Momente und Gesichter der Alpinen Ski-WM

Andreas Sander wird auf den Schultern des DSV-Teams gefeiert

Cortina d'Ampezzo im Rückblick

Momente und Gesichter der Alpinen Ski-WM

Deutschland hat die erfolgreichste WM seit acht Jahren erlebt, eine Schweizerin ihren Fluch besiegt und ein Franzose sich spektakulär gerettet - die Momente und Gesichter der Alpinen Ski-WM.

Nach anfänglichen Wetterkapriolen folgen in Cortina d'Ampezzo zum Teil spektakuläre Rennen. Und das deutsche Team verlässt die Dolomiten mit vier Medaillen.

Die deutschen Silber-Stars

Gleich dreimal durfte die deutsche Speed-Mannschaft in der ersten Woche über Silber jubeln. Dem sensationellen zweiten Platz von Romed Baumann im Super-G folgten weitere von Kira Weidle und Andreas Sander, jeweils in der Abfahrt.

Auch in der zweiten Woche schaffte es der Deutsche Skiverband (DSV) aufs Podest: im Teamwettbewerb hinter Sieger Norwegen und Schweden. Es ist die beste deutsche WM-Bilanz seit den Titelkämpfen in Schladming 2013.

Team-Event in Cortina d'Ampezzo - die Stimmen Sportschau 17.02.2021 05:27 Min. Verfügbar bis 17.02.2022 Das Erste

Schmid dramatisch

Besonders ereignisreich verlief die WM für Alexander Schmid: Im Parallel-Einzelrennen schlitterte er im kleinen Finale hauchdünn an Bronze vorbei und wurde Vierter. Im Teamevent jubelte er als Schlussläufer über Rang drei. Im Riesenslalom schied er als Drittschnellster des ersten Laufs im Finale aus.

Enttäuschter Alexander Schmid ringt nach Worten Sportschau 19.02.2021 03:06 Min. Verfügbar bis 19.02.2022 Das Erste

Gut-Behrami beendet Wartezeit

30 Weltcup-Siege hatte Lara Gut-Behrami bereits auf dem Konto, aber noch keinen bei einer WM. In Cortina schaffte sie es - und das sogar gleich doppelt. Neben Gold im Super-G und im Riesenslalom gab es für die 29-Jährige zudem Bronze in der Abfahrt. Neben Mikaela Shiffrin (USA) und Katharina Liensberger (Österreich), die ebenfalls zweimal Gold und einmal Bronze holte, war Gut-Behrami der WM-Star.

Ski-WM - Gut-Behrami gewinnt Krimi, Brignone scheidet vorzeitig aus Morgenmagazin 19.02.2021 01:35 Min. Verfügbar bis 19.02.2022 Das Erste Von Andreas Troll

Der verspätete Gold-Jubel

Die 23-jährige Katharina Liensberger gab nach dem Parallelrennen der Frauen bereits Interviews, als sie erfuhr, dass sie nicht nur Silber, sondern Gold gewonnen hatte. Zunächst war nur die Italienerin Marta Bassino als Siegerin ausgerufen worden, nach einer Jury-Entscheidung wurden die zeitgleichen Athletinnen dann aber beide auf Platz eins gesetzt.

Das Duell um WM-Gold zwischen Katharina Liensberger und Marta Bassino Sportschau 16.02.2021 03:24 Min. Verfügbar bis 16.02.2022 Das Erste

Die irre Rettungsaktion

Gäbe es einen Titel in der Kategorie Trickski, ginge er wohl nach Frankreich. Mit einer spektakulären Rettungsaktion verhinderte Maxence Muzaton in der Männer-Abfahrt einen Sturz. Der 30-Jährige war bei mehr als 100 Kilometern pro Stunde ins Straucheln geraten, hob kurz ab, drehte sich in der Luft, rutschte nach der Landung erst einige Meter rückwärts weiter, drehte sich dann erneut und fuhr wieder geradeaus.

Spektakuläre Rettungsaktion - Muzaton bewahrt sich vor Sturz Sportschau 14.02.2021 02:07 Min. Verfügbar bis 14.02.2022 Das Erste

Die Medaillensammlerin

Einmal Gold, einmal Silber, zweimal Bronze (Super-G/Slalom) - US-Superstar Shiffrin fuhr in jedem ihrer vier Rennen in Cortina aufs Podest. Bei insgesamt elf WM-Medaillen steht die 25 Jahre alte Ausnahmeathletin nun schon. In der ewigen Bestenliste hat damit nur Christl Cranz (Deutschland/15) mehr Einzelmedaillen gewonnen als die Amerikanerin.

Auch wenn Shiffrin zum WM-Abschluss Gold im Slalom verpasste, setzte sie eine famose Serie fort: Der Torlauf war ihr zehntes WM-Rennen in Serie, bei denen sie stets eine Medaille gewann.

Shiffrin nach Erfolg in Kombination: "Es hat super viel Spaß gemacht" Sportschau 15.02.2021 01:34 Min. Verfügbar bis 15.02.2022 Das Erste

Die Leiden des Gastgebers

Für die italienischen Gastgeber war es eine strapaziöse WM. Marta Bassino fuhr im umstrittenen Parallelrennen zwar glücklich zu Gold, blieb im Riesenslalom nach vier Saisonsiegen als 13. aber hinter den Erwartungen zurück.

Federica Brignone redete sich nach Rang sechs im Parallelevent erst in Rage - und schied im Riesenslalom und Slalom dann jeweils aus. Dominik Paris verpasste als Fünfter im Super-G und Vierter in der Abfahrt das Podium zweimal knapp. Am drittletzten WM-Tag erlöste Luca de Aliprandini mit Silber im Riesenslalom die italienischen Herren dann aber doch noch.

De Aliprandini über die Stimmung bei der Heim-WM Sportschau 19.02.2021 00:50 Min. Verfügbar bis 19.02.2022 Das Erste

dpa/red | Stand: 21.02.2021, 13:59

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