Shiffrin holt sich Gold in der Kombination

Mikaela Shiffrin gewinnt beim Slalom der alpinen Ski-WM

Alpine Ski-WM

Shiffrin holt sich Gold in der Kombination

Von Margot Lamparter

Mikaela Shiffrin hat sich bei der alpinen Ski-WM im Kampf um Kombinations-Gold klar durchgesetzt. Die US-Amerikanerin zeigte beim abschließenden Slalom ihre Extraklasse und verwies die Konkurrenz auf die Plätze.

Shiffrin sicherte sich mit dem Kombinations-Gold ihren sechsten WM-Titel. Der ausgefeilte Fahrstil der US-Amerikanerin machte bei den eisigen Verhältnissen in Cortina d'Ampezzo den Unterschied. "Für mich die beste Skifahrerin aller Zeiten", sagte Sportschau-Experte Felix Neureuther. Silber ging an die Slowakin Petra Vlhova. Michelle Gisin holte Bronze für die bislang schon erfolgreichen Schweizer. Fast die Hälfte der Athletinnen kam nicht über die Ziellinie.

"Die Kombi-Medaille ist extrem schön. Es zeichnet die kompletteste Skifahrerin aus", sagte Gisin. Und die ging für sie verdient an Shiffrin, die "einfach den großen Unterschied macht". Auch Vlhova zeigte sich "sehr zufrieden. Der Slalom war sehr schwierig, aber am Ende bleibt Silber."

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Brignone lag nach Super-G vorne

Die Favoritinnen hatten sich im Super-G in eine gute Ausgangsposition gebracht. Auf der technisch anspruchsvollen Strecke kurvte mit Federica Brignone eine Topfavoritin in 1:22,11 Minuten die schnellste Zeit in den Schnee. Die Italienerin hatte beide Kombinationswertungen der Saison für sich entschieden. "Ich will im Slalom voll attackieren", kündigte Brignone an. Am nächsten kam ihr Teamkollegin Elena Curtoni, die nur um eine Hundertstel die Bestzeit verpasste.

Shiffrin, Gisin und Vlhova bereit für die Attacke auf Gold

Doch nach Gold griff auch Mikaela Shiffrin. Sie hatte 2019 auf einen Start in der Kombi verzichtet, dieses Mal wollte die Allrounderin bei der Medaillenvergabe ein Wörtchen mitreden. Die US-Amerikanerin kam bis auf 0,06 Sekunden an die führende Brignone heran. Als exzellente Slalomfahrerin hatte sie als Dritte die besten Karten im Kampf um Gold.

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Auch Michelle Gisin meldete als Fünfte ihren Anspruch auf den Sieg an. Die Kombinations-Olympiasiegerin von 2018 zeigte ebenfalls einen starken Lauf und ging mit nur 0,26 Sekunden Rückstand auf Brignone ins Finale.

Holdener muss Zauberlauf auspacken

Auf dem Zettel musste man allerdings auch Petra Vhlova haben. Die Silbermedaillistin von 2019 attackierte mit einer blitzsauberen Technik und lag als Siebte gerade einmal 0,40 Sekunden zurück. Auf Shiffrin fehlten ihr nur 0,34 Sekunden. Gute Chancen konnte sich auch Ranghild Mowinckel ausrechnen. Die Bronzegewinnerin von 2019 lag als Achte 0,47 Sekunden hinter der Bestzeit zurück.

Titelverteidigerin Wendy Holdener (14.), die Weltmeisterin von 2017 und 2019, musste zwischen den Stangen dagegen schon einen Rückstand von 0,97 Sekunden aufholen. "Es geht mir gut mit dieser Zeit. Es hätte noch mehr am Limit sein können", sagte die Schweizerin. "Ich hab noch einen Lauf, wo ich frecher fahren kann."

Shiffrin zeigt im Slalomfinale ihr Klasse

Federica Brignone bei der Ski-WM

Der anspruchsvollste Teil erwartete die Athletinnen auf der eisigen Piste gleich im steilen Starthang. Eröffnet wurde der Slalom von der zeitschnellsten Fahrerin im Super-G - Brignone musste vorlegen. "Ich habe eigentlich keine Chance, aber die muss ich nutzen", sagte sie vor dem Finale. Doch schon nach dem dritten Tor war Schluss für die Italienerin.

Jetzt war Shiffrin (2:07,22 Minuten) zu schlagen. Die Slalomspezialistin kurvte souverän durch die Stangen. Gisin (+0,89) ging zwar ebenfalls beherzt und angriffslustig ins Rennen, konnte aber mit der US-Amerikanerin nicht mithalten. Auch Vlhova (+0,86) gelang es nicht, Shiffrins Zeit zu knacken, schob sich aber auf Platz zwei hinter die Topfahrerin.

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Mowinckel (+4,93) verpasste ihr Chance klar. Titelverteidigerin Wendy Holderner scheiterte am Kurs und war nach drei Toren aus dem Rennen. Die Liste der ausgeschiedenen Fahrerinnen sollte aber noch länger werden. Insgesamt 14 der 30 besten Kombiniererinnen kamen im Slalom nicht ins Ziel.

Stand: 15.02.2021, 14:50

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