Erst eine deutsche WM-Medaille

Benedikt Obermüller

WM-Gastgeber Are

Erst eine deutsche WM-Medaille

Ein gutes Pflaster für deutsche WM-Siege ist der schwedische Skiort Are bisher nicht. Und das, obwohl hier Benedikt Obermüller 1954 die erste deutsche WM-Medaille nach dem Zweiten Weltkrieg gewann.

Bereits 1954 und 2007 war Are Austragungsort der Alpinen Ski-WM. Mit einer Ausnahme gingen deutsche Fahrer bei diesen beiden Titelkämpfen leer aus. 1954 gewann der 2005 verstorbene Benedikt Obermüller im Slalom die erste deutsche WM-Medaille nach Ende des Zweiten Weltkriegs.

Ski-WM 1954: Dreimal Gold für Eriksen

Stein Eriksen

Stein Eriksen

Die WM 1954 stand ganz im Zeichen des überragenden Stein Eriksen. Der Norweger sicherte sich gleich drei Goldmedaillen - im Slalom, Riesenslalom und in der Kombination. Einzig in der Abfahrt gab es einen anderen Sieger, den Österreicher Christian Pravda. Dank Eriksen lag Norwegen (3-0-0) nach allen acht Wettbewerben auch im Medaillenspiegel vorne vor Österreich (zweimal Gold, dreimal Silber, dreimal Bronze) und der Schweiz (2-3-0) .

Obermüllers historisches Silber

Für den DSV holte Benedikt Obermüller aus dem oberbayerischen Rottach-Egern die einzige Medaille - die erste seit Ende des Zweiten Weltkrieges. Obermüller galt in den 1950er-Jahren als stärkster Slalomfahrer im Team. Der zweite Platz in Are war der Höhepunkt seiner Karriere. Außerdem nahm Obermüller an zwei Olympischen Spielen - 1952 in Oslo und 1956 in Cortins d'Ampezzo - teil. Eine olympische Medaille blieb ihm allerdings verwehrt.

Bei den Frauen verpasste Annemarie "Mirl" Buchner - zwei Jahre zuvor bei den Olympischen Spielen in Oslo noch einmal mit Silber und zweimal mit Bronze behängt - im Riesenslalom eine Medaille nur ganz knapp. Sie fuhr auf den undankbaren vierten Platz.

Ski-WM 2007: Deutsche bei Pärson-Show ohne Medaillen

Anja Pärson zeigt ihre drei WM-Goldmedaillen

Anja Paerson zeigt ihre drei WM-Goldmedaillen

Im Jahr 2007 schlug in Are die Stunde der schwedischen Topläuferin Anja Pärson. Wie einst Stein Eriksen holte das Energiebündel dreimal Gold - sie triumphierte in der Abfahrt, im Super-G und in der Super-Kombination.

Bei den Männern erlebte Aksel Lund Svindal seinen Durchbruch: Nachdem er zwei Jahre zuvor bei der WM in Bormio Kombinations-Silber gewonnen hatte, siegte er diesmal auf der "Olympia" in der Abfahrt und im Riesenslalom. In der Super-Kombination verpasste er als Fünftplatzierter das Podium nur knapp.

Nur Bergmann und Hölzl in Medaillennähe

Für die besten deutschen Platzierungen sorgte bei den Titelkämpfen vor zwölf Jahren Monika Bergmann im Slalom und Kathrin Hölzl im Riesenslalom mit zwei sechsten Plätzen. Maria Riesch landete in der Super-Kombination auf Rang sieben, die erst 17-jährige Viktoria Rebensburg wurde im Riesenslalom Achte. Von den deutschen Männern fuhr keiner unter die besten Zehn.

wp | Stand: 30.01.2019, 14:01

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