Die Weltmeister von St. Moritz

Die Weltmeister von St. Moritz

Wie bei den Damen gab's auch bei den Herren Goldgewinner, die vorher die wenigsten auf dem Zettel hatten. Die Weltmeister - und eine Bronzemedaille - von St. Moritz im Überblick.

Super-G: Kanadischer Oldie lässt Konkurrenz alt aussehen

Da staunte die Fachwelt nicht schlecht. Der Kanadier Erik Guay feierte bei der WM in St. Moritz ein sensationelles Comeback und schnappte sich den Titel im Super-G. Und das mit stolzen 35 Jahren. Dabei hatte der Abfahrtsweltmeister von 2011 jahrelang Knieprobleme, die aber auf der anspruchsvollen "Corviglia" wie weggeblasen waren.

Abfahrt: Bella Italia mal zwei

In der Abfahrt haben sich zwei Italiener in die Favoritenrolle gefahren. Kitzbühel-Sieger Dominik Paris und Peter Fill, der Zweite von Val d'Isère, waren immer wieder im Doppelpack auf vorderen Plätzen in dieser Saison. Daneben muss man auch mit einem Norweger rechnen. Kjetil Jansrud gewann die erste Saisonabfahrt, in Garmisch-Partenkirchen wurde er Zweiter und Fünfter.

Abfahrt: Beat Feuz ist der König von St. Moritz

Die Startnummer 13 brachte ihm Glück: Beat Feuz ist der neue Weltmeister in der Abfahrt. Der Schweizer siegte in einem spannenden Rennen vor dem Kanadier Erik Guay und dem Österreicher Max Franz. Andreas Sander kam in die Top-Ten.

Kombination: Überraschungssieg durch Aerni

Luca Aerni hat für die Schweiz die nächste Goldmedaille bei der Ski-Alpin-WM in St. Moritz gewonnen. Aerni gewann die Kombination mit hauchdünnem Vorsprung vor dem Österreicher Marcel Hirscher und dem zweiten Schweizer Mauto Caviezel.

Team Event: Frankreich, Frankreich!

Viele Favoriten gingen im Team-Wettbewerb k.o., die Franzosen nicht. Die Grande Nation zeigte sich in bestechender Form und holte in einem Wimpernschlag-Finale gegen die Slowakei WM-Gold. Platz drei ging an Schweden. Die Hoffnungen der Deutschen erfüllten sich nicht.

Riesenslalom: Gold für Hirscher

Im Riesenslalom hat er eine Art Abo auf Podestplätze. Und so war es alles andere als eine Überraschung, dass sich Marcel Hirscher auch erstmals den WM-Titel sicherte. Das DSV-Trio hatte keine Medaillenchance.

Slalom: Hirscher nicht zu schlagen

Und auch im abschließenden WM-Slalom zeigte Marcel Hirscher seine Klasse. Er gewann unangefochten, vor seinem Teamkollegen Manuel Feller. Sein Dauerkonkurrent Henrik Kristoffersen aus Norwegen wurde am Ende unglücklicher Vierter. Dafür holte sich ein Deutscher Bronze.

Slalom: "Schöner kann es nicht werden."

Nach Platz zehn im ersten Lauf musste Felix Neureuther sehr lange im Ziel warten, bis er Gewissheit hatte: Die Bronzemedaille gehört ihm. Für den 32-Jährigen war diese WM ein ständiges Wechselbad der Gefühle – mit gutem Ausgang: "Ich denke, es sind doch meine letzten Weltmeisterschaften, schöner kanns nicht werden als hier in St. Moritz." Er holte mit Bronze die einzige Medaille des DSV-Teams im letzten Rennen in St. Moritz.

Stand: 27.01.2019, 15:51 Uhr

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