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Aus dem Archiv von sportschau.de
08.02.2012 | 20:11 Uhr
Berliner Fanmeile
Die Polizei hat am Tag nach der offenbar absichtlichen Fahrt eines Mannes in die Fußgängermenge vor der Fanmeile bislang nichts über die Motive des Mannes bekannt gegeben. Die Behörden teilten lediglich mit, dass die Fahrt offenbar keinen terroristischen Hintergrund gehabt habe und dass weiter ermittelt werde.
Die Berliner Fanmeile
Die Behörden korrigierten unterdessen die Zahl der Verletzten von 21 auf nunmehr insgesamt 25. Allerdings kamen die meisten Betroffenen mit leichten Verletzungen und einige Zeugen mit einem Schock davon. Ein elfjähriger Junge wurde schwer verletzt. Er erlitt mehrere Rippenbrüche und eine Gehirnerschütterung.
Noch ist unklar, ob der Autofahrer am Sonntagnachmittag mit Absicht auf die Fanmeile vor dem Brandenburger Tor gerast war. Der 33-Jährige sowie seine 55 Jahre alte Beifahrerin waren unverletzt geblieben. Nach Angaben der Polizei wurde die Beifahrerin am Morgen auf der Haft entlassen. Gegen sie bestehe kein Tatverdacht. Gegen den Fahrer werde dagegen wegen versuchten Totschlags ermittelt. Er soll nun dem Haftrichter vorgeführt werden.
Die Polizeibeamten auf der Meile hatten die beiden mit vorgehaltener Waffe festgenommen. Bei der Durchsuchung des Wagens wurde den Angaben zufolge kein Sprengstoff entdeckt, so dass die Polizei einen Attentatsversuch ausgeschließt. Trotz des Unfalls werde das Sicherheitskonzept an der Fanmeile nicht geändert, teilte die Berliner Polizei mit.
Video
Zum Zeitpunkt des Geschehens hatten sich verhältnismäßig wenige Menschen auf der Fanmeile aufgehalten. Durch den lauten Knall beim Durchbrechen der Absperrung seien viele aufmerksam geworden und rechtzeitig zur Seite gesprungen, meinte der Zeuge.
Unter den Verletzten, die ins Krankenhaus mussten, befanden sich ein Argentinier, ein Niederländer, ein Engländer und ein Australier. Am Abend fand vor dem Brandenburger Tor wie geplant das Konzert des Deutschen Sinfonieorchesters unter Leitung von Dirigent Ingo Metzmacher statt, Ausklang des Kunst- und Kulturprogramms der Bundesregierung zur WM.
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