Rebensburg - selbstbewusste Hoffnungsträgerin Nummer eins

Viktoria Rebensburg

Ski-WM in Are

Rebensburg - selbstbewusste Hoffnungsträgerin Nummer eins

Noch gab es bei der Ski-WM in Are für das deutsche Team keine Einzel-Medaille. Beim Riesenslalom setzt der DSV auf seine Speedspezialistin Viktoria Rebensburg. Die zählt sich zwar nicht zu den Topfavoritinnen, verweist aber selbstbewusst auf ihr Können.

Viktoria Rebensburg reiste zwar ohne Saisonsieg nach Are, doch im Riesenslalom ist sie die Hoffnungsträgerin Nummer eins des Deutschen Skiverbandes (DSV). Auch wenn ihr die WM-Generalprobe in Maribor, als sie bereits im ersten Durchgang ausschied, misslang. "Zu den allergrößten Favoriten, speziell, wenn man sich das letzte Rennen anschaut, gehöre ich nicht", sagt Rebensburg, die im Super-G aber schon gezeigt hat, was möglich ist.

Rebensburg hat gezeigt, was sie kann

In der Saison hatte sie mit zweiten Plätzen in Courchevel und Semmering für ihre Paradedisziplin jedoch viel Selbstvertrauen tanken können. Zudem zeigte sie mit einem vierten und fünften Platz, dass mit ihr immer vorne zu rechnen ist. Das nötige Selbstbewusstsein hat die Oberbayerin also: "Ich weiß auf alle Fälle, was ich kann. Auch, dass ich sehr schnell und gut Riesenslalom fahren kann."

Bei der WM gelang ihr dann im Super-G eine starke Leistung, die 29-Jährige schrammte jedoch denkbar knapp, um gerade mal 0,02 Sekunden, an einer Medaille vorbei. Platz vier ein undankbares Ergebnis, dass die Kreutherin schon im WM-Super-G 2017 und auch im olympischen Riesenslalom 2018 eingefahren hatte.

Rennen ohne "Superstarschnee"

Negativ könnten sich allerdings die Wetterbedingungen auswirken: Im Gegensatz zum Auftakt-Rennen mit Sonnenschein gibt es wohl eher Schnee, womöglich auch Regen. Ein Wetter, das Rebensburg nicht gerne hat. Vom "Superstarschnee", auf dem sie sich so wohl fühlte, bleibt da nicht viel übrig. "Aber da muss man das Beste daraus machen", sagt sie optimistisch. Das sie ihr Bestes gibt, hofft auch der DSV. "Wir haben eine Möglichkeit, um eine Medaille zu fahren. Aber wir sind nicht zwingend bei der Medaille", so Alpinchef Wolfgang Maier.

Die Favoritinnen

Topfavoritin auf den WM-Titel ist am Donnerstag (14.15/17.45 Uhr im Liveticker) aber Mikaela Shiffrin, die Gold schon im Super-G feierte und danach für die Vorbereitung auf Riesenslalom und den Slalom abtauchte. Im Gesamtweltcup führt die US-Amerikanerin mit den Siegen in Courchevel, Kronplatz und Maribor klar die Bestenliste im Riesenslalom an. Mitfavoritin Tessa Worley (FRA) ist Zweite und hat in Sölden gewonnen. Petra Vlhová (SVK), die Siegerin vom Semmering, ist Dritte. Dahinter steht Federica Brignone (ITA), die in Kilington gewann. Die Norwegerin Ranghild Mowinckel liegt noch knapp vor Viktoria Rebensburg.

Schmotz gibt ihr WM-Debüt

Neben Rebensburg darf aus dem deutschen Team auch Marlene Schmotz an den Start gehen. Die 24-Jährige Oberbayerin hatte in der Saison zwar nur einen 23. Riesentorlauf-Platz im Weltcup zu Buche stehen und damit die eigentlich geforderte WM-Norm verpasst. Dennoch lud sie der DSV nach Schweden ein, wo sie nun ihr WM-Debüt gibt.

Thema in: B5 aktuell, 13.02., 16.55 Uhr

mla/dpa | Stand: 12.02.2019, 16:44

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