WM-Gold für Paris im Super-G - Ferstl in Top Ten

Alpine Ski-WM in Are

WM-Gold für Paris im Super-G - Ferstl in Top Ten

Auch der Weltmeistertitel im Super-G der Männer wurde in einem Hundertstel-Krimi vergeben. Mit nur 0,09 Sekunden Vorsprung sicherte sich der Italiener Dominik Paris den Sieg in Are. Josef Ferstl fuhr auf einen starken sechsten Platz.

Ferstl konnte eineinhalb Wochen nach seinem sensationellen Sieg in Kitzbühel die deutschen Medaillenhoffnungen im Super-G nicht erfüllen. Der 30-Jährige hatte wie zahlreiche Spitzenfahrer vor ihm mit den Tücken der Streckenführung zu kämpfen. "Es sind immer kleine Fehler bei, wenn man schnell fahren will", so Ferstl. "Es hatte keiner eine perfekte Fahrt". Der Skirennfahrer vom SC Hammer lag nur 0,39 Sekunden hinter der Siegerzeit und ist mit Platz sechs "eigentlich happy. Ich kann zufrieden sein", auch wenn bei einer WM die Medaillen zählen. "Das Glück war" auch mit Blick auf Viktoria Rebensburgs vierten Platz, "nicht auf unserer Seite." Knapp an einer Überraschung flog dann auch Dominik Schwaiger (Königssee) im Zielschuss vorbei. Der 27-Jährige sicherte sich mit einem Rückstand von gerade Mal 0,67 Sekunden einen Platz in den Top 15. Alexander Schmid (Fischen) schied aus.

Paris neuer Weltmeister im Super-G

Den Überflieger gab am Mittwoch (6.02.2019) aber Dominik Paris. Der Italiener jagte zwar auch nicht ganz fehlerfrei durch den Kurs, zog seinen Lauf aber auf einer engen Linie nach unten und setzte mit 1:24,20 Minuten die Bestzeit. "Ich bin sehr happy", strahlte Paris nach seinem Erfolg.

Jubel gab es auch im Team der Österreicher: Nur neun Hundetstel fehlten Vincent Kriechmayer zu Gold. "Ich freue mich irrsinnig über den zweiten Platz", so Kriechmayer. Den teilt sich der 27-Jährige mit dem zeitgleichen Franzosen Johan Clarey (+0,09). Mit 38 Jahren und 29 Tagen ist Clarey zudem der älteste Medaillengewinner bei einer alpinen Ski-WM.

Svindal zum Abschied nicht auf dem Podest

Aksel Lund Svindal konnte seinen Abschied vom Weltcup-Zirkus nicht mit einer Medaille krönen. Der Norweger wurde 16. Aber, "es gibt noch die Abfahrt", so Svindal, der vor allem die WM-Atmosphäre noch genießen will. Auch für Olympiasieger Matthias Mayer gab es kein Happy-End. Der Österreicher riskierte zuviel und sprang im Russi-Sprung am Tor vorbei. Titelverteidiger Erik Guy (Kanada) war nicht am Start - er war vor der Saison zurückgetreten.

Thema in: Sportschau im Ersten, 06.02.2019, 12.15 Uhr

mla | Stand: 06.02.2019, 11:19

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