Topfavorit Pinturault triumphiert in der Kombination

Alexis Pinturault

Alpine Ski-WM in Are

Topfavorit Pinturault triumphiert in der Kombination

Favoritensieg bei der Super-Kombination der Männer: Der Franzose Alexis Pinturault holte in einer engen Entscheidung erwartungsgemäß Gold. Linus Straßer überraschte mit Rang fünf.

Es war alles andere als einfach für den 27-jährigen Franzosen. Die Laufzeit auf dem stark verkürzten Slalomkurs im schwedischen Are lag bei den Besten deutlich unter 40 Sekunden - nicht viel Zeit, um die 1,52 Rückstand aus der Abfahrt aufzuholen. Aber Pinturault nutzte die große Chance, als 24. nach der Abfahrt noch eine gute Piste ohne tiefe Rillen vorzufinden. Die zweitbeste Laufzeit reichte dem Allrounder zum Sieg.

Schnellster im Stangenwald war der Slowene Stefan Hadalin, der als 30. nach der Abfahrt das Feld von hinten aufrollte und völlig überraschend die Silbermedaille mit nach Hause nimmt. Sein Rückstand auf den Sieger: 0,24 Sekunden. Bronze ging an den Österreicher Marco Schwarz (+0,46), der die einzige Kombination im Weltcup in diesem Winter gewonnen hatte.

Straßer fährt mit drittbester Slalom-Laufzeit weit nach vorn

In der möglicherweisen letzten WM-Kombination schlugen sich die beiden deutschen Fahrer achtbar. Ganz stark: Linus Straßer. Nach der Abfahrt noch 29. mit 1,72 Sekunden Rückstand auf Dominik Paris, verbesserte er sich im Slalom mit der drittbesten Laufzeit auf einen starken fünften Rang. Nach dem vierten Platz von Viktoria Rebensburg im Super-G ist das das zweitbeste Ergebnis für den DSV bei diesen Titelkämpfen. Auch der Münchner profitierte von seiner kleinen Startnummer im Slalom. "Das ist ein gutes Ergebnis, aber leider keine Medaille. Ich bin trotzdem zufrieden, ich habe eine gute Figur gemacht", sagte Straßer.

Dominik Paris fällt zurück - auch Muffat-Jeandet geschlagen

Dominik Paris

Dominik Paris

Nach der Abfahrt am Mittag auf der Areskutan-Piste hatte noch Super-G-Weltmeister Paris in Führung gelegen. Wie alle anderen Speedspezialisten konnte aber auch er nicht vom kurzen und relativ einfach gesteckten Slalom profitieren. "Vielleicht gelingt mir ja ein Traumlauf", hatte der Italiener nach der Abfahrt noch gesagt und seiner heimlichen Hoffnung auf die zweite WM-Medaille in Are Ausdruck verliehen. Schließlich musste er sich aber mit Rang neun begnügen.

Zu den Geschlagenen zählte auch Victor Muffat-Jeandet. Der Landsmann Pinturaults war als einer der Topfavoriten gehandelt worden und landete am Ende sogar hinter Straßer. Dominik Schwaiger kam mit 3,92 Sekunden Rückstand auf Pinturault auf Platz 35.

Speedfahrer chancenlos

Wie Paris erging es auch den anderen Abfahrtsspezialisten, die im Slalom weit durchgereicht wurden. Carlo Janka, Mauro Caviezel, Vincent Kriechmayr, Christof Innerhofer - keiner erreichte mehr die Zeit des Franzosen.

Thema in: Sportschau im Ersten, 11.02.2019, 15.30 Uhr

wp | Stand: 11.02.2019, 16:55

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