Jagd auf Alexis Pinturault in der Kombination

Alexis Pinturault

Kombination

Jagd auf Alexis Pinturault in der Kombination

Von Wolfram Porr

Olympiasieger Marcel Hirscher verzichtet auf einen Start in der Kombination. Damit scheint der Weg frei zu sein für Alexis Pinturault. Der Franzose geht als Topfavorit in die zwei Rennen am Montag. Konkurrenz droht vor allem aus den eigenen Reihen.

Gute Allrounder gibt es im Skizirkus keine mehr, heißt es ja gerne mal. So kam rund um die Kombination der Damen eine Diskussion darüber auf, ob dieser traditionsreiche Wettbewerb überhaupt eine Zukunft habe. In der Tat hat die Kombination an Stellenwert eingebüßt - das beweist auch die Tatsache, dass Topleute wie Mikaela Shiffrin oder eben Marcel Hirscher sie bei diesen Titelkämpfen auslassen. Aber: Es gibt sie noch, die Skirennläufer, die sich sowohl auf der schnellen Abfahrt als auch im Slalom-Stangenwald wohlfühlen und in beiden Disziplinen Topleistungen abrufen. Los geht es am Montag (11.02.) mit der Abfahrt um 11.00 Uhr, der Slalom folgt um 14.30 Uhr.

Marco Schwarz einziger Sieger des Winters

Der mit den besten Chancen in Are ist der Franzose Alexis Pinturault. Der 27-Jährige, der schon viermal den Kombinations-Weltcup gewinnen konnte und der 2018 bei den Olympischen Spielen in Pyeongchang Silber in der Kombination holte, gilt als bester Allrounder im Weltcup. Dazu kommt, dass seine Formkurve in diesem Winter stetig nach oben zeigte. Zwar siegte in der einzigen Herren-Kombination, die in diesem Winter stattfand, der Österreicher Marco Schwarz. Sollte die Kombinationsabfahrt erneut verkürzt werden, dürften sich dessen Chancen auf eine Medaille erhöhen. Topfavorit ist dennoch Alexis Pinturault.

Muffat-Jeandet in Lauerstellung - Jansrud euphorisiert

Dominik Schwaiger

Dominik Schwaiger

Konkurrenz droht Pinturault auch aus der eigenen Mannschaft: Victor Muffat-Jeandet war bei der Kombination in Wengen Zweiter vor Pinturault und kann an einem guten Tag mit seinem Landsmann durchaus mithalten. Gute Chancen werden zudem dem Schweizer Mauro Caviezel und dem norwegischen Abfahrts-Weltmeister Kjetil Jansrud eingeräumt, der auf einer Welle der Euphorie reitet. Titelverteidiger Luca Aerni (Schweiz) ist dagegen in diesem Winter nicht in Form. Als "Geheimfavorit" auf eine Medaille wird der Russe Pawel Trichitschew gehandelt, der in Wengen Sechster wurde und im vergangenen Winter einen zweiten Platz vorzuweisen hat.

Schwaiger und Straßer vertreten DSV

Für Deutschland ist das Duo Dominik Schwaiger und Linus Straßer am Start. Eine Platzierung unter den besten 15 wäre aber für beide schon ein Riesenerfolg. In Wengen kam Schwaiger nicht in die Wertung. Für Straßer ist es die erste Kombination in dieser Saison.

Thema in: B5 aktuell, 11.02., 11.54 Uhr

Stand: 10.02.2019, 14:54

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