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Aus dem Archiv von sportschau.de
08.02.2012 | 12:28 Uhr
Drei freiwillige Helfer aus NRW ziehen ihre WM-Bilanz
Von Peter Schneider
Drei Volunteers aus Gelsenkirchen, Dortmund und Köln ziehen die Bilanz ihrer WM. Sie haben im Stadion und in den Innenstädten die Fans aus aller Welt betreut. Ein Blick zurück auf viel Spaß, Freude und Fotos.
Rund 13.000 so genannter Volunteers waren während der WM in den WM-Städten im Einsatz. Drei von ihnen waren zugleich auch für sport.ARD.de im Einsatz und erlaubten mit ihren Fotos einen Blick ins Allerheiligste der WM - die Stadien. Bilder von Volunteers, die bei der Hymnenprobe die Nationalmannschaft doubeln müssen, sind bei "Drei dabei - das foto.log" ebenso zu sehen wie ausgelassene Fans und der ein oder andere prominente Zuschauer. Die Bilanz der drei Volunteers , die in Köln, Gelsenkirchen und Dortmund im Einsatz waren, fällt durchweg positiv aus. Sebastian Dietz, der "Auf Schalke" arbeitete, könnte gleich weiter machen: "Von mir aus könnte die WM noch ein paar Wochen weiter gehen."
Auch Renate Weber aus Dortmund zieht ein positives Fazit "ihrer" WM. "Ich hätte nicht gedacht, dass die Atmosphäre so freundlich und ausgelassen sein würde", erzählt sie: "Das war ein unvergessliches Erlebnis." Und sie plant bereits für das nächste Turnier: "Ich überlege schon, ob ich mich als Volunteer für die Europameisterschaft 2008 bewerben soll." Eines der vielen Highlights auf der Tribüne des Dortmunder Stadions? "Das war ein Plausch mit dem Schauspieler Peter Lohmeyer. Der hat sich zu uns gestellt und mit uns geplaudert." Und einen Bonus gab´s zum Spaß an der Arbeit noch dazu: "Ich konnte mir wirklich jedes Spiel anschauen - zwar nicht komplett, aber glücklicherweise war ich bei den entscheidenden Toren wieder am Platz."
Sebastian Dietz hatte vor allem Freude am Kontakt mit den vielen Fans. Sein Highlight: "Die Mexikaner. Die haben wirklich am besten gefeiert." Nach dem Spiel seien die Mittelamerikaner auf Souvenirjagd gegangen - und bei den Volunteers fündig geworden. "Die haben uns die Dienstkleidung fast vom Leib gerissen", erinnert er sich. Schließlich endete alles in einem Tauschhandel: Mexiko-Trikot gegen Volunteer-Poloshirt.
Die ausländischen Fans haben auch Jakob Horstmann bei seiner Arbeit in Köln am meisten beeindruckt. "Klasse waren vor allem die Afrikaner. Da war immer die beste Atmosphäre und Stimmung." Er findet es sehr schade, dass nun alles vorbei ist. "Zum Schluss wurde es schon ein bisschen leerer in der Stadt", so der 21-Jährige. Gelindert wurde der WM-Abschiedsschmerz durch die Volunteer-Abschlussfeier im Kölner Sport- und Olympiamuseum: "Da haben wir´s nochmal richtig krachen lassen. Das war echt ein toller Abschluss."
Stand: 09.07.2006, 09:00 Uhr