Shiffrin gewinnt den Slalomkrimi

Der WM-Slalom der Damen in der Zusammenfassung Sportschau 16.02.2019 01:17 Min. Verfügbar bis 16.02.2020 Das Erste

Alpine Ski-WM

Shiffrin gewinnt den Slalomkrimi

Mikaela Shiffrin lieferte den heißesten Tanz durch die Stangen ab. Die US-Amerikanerin krönte sich im schwedischen Are zum vierten Mal in Folge zur Slalom-Königin. Anna Swenn-Larson ließ die WM-Gastgeber feiern und Petra Vlhová zog noch die Bronze-Option. Beste Starterin des Deutschen Skiverbands (DSV) war Lena Dürr.

Die Technikdamen machten es bei ihrem letzten WM-Wettbewerb in Are noch einmal spannend. Mikaela Shiffrin konnte gesundheitlich angeschlagen nicht die Bestzeit vorlegen. Und so lag nach dem ersten Lauf nicht die Topfavoritin, sondern Wendy Holdener aus der Schweiz mit 57,08 Sekunden in Führung. "Ich probiere mich aufs Skifahren zu konzentrieren und nicht ans Endresultat zu denken", sagte die Schweizerin, die mit der Chance auf Gold natürlich keine Nerven zeigen wollte. Auch Anna Swenn Larson (+0,11) schob sich noch vor Shiffrin (+0,15) auf Platz zwei. Die Abstände waren extrem eng. Österreichs Katharina Liensberger fehlten gerade mal zwölf Hundertstel auf den Bronzeplatz. Petra Vlhová ging mit 31 Hundertstel Rückstand auf ihre amerikanische Dauerkonkurrentin ins Finale.

Holdener patzt, Shiffrin triumphiert

Mikaela Shiffrin beim Slalom in Are

Mikaela Shiffrin

Dort legte Riesenslalom-Weltmeisterin Vlhová vor. Die Slowakin kurvte eine Kampfansage an die Top vier in den Schnee. Liensberger musste sich hinter Vlhová einreihen. Shiffrin beeindruckte die Vorgabe nicht. Die Super-G-Weltmeisterin pulverisierte die Zeit ihrer Konkurrentin und war im Ziel 1,03 Sekunden schneller. Larson (+0,58) konnte die Bestzeit nicht knacken und fiel hinter Shiffrin zurück, sorgte aber für Jubel bei den Schweden: Denn eine Medaille hatte sie jetzt schon sicher.

Holdener zeigte Nerven, patzte und vergab ihre Medaille. Sie verpasste ein Tor, musste zurücksteigen und kam mit über fünf Sekunden Rückstand ins Ziel. Shiffrin schrieb dagegen weiter an ihrer alpine Erfolgsgeschichte. Die Ausnahmefahrerin war zuvor schon bei den WM in Schladming 2013, Vail 2015 und St. Moritz 2017 nicht zu schlagen. "Im zweiten Lauf habe ich wirklich voll Gas gegeben", sagte Shiffrin unter Freudentränen. Dennoch gestand sie: "Ich hatte heute keine Nerven."

Dürr fährt auf Platz elf, Geiger verpasst Überraschung

Christina Geiger

Christina Geiger

DSV-Starterin Christina Geiger zeigte sich ebenfalls angriffslustig und kurvte einen starken ersten Lauf in den Schnee. Als Siebte war sie nur 1,36 Sekunden von einem Podestplatz entfernt. "Alles ist drin", sagte sie optimistisch. Die 29-jährige Oberstdorferin ging aussichtsreich in den zweiten Lauf, doch den brachte sie nicht nach untern. "Ich hab versucht alles zu riskieren", sagte sie nach dem Lauf: "Ich weiß, dass ich vorne mitfahren kann. Das gibt sicher Auftrieb fürs nächste Rennen."

Deshalb fuhr Teamkollegin Lena Dürr das beste DSV-Ergebnis ein. Die hatte als 15. schon 2,37 Sekunden Rückstand auf die Bestzeit. Auch Dürr setzte auf die zweite Chance und wollte versuchen, "nach vorne zu attackieren". Das gelang der 27-Jährigen auch. Dennoch gab es für Platz elf nur ein "okay. Die Platzierung ist nicht das, was ich mir erhofft hatte", so die Bayerin etwas enttäuscht. Für Marlene Schmotz war das Rennen schon nach dem ersten Lauf, den die 24-Jährige aus Fischbachau nicht bis ins Ziel brachte, beendet.

Thema in: Blickpunkt Sport, BR Fernsehen, 16.02.2019, 17.15 Uhr

mla | Stand: 16.02.2019, 11:49

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