Schmid verpasst WM-Medaille bei turbulentem Riesenslalom

Ski Alpin - Guter erster Lauf reicht nicht für Schmid Sportschau 19.02.2021 04:20 Min. Verfügbar bis 19.02.2022 Das Erste

Weltmeisterschaft in Cortina d'Ampezzo

Schmid verpasst WM-Medaille bei turbulentem Riesenslalom

Von Margot Lamparter

Beim WM-Riesenslalom in Cortina hat Mathieu Faivre überraschend den Titel gewonnen. Nach einem Patzer von Topfavorit Alexis Pinturault, der nach dem ersten Lauf klar in Führung gelegen hatte, triumphierte sein französischer Teamkollege. Auch Alexander Schmid schied aus.

Der 29-jährige Faivre fuhr von Rang vier noch auf den Riesenslalom-Thron. Pinturault vergab nach Silber in der Kombination und Bronze im Super-G durch einen Fahrfehler das ersehnte erste Gold. "Das fühlt sich völlig unwirklich an", freute sich Faivre: "Es tut mir echt leid für Alexis."

Der Italiener Luca Aliprandini, der schon nach dem ersten Lauf auf Podestkurs war, behielt die Nerven und gewann mit einem Rückstand von 0,63 Sekunden Silber. Dritter wurde Kombinations-Weltmeister Marco Schwarz (+0,87 Sek), der von Rang sechs zu Bronze fuhr. Bester Deutscher war Stefan Luitz auf Rang sieben.

Furioser Schmid verpasst Bonusmedaille

Bitter endete das Rennen für Alexander Schmid, der im zweiten Lauf die von ihm erhoffte Überraschung verpasste. Mit nur 0,56 Sekunden Rückstand war der 26-Jährige, der nicht zum Favoritenkreis gezählt hatte, nach einem heißen ersten Ritt als Dritter in den zweiten Durchgang gestartet. "Es war ein Fight von oben bis unten", sagte er nach seiner brillanten Vorstellung.

Enttäuschter Alexander Schmid ringt nach Worten Sportschau 19.02.2021 03:06 Min. Verfügbar bis 19.02.2022 Das Erste

Im zweiten Lauf kam er dann nicht ins Ziel. Seine angriffslustige Fahrt endete vorzeitig. Schmid schied aus und verpasste es zudem, Weltcup-Punkte zu sammeln. "Sehr bitter", sagte er danach: "Das braucht eine Zeit zum Verdauen."

Das Glück war schon zuvor beim Parallelrennen nicht auf seiner Seite gewesen, da schrammte er als Vierter nur knapp an Bronze vorbei.

Luitz locker in den Top Ten

Besser lief es für Stefan Luitz, der nach Bronze im Parallel-Event "mit viel Selbstvertrauen an den Start" gegangen war. Der 28-Jährige lag vor dem zweiten Lauf auf Rang zehn. "So eine Glatze bin ich schon lange nicht mehr gefahren", war sein Kommentar zu der eisigen Piste.

Vor dem zweiten Lauf hoffte er, noch ein Stück nach vorne zu fahren, auch wenn für die vorderen Plätze "der Abstand zu groß" sei. Ein Fehler vor dem flachen Zielhang verhinderte dann im finalen Lauf, dass dem Allgäuer der ganz große Sprung gelang. "Man muss alles riskieren, es wird einem nichts geschenkt.", sagte er nach Platz sieben am Ende.

Stefan Luitz: "Von oben bis unten ein Kampf" Sportschau 19.02.2021 01:59 Min. Verfügbar bis 19.02.2022 Das Erste

red/sid | Stand: 19.02.2021, 14:45

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