Norweger Henrik Kristoffersen erstmals Weltmeister

Der WM-Riesenslalom der Herren in der Zusammenfassung Sportschau 15.02.2019 01:13 Min. Verfügbar bis 15.02.2020 Das Erste

WM-Riesenslalom in Are

Norweger Henrik Kristoffersen erstmals Weltmeister

Überraschung im WM-Riesenslalom von Are: Der Norweger Henrik Kristoffersen gewann die Goldmedaille. Titelverteidiger und Topfavorit Marcel Hirscher aus Österreicher blieb nur Platz zwei. Ein deutscher Fahrer überraschte als Achter, für einen anderen ist nach einem Sturz die Saison vorzeitig beendet.

Nicht Topfavorit Marcel Hirscher, sondern der Franzose Alexis Pinturault lag beim WM-Riesenslalom im schwedischen Are nach dem ersten Durchgang in Führung. "Der erste Lauf war perfekt", sagte Pinturault über seine Vorstellung, mit der er Hirscher ("Hat gut gepasst. Ich bin dabei.") um zehn Hundertstel auf Platz zwei verwiesen hatte. Weitere acht Hundertstel zurück lag der Norweger Henrik Kristoffersen zur Halbzeit auf dem Bronzerang. Es war angerichtet für einen packenden zweiten Lauf.

Henrik Kristoffersen legte sensationell vor. Der siebenmalige Junioren-Weltmeister, dem bisher aber noch keine Medaille bei einer "Erwachsenen"-WM vergönnt war, fuhr mit der fünftbesten Laufzeit an die Spitze. Kristoffersen hatte also seine erste WM-Medaille sicher. Aber welche? Topfavorit Marcel Hirscher kam nicht fehlerfrei durch. Seine ursprünglich acht Hundertstel Vorsprung baute er erst aus, verlor dann aber im Schlussabschnitt doch deutlich und kam zwei Zehntel hinter Kristoffersen als Zweiter an.

Kristoffersens erster Sieg seit über einem Jahr

Nur noch Pinturault fehlte, der Kombinations-Sieger von Are. Und auch der blieb nicht fehlerfrei: Bis zur Hälfte des Laufs konnte er seinen Vorsprung retten, dann verlor er Hundertstel um Hundertstel und fiel bis zum Ziel sogar hinter Hirscher zurück.

Der Norweger Kristoffersen ist erstmals Weltmeister. Für den 24-Jährigen ein durchaus unerwarteter Triumph: Zuletzt konnte er vor über einem Jahr ein Weltcuprennen gewinnen, seinen letzten Sieg in einem Riesenslalom hatte er in Meribel 2015 gefeiert. "Das wurde auch Zeit, ich weiß gar nicht, was ich sagen soll", sagte der Norweger über seinen ersten Triumph bei einem Großereignis.

Überraschung durch Alexander Schmid

Alexander Schmid: "Ich habe gewusst, dass ich schnell sein kann" Sportschau 15.02.2019 00:29 Min. Verfügbar bis 16.02.2020 Das Erste

Für die positive Überraschung aus Sicht des Deutschen Skiverbands (DSV) sorgte Alexander Schmid. Der Oberstdorfer fuhr im ersten Durchgang mit Startnummer 23 auf Platz sieben, allerdings schon mit 92 Hundertsteln Rückstand auf den führenden Pinturault. Auch im zweiten Durchgang zeigte der 24-Jährige keinen Respekt vor der eisigen WM-Piste in Are. Doch er blieb nicht ganz fehlerfrei. Als er die Ziellinie überquerte, leuchtete die "3" auf. Am Ende wurde Schmid Achter. "Ich bin sehr happy. Es ist mega cool, sich bei so einem Ereignis so zu präsentieren", sagte Schmid.

Bitteres Aus für Luitz: Knie verletzt, Saison zu Ende

Skirennfahrer Stefan Luitz nach seinem Sturz beim Riesenslalom in Are mit bandagiertem Knie

Skirennfahrer Stefan Luitz nach seinem Sturz beim Riesenslalom in Are mit bandagiertem Knie

Stefan Luitz war mit einem Handicap an der Schulter ins Rennen gegangen. Nach einem starken Start, bekam der Riesenslalomspezialist allerdings einen Schlag ab und blieb mit dem Ski in Tor hängen. Das Rennen war für den 26-Jährigen aus Bolsterlang früh beendet. Schlimmer noch: Luitz verletzte sich bei seinem Sturz auch noch. Er wurde ins Krankenhaus nach Östersund zur MRT-Untersuchung gebracht. Dort wurde ein Innenbandeinriss im linken Knie festgestellt, wie der DSV am Abend mitteilte. Für Luitz ist die Saison vorzeitig beendet.

Thema in: Rundschau, BR Fernsehen, 15.02.2019, 18.30 Uhr

red | Stand: 15.02.2019, 18:47

Darstellung: