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Aus dem Archiv von sportschau.de
08.02.2012 | 11:54 Uhr
Klinsmann fühlt sich ausgebrannt
Jürgen Klinsmann ist als Fußball-Bundestrainer zurückgetreten, weil er sich "ausgebrannt" fühlt. Sein Nachfolger Joachim Löw geht hingegen sofort in die Vollen: "Wir wollen 2008 Europameister werden."
Joachim Löw (re.) folgt auf Jürgen Klinsmann.
Der 46 Jahre alte Löw erhält einen Zweijahresvertrag bis zum EM-Turnier 2008 in Österreich und der Schweiz. Löw, der sich in den kommenden Tagen einen Assistenten suchen will, ist der zehnte Chefcoach in der Geschichte des DFB-Teams. Er wurde am Mittwoch (12.07.06) während einer Pressekonferenz in der DFB-Zentrale in Frankfurt/Main vorgestellt. Am Abend zuvor hatte es die entscheidenden Gespräche gegeben.
"Das ist eine große Herausforderung für mich, den Weg so weiterzugehen. Nur so können wir dauerhaft in der Weltspitze bleiben", sagte Löw und unterstrich vor seinem ersten Einsatz am 16. August im Länderspiel in Gelsenkirchen gegen Schweden: "Wir wollen junge Spieler heranführen, eine erfolgreiche Qualifikation spielen und 2008 Europameister werden." Zudem wolle er auch für neue Ideen und Impulse sorgen. Doch zunächst einmal freut sich Löw auf einen mindestens zehntägigen Urlaub. "Den brauche ich jetzt, um aufzuladen. Ich muss meine Gedanken ordnen und in Richtung Zukunft denken."
Löw hatte seit August 2004 als Klinsmann-Assistent gearbeitet und somit maßgeblichen Anteil am Erreichen des dritten Platzes bei der Weltmeisterschaft gehabt. "Ich bin sehr froh, dass Jogi diese Aufgabe übernimmt. Ich habe ihn nie als Assistent gesehen. Er hat wesentliche Teile des Trainings geleitet", sagte Klinsmann. Mit Löw soll die offensive Ausrichtung der DFB-Mannschaft fortgesetzt werden, betonten der Geschäftsführende DFB-Präsident Theo Zwanziger und DFB-Teammanager Oliver Bierhoff.
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Klinsmann äußerte die Bitte, die Spielphilosophie und Spielkultur, die er eingeführt habe, fortzusetzen und sogar noch mehr auszubauen und mit noch mehr Leben zu erfüllen. Er sei unglaublich froh, dass der DFB das genau so sehe. "Der ganze Stab hat sich bekannt zu dieser Philosophie, die wir entwickelt haben", sagte der 41-Jährige.
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Der scheidende Bundestrainer bezeichnete es als "einzig sinnvolle und logische Schlussfolgerung, Löw zu bitten, dieses Amt zu übernehmen. Die Mannschaft sei charakterlich so top, sie habe eine so tolle Weltmeisterschaft gespielt und sei reif genug, den nächsten Schritt zu gehen. In dem Team stecke noch sehr viel mehr. "Ich bin sehr glücklich, dass Jogi dieses Aufgabe annimmt", sagte Klinsmann.
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Er sei tausendprozentig überzeugt davon, dass Löw dies mit allerhöchster Qualität machen werde. "Jogi war immer ein fester Partner", betonte Klinsmann. Löw habe seinen eigenen Aufgabenbereich gehabt, den er selbstständig geleitet habe - von Training bis hin zu Videoanalysen habe er ohnehin alles alleine geführt. Er selbst habe eher die Funktion eines Supervisors gehabt, der schaue, dass eins ins andere greife.
dpa/AP/sid | Stand: 12.07.2006, 13:43 Uhr
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