Hirscher tanzt zu Gold - Matt und Schwarz machen ÖSV-Triumph perfekt

Alpine Ski-WM

Hirscher tanzt zu Gold - Matt und Schwarz machen ÖSV-Triumph perfekt

Zum Abschluss der WM in Are tanzte Slalomspezialist Marcel Hirscher souverän durch die Stangen und griff sich die Goldmedaille. Den österreichischen Dreifacherfolg machten Mario Matt und Marco Schwarz perfekt. Für Felix Neureuther gab es kein Happy End.

Bei der Ski-WM in Are war der Slalom die letzte Chance auf eine Goldmedaille. Im Duell um den Titel musste Mitfavorit Henrik Kristoffersen mit Startnummer zwei vorlegen. Der Norweger flog nach seinem Titel als Riesentorlaufweltmeister selbstbewusst durch die Stangen. Was seine Zeit wert war, zeigte sich beim Lauf von Marcel Hirscher. Der Österreicher demonstrierte Slalom in Bestform. Hirscher nahm Kristoffersen satte 1,7 Sekunden ab. "Es war ein Lauf, den ich mir noch oft anschauen werde in meinem Leben", so der ÖSV-Star im ZDF.

1:00,60 Minuten waren von der Konkurrenz zu toppen. Kombi-Weltmeister Alexis Pinturault fand im Steilhang nicht die ideale Linie und kassierte 0,56 Sekunden Rückstand auf die Richtzeit. Dahinter brachten sich Hirschers Teamkollegen in Position: Marco Schwarz (+1,22), Michael Matt (+1,35) und Manuel Feller belegten die Zwischenränge drei bis fünf. Kristoffersen reihte sich als Sechster ein.

Gold, Silber und Bronze für Österreich

Kristofferson wurde seiner Mitfavoritenrolle im Finale nicht gerecht. Auch Fellner verpasste die Führung, die noch Ramon Zennhäuser innehatte. Erst Matt konnte seinen Anspruch auf eine Medaille in den Schnee carven und am Schweizer vorbeiziehen. Schwarz reihte sich aussichtsreich hinter seinem Teamkollegen ein. "Megahappy über den dritten Platz", sagte Schwarz, der schon Bronze in der Kombination und Silber im Team gewonnen hatte.

Den Weg zum dreifachen Erfolg hatte dann Kombi-Weltmeister Pinturault freigemacht. Der Franzose patzte und fiel am Ende auf Rang vier zurück. Damit war der Weg frei für Hirscher, der mit einem Vorsprung von 0,65 Sekunden zu seinem siebten WM-Titel fuhr. Der Rekordmann bedankte sich bei seinem Team. "Saucool, dass es mannschaftlich so stark war."

Neureuther nach Einfädler disqualifiziert.

Felix Neureuther - WM-Slalom in Are

"Einen bestimmten Selbstzerstörungstrieb habe ich, von daher bin ich bereit für diesen Slalom", hatte Felix Neureuther vor seinem wohl letzten WM-Rennen gesagt. Dem 34-Jährigen gelang zwar kein perfekter, aber ein guter Ritt durch den Kurs. Sein Rückstand betrug als Elfter allerdings schon 1,07 Sekunden Sekunden auf den Bronzeplatz. "Es war eine sehr fehlerhafte Fahrt, leider Gottes. Es hat mich schon am dritten Tor ausgehoben, sonst wäre der Rückstand wohl ganz okay gewesen", so Neureuther. Doch die kleinen Missgeschicke wollten kein Ende nehmen. Beim finalen Start blieb er hängen, zudem gelang dem Garmisch-Partenkirchener kein Zauberlauf aufs Podest. Nach einem Einfädler wurde er noch disqualifiziert. "Ich bin gut weggekommen und hatte dann auch ein gutes Gefühl, aber ein Einfädler ist halt ein Einfädler", sagte Neureuther im ZDF: "Schade, es wäre ein Schritt in die richtige Richtung gewesen." Zu einem möglichen Rücktritt wollte sich der 34-Jährige nicht äußern: "Ich werde die Saison ganz normal zu Ende fahren, und dann werde ich eine Entscheidung bekannt geben."

Tremmel als 25. bester Deutscher

Dominik Stehle ließ als 21. sein Potenzial aufblitzen, auch weiter vorne mitfahren zu können. 3,31 Sekunden Rückstand reichten für den zweiten Durchgang. Dort fädelte er allerdings ein und war aus dem Rennen. Teamkollege Anton Tremmel hatte es als 27. (+4,44) ins Finale geschafft. Der 24-Jährige brachte auch seinen zweiten Lauf nach unten und wurde noch 25. Linus Straßer fuhr einen Rückstand von 4,98 Sekunden ein und kam dagegen nicht in die Top 30.

Theama in B5 aktuell, Samstag 13.55 Uhr.

mla | Stand: 17.02.2019, 15:24

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