Teamwettbewerb: Nichts zu verlieren für den DSV

Lena Dürr im Zweikampf mit Stephanie Brunner

Nichts zu verlieren im Teamwettbewerb

Teamwettbewerb: Nichts zu verlieren für den DSV

Noch hat der DSV bei dieser WM keine Medaille gewonnen. Ob sich das ausgerechnet im Teamwettbewerb ändert? Das deutsche Team, das ohne Felix Neureuther antritt, hat zumindest nichts zu verlieren. Doch schon im Viertelfinale droht ein Duell gegen den Weltmeister.

Normalerweise erhöht sich der Druck, wenn eine Nation bei Titelkämpfen noch ohne Medaille ist. Für Deutschland trifft das im Teamwettbewerb aber nicht zu. Die Trainer nominierten weder Felix Neureuther noch Viktoria Rebensburg für die Entscheidung am Dienstag (16.00 Uhr). Die Erwartungshaltung ist dementsprechend gering.

Christina Geiger (Oberstdorf), Lena Dürr (Germering) und Marlene Schmotz (Leitzachtal) sowie Linus Straßer (München), Dominik Stehle (Obermaiselstein) und Anton Tremmel (Rottach-Egern) werden die deutschen Farben vertreten. Einerseits ein Wagnis, andererseits vielleicht aber auch die Chance, frei von der Leber weg aufzutreten und einfach gut Ski zu fahren. "Mit der Mannschaft können wir relativ weit kommen", sagt Straßer.

Auftakt gegen Großbritannien - dann der Weltmeister?

Schwer wird es dennoch allemal. Wie die Auslosung am Montagabend ergab, treffen die Deutschen in der ersten Runde auf Großbritanniens Skirennfahrer mit Dave Ryding. Sollte der Einzug ins Viertelfinale gelingen, wartet dort entweder Weltmeister Frankreich oder Russland. Auf Olympiasieger Schweiz oder die ebenfalls starken Gastgeber aus Schweden kann das DSV-Team dann im Halbfinale treffen.

Olympiasieger Schweiz, Frankreich und Österreich in der Favoritenrolle

Das Schweizer Team feiert Wendy Holdener in Pyeongchang

Das Schweizer Team feiert Wendy Holdener in Pyeongchang

Als Medaillenfavoriten werden insbesondere die Schweizer, die Franzosen und die Österreicher - letztere auch ohne ihren Superstar Marcel Hirscher, der sich auf Slalom und Riesenslalom konzentriert - gehandelt. Frankreich mit Alexis Pinturault ist auch der Titelverteidiger, bei den Olympischen Spielen in Pyeongchang triumphierten die Eidgenossen um Kombinations-Weltmeisterin Wendy Holdener. Im erweiterten Favoritenkreis werden auch die Norweger und die Slowenen genannt. Ein bisschen hängt es natürlich auch davon ab, welche Topfahrer wirklich am Start sind und wie dann auch die Aufstellung ist. Vor zwei Jahren etwa hatte die deutsche Teamleitung kein gutes Händchen - Deutschland schied bereits in der ersten Runde gegen die Slowakei aus.

Teamqualitäten sind gefragt

Auch diesmal ist das deutsche Team ganz eindeutig Außenseiter im Kampf um die Medaillen. Speziell Straßer und "Nobody" Tremmel, die beide nicht die Kriterien für die WM-Qualifikation erfüllt hatten, haben in diesem Winter kaum Ergebnisse vorzuweisen. Sie bringen stattdessen andere Qualitäten wie Teamgeist mit: "Mich freut es, dass der Toni dabei ist. Weil ich glaube, dass er ein extrem starker Mann ist für das Team-Event", so Straßer über den Kerl, den Cheftrainer Mathias Berthold erst auf dem Handy nicht erreichte, als er ihm die WM-Nominierung mitteilen wollte.

Bei der Premiere des Mannschaftswettbewerbs 2005 in Bormio hatten Felix Neureuther und Co. noch Gold gewonnen, 2013 gab es erneut mit Neureuther in Schladming Bronze. Beim Saisonfinale 2018 belegte das deutsche Team mit Dürr und Straßer ebenfalls Rang drei.

Thema in:
B5 aktuell, 12.02., 16.54 Uhr;
MDR aktuell - das Nachrichtenradio,12.02., 16.40 Uhr

wp/dpa | Stand: 12.02.2019, 09:59

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