste

Super-G der Frauen

Lara Gut-Behrami holt im Super-G das erste WM-Gold

Von Wolfram Porr

Die Topfavoritin auf Gold hat sich durchgesetzt: Die Schweizerin Lara Gut-Behrami sicherte sich im Super-G die erste Goldmedaille bei der WM in Cortina d'Ampezzo. Kira Weidle war im Medaillenkampf chancenlos.

Nach zuletzt vier Weltcupsiegen in Folge im Super-G war sie im ersten Wettbewerb dieser WM die große Favoritin, und sie hat alle Erwartungen erfüllt: Lara Gut-Behrami zeigte auf der "Olimpia delle Tofane" eine angriffslustige und zugleich fehlerfreie Fahrt und kürte sich verdient zur ersten Weltmeisterin dieser Titelkämpfe. Für die 29-Jährige ist es überdies die erste Goldmedaille ihrer Karriere bei Weltmeisterschaften oder Olympischen Spielen.

Gut-Behrami hält großem Druck stand

Silber und Bronze hatte Gut-Behrami bei Großveranstaltungen schon gewonnen. Was fehlte, war Gold. Und obwohl der Druck in der Heimat riesig war, hielt sie ihm stand, behielt auf dem für einen Super-G sehr drehenden Kurs die Nerven und fuhr nach 1:25,51 Minuten durchs Ziel. Bestzeit!

Riesenfehler: Shiffrin verpasst Gold

Zweite wurde ihre Teamkameradin Corinne Suter (+ 0,34 Sekunden) und sorgte so für den Schweizer Doppelsieg. Auf dem Bronzeplatz landete Titelverteidigerin Mikaela Shiffrin (USA/+ 0,48). Die US-Amerikanerin, die in diesem Weltcup-Winter keinen einzigen Super-G gefahren ist und nur vier Trainingstage in dieser Disziplin hatte, war im oberen Streckenabschnitt sogar noch schneller als Gut-Behrami, baute unten aber einen kapitalen Fehler ein, der sie wahrscheinlich den Sieg kostete.

WM-Super-G der Frauen in Cortina - die Stimmen Sportschau 11.02.2021 03:52 Min. Verfügbar bis 11.02.2022 Das Erste

Trotzdem war es eine großartige Leistung, fand auch Sportschau-Experte Felix Neureuther: "Sie ist einfach am besten gefahren und hätte den Sieg verdient gehabt." Die US-Amerikanerin selbst zeigte sich in der Sportschau zufrieden: "Es ist großartig, dass ich hier Dritte geworden bin, wo ich fast ein Jahr lang keinen Super-G mehr gefahren bin".

Eine Medaille hätte auch Olympiasiegerin Ester Ledecka gerne gewonnen. Der Tschechin blieb aber mit einem Rückstand von sechs Hundertstelsekunden auf Shiffrin nur der undankbare vierte Platz vor der ebenfalls hoch eingeschätzten Norwegerin Kajsa Vickhoff Lie (+ 0,65).

Neureuther über Shiffrin: "Wahnsinn - was hat die da aufgeführt?" Sportschau 11.02.2021 01:42 Min. Verfügbar bis 11.02.2022 Das Erste

Kira Weidle weit weg von den Medaillenrängen

Chancenlos im Kampf um die Medaillen war Kira Weidle, die einzige deutsche Starterin. Mit Startnummer 29 fand die 24-Jährige freilich auch schon keine wirklich gute Piste mehr vor, dazu gesellten sich ein paar Fehler, sodass sie am Ende mit einem Rückstand von 1,93 Sekunden auf die Siegerin 19. wurde.

Faire Bedingungen im verlegten WM-Rennen

Die Bedingungen bei dieser ersten Entscheidung waren trotz einiger Windböen absolut WM-würdig. Im Nachhinein war es deshalb eine gute Entscheidung, dass am Dienstag nicht gefahren wurde, als viel Nebel im oberen Streckenabschnitt die Austragung verhinderte. Zwar hatten die Fahrerinnen mit etwas höheren Startnummern mit ein wenig Schatten zu kämpfen, insgesamt waren es aber faire Verhältnisse.

Stand: 11.02.2021, 11:51

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