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WM 2006

08.02.2012 | 11:45 Uhr

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Vor Ort - Im Osten

FanFest in L.E.

Leipzig sagt jubelnd Danke

Wie tief sitzt der Schock vom Spiel gegen Italien? Können sich die Fans noch mal aufrappeln? Ja, können sie. Auf dem Leipziger Augustusplatz wurde die deutsche Nationalmannschaft beim Spiel um Platz drei wieder frenetisch bejubelt und gefeiert. Von etwa 20.000 Menschen. Stundenlang.

Am Dienstag das Aus gegen Italien, und dann der große Regen am Nachmittag. So viel Abkühlung auf ein Mal - auf dem Leipziger FanFest herrscht bestimmt gähnende Leere. Denkste! Das WM-Areal im Herzen der Messestadt quillt auch beim siebten und letzten Spiel der deutschen Nationalmannschaft über. Erneut wird eine Stunde vor Spielbeginn niemand mehr hereingelassen. Erneut tummeln sich viele Leute auch hinter den Zäunen, um das Spiel auf der riesigen Leinwand zu verfolgen. Erneut ist die Stimmung grandios.

"Eine "geile Party"

Kristin macht Michelle fit; Rechte: mdr Bild groß Kristin macht Michelle fit fürs Spiel.

Leipzig verabschiedet sich von Klinsmann und seinem Trupp mit viel Tammtamm. "Stuttgart ist viel schöner als Berlin" ist das bevorzugte und etwas trotzig gesungene Lieblingslied des Tages. Auch die beiden 17-jährigen Kristin und Michelle stimmen mit ein. "Das ist heute mein drittes Mal hier. Wir mussten einfach wieder hier her kommen. So eine geile Party gibt es so schnell nicht wieder", sagt Kristin und vervollkommnet nochmal das Outfit ihrer Freundin. Etwa zwei Stunden später brüllen sie angesichts des 3:1-Erfolgs ihrer Lieblinge mit den anderen Fans um die Wette. Vor Freude.

An die Pleite gegen Italien denkt nach dem Schlusspfiff längst keiner mehr. Silvesterraketen schießen in den Himmel, Menschen umarmen sich, aus den Lautsprechern des Polizeiwagens am Rand grölt Herbert Grönemeyer, dass "sich was dreht". Um den "Sixpack" herum wird mitgesungen und getanzt. Vor der FanFest-Bühne sowieso. Bis tief in den Morgen hinein.

Ganz Sachsen feiert in L.E.

Zugfahrt nach Chemnitz; Rechte: mdr Bild groß Kristin und Freunde auf dem Weg nach Chemnitz

Andere feiern im Zug weiter, der sie wieder nach Hause bringt. Nach Wurzen, Bad Lausick, Hohenstein-Ernstthal, oder eben nach Chemnitz. So wie Jennifer, die mit ihrem Freund erst "am Nachmittag spontan" beschlossen hat, sich das Spiel in Leipzig anzuschauen. Ob sich die Reise gelohnt hat? "Na klar! Das war super", freut sich die Chemnitzerin und fügt das an, was so viele an diesem Abend denken: "Schade, dass es schon vorbei ist".

mdr | Stand: 08.07.2006, 23:59 Uhr

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