Stuhec verteidigt Abfahrtstitel - Bronze für Vonn zum Abschluss

Ilka Stuhec

WM-Abfahrt der Frauen

Stuhec verteidigt Abfahrtstitel - Bronze für Vonn zum Abschluss

Die Slowenin Ilka Stuhec hat in Are ihren Abfahrtstitel von St. Moritz verteidigt. Lindsey Vonn wiederholte am Sonntag (10.02.19) das Kunststück von Aksel Lund Svindal vom Vortag und holte beim letzten Rennen einer langen Karriere eine Medaille. Die deutschen Starterinnen landeten relativ abgeschlagen im Feld.

Mit einer perfekten Fahrt holte sich Stuhec den WM-Titel in der um etwa ein Viertel verkürzten Abfahrt von Are. Mit einer Zeit von 1:01,74 Minuten distanzierte sie Corinne Suter um 23 Hundertstel. Wenn die Schweizerin nicht kurz vor dem Ziel einen Fehler eingebaut hätte, wäre für sie sogar der Titel möglich gewesen. Mit einem Rückstand von 49 Hundertstel auf Stuhec wurde Vonn Dritte.

Die italienische Mitfavoritin Sofia Goggia wurde nach einer fehlerbehafteten Fahrt nur 15. Zwar fuhren alle vier gestarteten Österreicherinnen in die Top Ten, zu einer Medaille reichte es allerdings nicht. Den WM-Abfahrtstitel zu verteidigen, war zuletzt der Schweizerin Maria Walliser (1987 und 1989) gelungen. Dabei hatte die 28-jährige Stuhec in der vergangenen Olympiasaison wegen eines Kreuzbandrisses pausieren müssen.

Punktlandung für Vonn

US-Star Lindsey Vonn war zu Beginn der Saison vom Verletzungspech geplagt, hatte diesen Winter kein einziges gutes Weltcup-Ergebnis und stürzte auch noch spektakulär im WM-Super-G vor ein paar Tagen. Doch zu ihrer letzten Abfahrt mobilisierte die 34-Jährige noch einmal alle Kräfte und just zum Karriereende holte sie noch einmal eine Medaille - ausgerechnet in Are, wo sie 2007 ihre ersten beiden WM-Titel eingefahren hatte (Abfahrt und Super-G). Vonn ist übrigens die älteste Fahrerin, die eine WM-Medaille eingefahren hat.

"Es ist Wahnsinn. Ich bin mit viel Herz und viel Risiko gefahren", sagte Vonn in der ARD. Sie freute sich riesig darüber, dass sie im Zielbereich vom schwedischen Weltcup-Rekordsieger Ingemar Stenmark begrüßt wurde.

DSV-Starterinnen nicht in Top Ten

Die deutschen Starterinnen zeigten solide Leistungen, die aber für drei von ihnen nur zu Plätzen im Mittelfeld reichten. Viktoria Rebensburg (Kreuth) wurde bei vergleichsweise schlechten Sichtverhältnissen 11. (+0,82 Sekunden), Michaela Wenig (Lenggries) 12. (+0,90), Kira Weidle (Starnberg) 13. (+1,00). "Ich bin mit meiner Fahrt im Großen und Ganzen zufrieden. Für meine Umstände war das eine gute Leistung", sagte Rebensburg in der ARD. Wenig erreichte damit ihr insgesamt zweitbestes Abfahrtsergebnis. Meike Pfister (Krumbach) wurde bei ihrem WM-Debüt 23. (+1,56).

Thema in: B5 aktuell, 10.02., 15.15 Uhr

eei | Stand: 10.02.2019, 13:30

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