Alpine WM-Kombination beginnt später als geplant

Wendy Holdener

Alpine Ski-WM in Are

Alpine WM-Kombination beginnt später als geplant

Heute wird die Weltmeisterin in der Kombination gekürt. Der Start der Abfahrt wurde wetterbedingt von 11.00 Uhr auf 11.30 Uhr verschoben und zum Super-G-Start verlegt. Titelverteidigerin ist Wendy Holdener, für den DSV ist nur Meike Pfister dabei.

Die bislang letzte Kombinations-Weltmeisterin aus Deutschland ist Maria Höfl-Riesch (2013). Sie wird es wohl auch für immer bleiben. In der traditionsreichen Disziplin, bestehend aus Abfahrt und Slalom, gewann sie dreimal Gold, zweimal bei Olympischen Spielen, einmal bei einer WM. "Die Kombination gewinnen nur die komplettesten Skifahrer", sagt die 34-Jährige.

Holdener: "Ich probiere, meinen Plan durchzuziehen" Sportschau 07.02.2019 00:43 Min. Verfügbar bis 07.02.2020 Das Erste

Der alpine Zweikampf steht allerdings vor dem Aus. "Wir führen die große Diskussion, ob die alpine Kombination bei Großereignissen durch den Parallelslalom ersetzt werden soll. Das werden wir in Are entscheiden", sagte der Präsident des Skiweltverbands FIS, Gian Franco Kasper. Gut sieht es also nicht aus für das Format, wenn sich das FIS-Council am 13. Februar trifft.

Shiffrin verzichtet auf mögliches Gold

"Selbst eine Mikaela Shiffrin fährt ja nicht mit", hat Höfl-Riesch vor dem Wettbewerb der Frauen (11.30 Uhr Abfahrt/16.15 Slalom) ernüchtert festgestellt. Als Titelverteidigerin will sich dann Wendy Holdener (Schweiz) das Gold sichern. "Der Grobplan ist gesteckt. Ich versuche gut zu fahren, meinen Plan durchzuziehen und mein Bestes zu geben", so die 25-jährige Schweizerin. Zu den Favoritinnen zählen auch Federica Brignone (Italien) und Petra Vlhova (Slowakei). Olympiasiegerin Michelle Gisin (Schweiz) fehlt verletzt.

Pfister einzige DSV-Starterin

Pfister: "Der Fokus liegt nicht auf mir" Sportschau 07.02.2019 01:28 Min. Verfügbar bis 07.02.2020 Das Erste

Wer auch immer die Schnellste ist und Gold holt - Meike Pfister, die einzige deutsche Starterin, wird es bei ihrer ersten WM wohl nicht sein. "Ich finde die Strecke cool", sagt die 23-Jährige zwar. Allerdings fehlt Pfister vor allem die Wettkampf-Erfahrung in den beiden Disziplinen. "Schaun mer mal", sagt sie gelassen. Denn sie weiß, dass der Fokus nicht auf sie gerichtet ist. "Ich habe die Möglichkeit zu starten, und bei der ersten WM sollte man die Chance nutzen. Ich freue mich drauf", sagte die Abfahrts- und Super-G-Spezialistin.

Training für die Spezialabfahrt

Die Skirennfahrerin vom SC Krumbach will die Kombination, vor allem die Abfahrt am Morgen, als zusätzliches Training für die Spezialabfahrt am Sonntag (12.30 Uhr/ARD) nutzen. Ihr Ziel für den Slalom, in dem sie als Jugendliche "sogar mal ziemlich gut war", ist überschaubar: "Ins Ziel kommen, und dann noch so schnell wie möglich." Mehr will sie in der Abfahrt erreichen: "Ich kann schon auch schnell skifahren", lässt sie die Konkurrenz wissen.

Thema in: Sportschau im Ersten, 08.02.2019, 12.00 Uhr

red/dpa/sid | Stand: 07.02.2019, 16:27

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