Viele Favoritinnen bei Vonn-Abschied

Sofia Goggia und Lindsey Vonn

Abfahrt der Damen

Viele Favoritinnen bei Vonn-Abschied

Von Wolfram Porr

Wer wird Abfahrtsweltmeisterin bei den Frauen? Vor dem Showdown am Sonntag (10.02., 12.30 Uhr) gibt es gleich eine ganze Handvoll Favoritinnen. Die Deutschen Kira Weidle und Viktoria Rebensburg rechnen sich im letzten Rennen von Lindsey Vonn zumindest Außenseiterchancen aus.

Die Kameras werden wohl - so oder so - auf Lindsey Vonn gerichtet sein. Die US-Amerikanerin bestreitet - wie Aksel Lund Svindal in der Männer-Abfahrt am Samstag - ihr allerletztes Skirennen. Die mediale Aufmerksamkeit dürfte der Speed- und Drama-Queen aus Vail sicher sein. Vielleicht gelingt der 34-Jährigen ja wie dem Norweger sogar ein Happy End, ehe die beiden ihren Abschied aus dem Skizirkus gebührend feiern werden.

Rebensburg eröffnet WM-Abfahrt, Vonn Dritte, Weidle Elfte Sportschau 09.02.2019 15:09 Min. Verfügbar bis 09.02.2020 Das Erste

Stuhec, Goggia und drei Österreicherinnen sprechen Wörtchen mit

Ramona Siebenhofer

Ramona Siebenhofer

Abschreiben darf man Vonn nie, auch wenn die Topfavoritinnen in Are andere sind: Ramona Siebenhofer aus Österreich gehört dazu. Sie gewann die Kombinationsabfahrt und ist nach dem undankbaren vierten Platz in der Kombi heiß auf eine Medaille. Zwei Weltcuprennen hat sie in diesem Winter schon gewonnen, genauso viele wie ihre Teamkollegin Nicole Schmidhofer, die immer Vollgas gibt. Mit Stephanie Venier haben die Österreicher dann sogar noch ein drittes Eisen im Feuer.

Zwei, die nach langer Verletzungspause rechtzeitig wiedern in Topform zu sein scheinen, sind Ilka Stuhec und Sofia Goggia. Die Slowenin war Zweite in der Kombinationsabfahrt. Sie kommt hier in Are ganz gut zurecht. Goggia gewann Silber im Super-G und kann mit frischem Selbstvertrauen nun in der Abfahrt starten.

Kira Weidle verspricht "Vollgas"

Kira Weidle

Kira Weidle

Die deutschen Skirennfahrerinnen haben seit sechs Jahren bei einer WM keine Speed-Medaille mehr geholt. Kira Weidle (Starnberg) könnte das Warten in Are beenden. Die erst 22-Jährige ist in diesem Winter in einer Klasse-Form, fuhr bereits zweimal aufs Podium. Da geht was! "Ich bin absolut in der Angreiferrolle. Am Ende zählen die Medaillenränge - und die werden auch Vollgas attackiert", sagte die gebürtige Stuttgarterin.

Und Viktoria Rebensburg (Kreuth) ist ja auch noch da. Nach dem unglücklichen vierten Platz im Super-G will es die 29-Jährige nochmal wissen. Meike Pfister (Krumbach) und Michaela Wenig (Lenggries) komplettieren das DSV-Quartett.

Rebensburg will dem Pech in der WM-Abfahrt davonfahren Sportschau 09.02.2019 02:04 Min. Verfügbar bis 09.02.2020 Das Erste

Würde eine deutsche Läuferin Edelmetall holen, wäre es die erste deutsche WM-Medaille in der Abfahrt, seit Maria Höfl-Riesch in Schladming vor sechs Jahren Bronze gewonnen hat. Es wäre mal wieder an der Zeit.

Thema in: B5 aktuell, 10.02., 15.15 Uhr

Stand: 09.02.2019, 14:55

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