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Aus dem Archiv von sportschau.de
07.02.2012 | 05:24 Uhr
WM-Bilanz
Mit der Partie Brasilien-Frankreich ist am Samstag (01.07.06) die fünfte und letzte Begegnung in der Frankfurter WM-Arena ausgetragen worden. Zeit für eine Bilanz und die fällt durchweg positiv aus.
Ob Engländer, Holländer oder Franzosen - trotz aller fußballerischer Rivalität waren die Anhänger sämtlicher in Frankfurt gastierender Nationen in der Mainmetropole zu Gast bei Freunden. "Frankfurt hat eine lautstarke, fröhliche, aber vor allem friedliche Fußball- WM erlebt", sagte Polizeisprecher Peter Freier. Doch abgerechnet wird erst am 10. Juli, denn bis dahin haben die Fans noch lange nicht genug.
Schon beim Halbfinale Deutschland-Italien am Dienstag dürfte im Stadion im Stadtwald, aus dem mit der Übergabe von der FIFA an den Stadionbetreiber danach wieder die Commerzbank-Arena wird, nochmals WM-Atmosphäre herrschen. Zur Entlastung der MainArena mit ihrer schwimmenden Riesenleinwand inmitten des Flusses, die bisher mehr als 1,5 Millionen Besucher anlockte und gerade bei Deutschland-Spielen notorisch überfüllt war, wird nun auch das Stadion für Fans geöffnet.
40.000 Zuschauer rund 8.000 weniger als bei den durchweg ausverkauften fünf WM-Partien sollen auf den Tribünen Platz finden und das Spiel der "Klinsmänner" gegen Italien im Dortmunder Westfalenstadion auf dem riesigen Videowürfel verfolgen können. Um optimale Sicht zu garantieren, wird dieser dazu eigens herunter in die Mitte gezogen. Acht Euro kostet eine Eintrittskarte im Vorverkauf, zehn Euro an der Abendkasse. Rund 10.000 Tickets waren am Sonntag schon vergriffen. Sollte es Deutschland ins Endspiel schaffen, ist eine Fortsetzung geplant.
Wie viel Geld sich die Stadt Frankfurt die WM kosten ließ, stehe voraussichtlich erst im Spätsommer fest, sagte der Leiter des Presse- und Informationsamtes, Nikolaus Münster. Es gebe auch keine Schätzungen, wie viele ausländische Gäste bislang nach Frankfurt kamen. "Der Tourismus hält bis zum Finale an."
Rundum zufrieden zeigten sich bislang auch Polizei und Feuerwehr. Das Konzept der Polizei, überall vertreten zu sein, bei Schwierigkeiten aber zunächst verbal einzugreifen, sei voll aufgegangen, so Polizeisprecher Freier. Feuerwehr und Rettungsdienste, die an den Spieltagen mit bis zu 1.650 Helfern im Einsatz waren, hätten keinen einzigen lebensbedrohlichen Fall gehabt, sagte Feuerwehr-Sprecher Hans-Jürgen Kohnert.
dpa | Stand: 02.07.2006, 17:35 Uhr
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