Von Friedl Däuber bis Maria Höfl-Riesch

Von Friedl Däuber bis Maria Höfl-Riesch

Erstmals gab's 1932 in Cortina d'Ampezzo WM-Gold für einen deutschen Starter. Die bisher letzte "Goldene" gewann Maria Höfl-Riesch 2013 in Schladming.

Franz Pfnür

Däuber/Pfnür/Lantschner/Resch/Pfeifer/Jennewein

Bei den Weltmeisterschaften 1932 in Cortina d’Ampezzo siegte Friedl Däuber als erster Deutscher überhaupt im Slalom. Franz Pfnür (im Bild) holte bei den Skiweltmeisterschaften 1934 in St. Moritz Gold im Slalom. Zwei Jahre später wurde er in Garmisch-Partenkirchen Olympiasieger in der Kombination. 1939 sicherte sich Helmut Lantschner in Zakopane den Weltmeistertitel in der Abfahrt. Lisa Resch gewann 1938 bei der WM in Engelberg Gold in der Abfahrt. Albert Pfeifer kam beim Slalom 1941 in Cortina d’Ampezzo als Erster ins Ziel. Bei den gleichen Weltmeisterschaften war auch Josef Jennewein erfolgreich. Er gewann sowohl die Abfahrt, als auch die Kombination. Jennewein hatte bereits 1939 den Weltmeistertitel in der Kombination gewonnen.

Däuber/Pfnür/Lantschner/Resch/Pfeifer/Jennewein

Bei den Weltmeisterschaften 1932 in Cortina d’Ampezzo siegte Friedl Däuber als erster Deutscher überhaupt im Slalom. Franz Pfnür (im Bild) holte bei den Skiweltmeisterschaften 1934 in St. Moritz Gold im Slalom. Zwei Jahre später wurde er in Garmisch-Partenkirchen Olympiasieger in der Kombination. 1939 sicherte sich Helmut Lantschner in Zakopane den Weltmeistertitel in der Abfahrt. Lisa Resch gewann 1938 bei der WM in Engelberg Gold in der Abfahrt. Albert Pfeifer kam beim Slalom 1941 in Cortina d’Ampezzo als Erster ins Ziel. Bei den gleichen Weltmeisterschaften war auch Josef Jennewein erfolgreich. Er gewann sowohl die Abfahrt, als auch die Kombination. Jennewein hatte bereits 1939 den Weltmeistertitel in der Kombination gewonnen.

Christl Cranz

Sie ist bis heute die erfolgreichste Skifahrerin aller Zeiten. In ihrer Karriere wurde Cranz zwölfmal Weltmeisterin und einmal Olympiasiegerin. Bei den Weltmeisterschaften 1937 in Chamonix und 1939 in Zakopane gewann sie sogar in allen drei Disziplinen. In St. Moritz wurde sie 1934, in Mürren 1935 und in Engelberg 1938 Weltmeisterin. 1991 wurde sie in die Hall of Fame des Frauensports aufgenommen. Cranz starb 2004 im Alter von 89 Jahren.

Ossi Reichert

Sie war die erste deutsche Ski-Olympiasiegerin nach dem Zweiten Weltkrieg. Bei den Spielen in Cortina d’Ampezzo 1956 gewann Ossi Reichert Gold im Riesenslalom. Das Rennen galt auch als Weltmeisterschaft. Nach ihrer Karriere kümmerte sie sich um das Hotel ihrer Eltern in Gunzesried. Im Juli 2006 verstarb die ehemalige Skirennläuferin.

Heidi Biebl

Heidi Biebl war mit 19 Jahren die jüngste Weltmeisterin und Olympiasiegerin ihrer Zeit. Bei den Spielen 1960 in Squaw Valley, die gleichzeitig auch als WM galten, gewann die Oberstaufenerin Gold. Nach Unstimmigkeiten mit dem Skiverband trat Biebl 1966 zurück. Anschließend eröffnete sie eine Skischule. Ihr zweites Standbein wurde ein Hotel in Oberstaufen.

Ludwig Leitner

Ludwig Leitner ist eigentlich in Österreich geboren, nahm dann aber die deutsche Staatsbürgerschaft an. 1964 gewann er bei den Weltmeisterschaften in Innsbruck Gold in der Kombination. 1965 stellte er den damaligen Geschwindigkeits-Weltrekord auf. Er erreichte mit seinen Skiern 172,744 km/h. Heute führt er zusammen mit seiner Frau ein Hotel in seinem Geburtsort in Mittelberg.

Rosi Mittermaier

1976 war das Jahr von Rosi Mittermaier. Bei den Olympischen Spielen, die gleichzeitig auch als Weltmeisterschaften gewertet wurden, holte Mittermaier Gold in Abfahrt, Slalom und in der Kombination. Außerdem gewann sie Silber im Riesenslalom. Seit dem wird sie nur noch "Gold-Rosi" genannt. Im selben Jahr wurde sie außerdem als Sportlerin des Jahres und mit dem Skieur d‘Or ausgezeichnet.

Maria Epple

Ihren größten Erfolg errang Marile Epple zu Beginn ihrer Laufbahn, als sie bei der WM 1978 in Garmisch-Partenkirchen Gold im Riesenslalom holte. Im gleichen Jahr wurde sie außerdem zu Deutschlands Sportlerin des Jahres gewählt. Außerdem gewann die Bayerin fünf Weltcuprennen. Heute betreibt Maria Epple-Beck ein Hotel und ist in der Veranstaltungsorganisation tätig.

Markus Wasmeier

Damit hatte niemand gerechnet. Ohne je ein Weltcuprennen gewonnen zu haben, siegte Wasmeier bei der WM 1985 in Bormio im Riesenslalom. Genauso unerwartet kamen seine beiden Goldmedaillen bei den Olympischen Spielen 1994 in Lillehammer. Nach einem 36. Platz in der Abfahrt war er sowohl im Riesenslalom als auch im Super-G der Schnellste. Seit einigen Jahren arbeitet Wasmeier als Ski-Experte für die ARD.

Frank Wörndl

In seiner Karriere gewann er nicht ein einziges Weltcuprennen, trotzdem wurde Frank Wörndl 1987 in Crans-Montana Weltmeister im Slalom. Ein Jahr später holte er bei den Olympischen Spielen in Calgary Silber in seiner Spezialdisziplin. Nach seiner Karriere arbeitete er als Fernsehkommentator und veröffentlichte 2011 seinen ersten Après-Ski-Hit.

Hansjörg Tauscher

Es war eine große Überraschung, als Hansjörg Tauscher 1989 bei der Weltmeisterschaft im amerikanischen Vail Gold in der Abfahrt gewann. Bis dahin und auch später blieb ihm ein Weltcupsieg verwehrt. Heute arbeitet Tauscher als Polizeihauptmeister und lebt in Oberstdorf.

Miriam Vogt

Miriam Vogt gewann im Jahr 1993 die Kombination bei der Ski-WM im japanischen Morioka und erreichte damit den größten Erfolg ihrer Karriere. Außerdem gewann sie noch ein Weltcup-Rennnen. Seit ihrem Rücktritt 2001 arbeitet sie als Geschäftsführerin einer Firma und ist seit 2005 Präsidentin des Bayerischen Skiverbandes.

Katja Seizinger

Sie ist die erfolgreichste deutsche Skirennläuferin aller Zeiten, Katja Seizinger - heute Katja Weber. In Morioka 1993 gewann Seizinger Gold im Super-G. Des weiteren wurde sie dreimal Olympiasiegerin, holte zweimal den Gesamtweltcup und wurde dreimal zur Deutschen Sportlerin des Jahres gewählt.

Martina Ertl-Renz

Martina Ertl-Renz wurde bereits vor ihrem Sieg mit dem Team bei der WM 2005 Weltmeisterin. 2001 gewann Ertl bereits in St. Anton Gold in der Kombination. Dazu kommen noch fünf weitere Medaillen bei Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften. Mit insgesamt 430 gefahrenen Weltcuprennen hält sie bis heute den Weltrekord.

Team (Bergmann-Schmuderer/Ertl-Renz/Gerg/Eckert/Neureuther/Ertl)

Außer für Martina Ertl war es für alle Teilnehmer des Teamwettbewerbs 2005 in Bormio das erste und einzige Gold bei einer Ski-WM. Felix Neureuther ist immer noch dabei und will sich in Vail zum Weltmeister krönen. Alle anderen haben ihre Karriere bereits beendet: Monika Bergmann-Schmuderer studierte nach der Karriere International Management in Ansbach, Hilde Gerg war Ski-Expertin beim ZDF. Florian Eckert, der 2001 in St. Anton überraschend WM-Bronze gewonnen hatte, ist ebenso nicht mehr aktiv wie der dritte Mann im Team, Andreas Ertl, der nach zahlreichen Verletzung 2006 seine Karriere beendet hatte.

Maria Höfl-Riesch

Die Garmisch-Partenkirchenerin wurde bisher zweimal Weltmeisterin. Im Jahr 2009 gewann sie in Val d’Isère den Slalom. Ein Jahr später wurde sie Doppel-Olympiasiegerin in Vancouver, außerdem gewann sie in der Saison 2010/11 den Gesamtweltcup und holte bei der Heim-WM in Garmisch-Partenkirchen zweimal Bronze. Es folgte eine schächere Saison, zur WM 2013 präsentierte sich Höfl-Riesch wieder in Bestform: Sie sicherte sich den WM-Titel in der Super-Kombination.

Kathrin Hölzl

Ihr Rücken war ihr größtes Problem. Seit ihrem größten Erfolg, dem Gewinn der Goldmedaille bei der WM 2009 in Val d’Isère konnte die Berchtesgadenerin kaum noch in das Renngeschehen eingreifen. Im Oktober 2013 beendete sie ihre sportliche Laufbahn.

Stand: 23.01.2019, 12:53 Uhr

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