Schmid schrammt im Parallelrennen knapp an Bronze vorbei

Alexander Schmid blickt konzentriert

Alpine Ski-WM

Schmid schrammt im Parallelrennen knapp an Bronze vorbei

Alexander Schmid hat bei der Ski-WM in Cortina d'Ampezzo eine Medaille nur knapp verpasst. Beim Sieg von Mathieu Faivre stürzte er im kleinen Finale des Parallelrennens.

"Eigentlich zählt nur die Top drei, ich bin halt erster Verlierer", sagte Schmid nach der verpassten Medaille. "Ich habs probiert. Ich bin echt gut Ski gefahren. Ist so passiert." Aber: "Hilft nichts." Im kleinen Finale war der Allgäuer auf Bronze-Kurs liegend ausgerutscht und musste sich dem Schweizer Loic Meillard geschlagen geben.

Gold feierte der Franzose Mathieu Faivre, der sich im Finale des bei einer WM zum ersten Mal ausgetragenen Parallel-Einzel-Events gegen Filip Zubcic durchsetzte. Der Kroate holte Silber. Topfavorit Meillard gewann Bronze.

Das Duell um WM-Bronze zwischen Loic Meillard und Alexander Schmid Sportschau 16.02.2021 01:14 Min. Verfügbar bis 16.02.2022 Das Erste

Schmid lässt lange von einer Medaille träumen

Alexander Schmid hatte in der Qualifikation die zweitschnellste Zeit hinter Spitzenreiter Loic Meillard vorgelegt und damit seine Ambitionen auf einen Podestplatz deutlich gemacht. Die Teamkollegen Stefan Luitz und Linus Straßer präsentierten sich ebenfalls stark und erreichten klar die K.-o.-Runde.

Schmid traf im Achtelfinale auf Stefan Hadalin. Der Slowene schied im ersten Lauf nach einem Fahrfehler auf halber Strecke aus. Doch im zweiten Lauf lieferte er Schmid trotz Zeitrückstand noch ein enges Rennen. Mit acht Hundertstel Vorsprung reichte es. Nächster Gegner war Luca de Aliprandini. Dem Italiener konnte Schmid in einem packenden Duell 0,06 Sekunden abnehmen und stand damit im Halbfinale. Hier patzte Schmid und verlor gegen Mathieu Faivre.

Auf Platz vier gerutscht

Zubcic hatte sich mit einem aggressiven Lauf gegen Meillard durchgesetzt, Damit fuhr Schmid gegen Meillard um Bronze. Faivre und Zubcic machten Gold und Silber unter sich aus - mit dem besseren Ende für den Franzosen.

Das Duell um WM-Gold zwischen Mathieu Faivre und Filip Zubcic Sportschau 16.02.2021 01:34 Min. Verfügbar bis 16.02.2022 Das Erste

Straßer scheitert an Meillard

Auch Straßer kam locker ins Viertelfinale, da sich der Norweger Timon Haugan bereits am Start verletzte und im zweiten Lauf nicht mehr antrat. Gegen Loic Meillard ging es für den Münchner aber nicht so leicht von der Hand. 0,50 Sekunden sein Rückstand im ersten Lauf. Nach einem großen Fehler war Straßer aus dem Medaillenrennen. "Im Endeffekt gegen Loic musste ich auf Angriff fahren", erklärte Straßer, der "dem Alex" die Daumen drückte.

Luitz musste im Achtelfinale durch beide Duelle gegen einen starken Filip Zubcic gehen. Dort hatte der Kroate am Ende allerdings die Skispitzen vorne. Der 28-Jährige verpasste die nächste Runde um 0,20 Sekunden. "Schön, mal wieder am Start zu stehen", sagte Luitz, der sich Anfang Januar eine Oberschenkelverletzung zugezogen hatte und seitdem kein Rennen mehr gefahren war. "Ich war gut in Form und hab es in den ersten Fahrten auch gezeigt," freute sich Luitz trotz verpasstem Finale.

Einzel-Event zum ersten Mal im WM-Programm

Der Parallel-Riesenslalom ist als Einzelrennen zum ersten Mal im WM-Kalender. Bislang wurde auch bei Olympia nur der Team-Wettbewerb im Parallel-Modus ausgefahren.

mla/dpa | Stand: 16.02.2021, 15:48

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