DSV-Quartett überrascht - verpasst aber knapp Team-Medaille

Ski-WM in Are

DSV-Quartett überrascht - verpasst aber knapp Team-Medaille

Auch im Teamwettbewerb konnte der DSV seine Medaillenbilanz bei der Ski-WM in Are nicht aufpolieren. Lena Dürr, Christina Geiger, Linus Straßer und Anton Tremmel kämpften sich bis ins kleine Finale, verpassten dann gegen Italien aber Bronze. Gold ging an die Schweiz.

Die große Überraschung ist ausgeblieben, als bei der WM im schwedischen Are die 16 besten Nationen am Dienstag (12.02.19) im K.-o.-Modus aufeinandertrafen. Cheftrainer Mathias Berthold hatte Linus Straßer, Anton Tremmel, Dominik Stehle, Lena Dürr, Christina Geiger und Marlene Schmotz für den "Mixed Team Event" nominiert. Das Quartett Straßer, Tremmel, Dürr und Geiger hatte die Hand nach spannenden Duellen schon an der Bronze-Medaille. Doch nach der Disqualifikation von Straßer löste sich die sicher geglaubte Medaille wieder in Luft auf.

"Momentan sind alle etwas traurig, dass es der vierte Platz geworden ist, das ist einfach der beschissenste Platz", sagte Geiger im ZDF. Auch Alpinchef Wolfgang Maier war nicht ganz glücklich: "Es hätte uns mal ganz gut getan, wenn nicht das Glück, aber das Ergebnis auf unserer Seite gelegen hätte."

Teamevent in Are

Gold ging an die Schweiz, die sich im Finale gegen die bis dahin starken Österreicher durchsetzen konnte. Italien schnappte sich Bronze. Deutschland zeigte mit Platz vier aber einen starken Auftritt.

Deutsches Quartett fokussiert

Erster Gegner für das DSV-Quartett war Großbritannien: Geiger kämpfte hart gegen Alex Tilley, auch Straßer gewann sein Rennen gegen Laurie Taylor, wie Dürr gegen Charlie Guest, souverän. WM-Debütant Tremmel musste sich dem starken Dave Ryding geschlagen geben. Doch das DSV-Team war mit 3:1 Punkten im Viertelfinale. Österreich setzte sich auch ohne Superstar Marcel Hirscher locker gegen Argentinien durch. Die Slowakei gewann gegen die Slowenen, und Italien warf Finnland aus dem Rennen. Weltmeister Frankreich kam gegen Russland, Gastgeber Schweden gegen Kanada weiter. Olympiasieger Schweiz zeigte im Duell mit Belgien keine Schwächen.

Frankreich muss sich Geiger und Co. geschlagen geben

Das DSV-Team überraschte dann im Viertelfinale die an Nummer drei gesetzten Franzosen: Geiger setzte sich klar gegen Tessa Worley durch, Tremmel unterlag zwar Julien Lizeroux, doch Dürr konnte sich steigern und gewann ihr Duell mit Doriane Escane. Den Sieg sicherte dann Straßer gegen Clement Noel. Im Halbfinale wartete nun die Schweiz, für die Schweden war dagegen Schluss.

Teamevent in Are

Nicht wirklich gefordert war bis dahin Österreich, das der Slowakei in allen vier Duellen keine Chance auf ein Weiterkommen ließ. Sie bekamen es jetzt mit Italien zu tun, das Norwegen mit 3:1 überraschend ausschalten konnte. Gegen Irene Curtoni, Alex Binatzer, Lara Della Mea und Simon Maurberger wurde es dann eine knappe Entscheidung. Doch Katharina Liensberger, Michael Matt, Katharina Truppe und Marco Schwarz zogen nach einem 2:2 mit der schnelleren Zeit ins Finale ein.

Im zweiten Halbfinale konnte Geiger gegen Wendy Holdener nicht mehr mithalten und verlor ihr Duell. Doch dieses Mal rettete Tremmel die Zwischenbilanz. Er setzte sich mit viel Selbstvertrauen gegen Daniel Yule durch. Dürr legte gegen Aline Danioth zur 2:1-Führung nach. Straßer blieb hängen und unterlag nur knapp Ramon Zenhäusern. Die Schweizer hatten die bessere Zeit und zogen gegen Österreich ins Finale ein.

Einfädler verhindert Bronze

Deutschland traf im kleinen Finale auf Italien. Dort unterlag Geiger zunächst Della Mea, Tremmel verlor gegen Maurberger und Dürr schlug Curtoni. Dann schien Bronze nach dem Duell von Straßer gegen Vinatzer schon sicher, doch der DSV-Fahrer hatte einen Einfädler und wurde disqualifiziert.

Im Finale setzte sich dann Holdener gegen Liensberger durch, Matt schlug Yule, Truppe war schneller als Danieth. Zennhäuser schaffte den Ausgleich zu 2:2. In der Summe waren die Schweizer dann 0,77 Sekunden schneller und sicherten sich Gold.

DSV-Erfolge

Bei der Premiere des Mannschaftswettbewerbs 2005 in Bormio hatten Felix Neureuther und Co. noch Gold gewonnen, 2013 gab es erneut mit Neureuther in Schladming Bronze. Beim Saisonfinale 2018 belegte das deutsche Team mit Dürr und Straßer ebenfalls Rang drei.

mla/dpa | Stand: 12.02.2019, 17:48

Darstellung: