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Aus dem Archiv von sportschau.de
09.02.2012 | 19:08 Uhr
Der Kommentar von sport.ARD.de
Von Marcus Bark
Jürgen Klinsmann ist als Bundestrainer der deutschen Fußball-Nationalmannschaft zurückgetreten. Sein Nachfolger wird Joachim Löw. Der Kommentar von sport.ARD.de.
Marcus Bark kommentiert Klinsmanns Entscheidung.
Jürgen Klinsmann ist in einer Lage, um die ihn viele beneiden. Er ist, das hat er in den vergangenen Wochen auch oft betont, unabhängig. Aus dieser komfortablen Lage heraus hat er nun eine Entscheidung bekannt gegeben, die nicht überraschend, aber überraschend schnell kam.
Klinsmann ist noch nie jemand gewesen, der aus dem Bauch heraus entscheidet. Sonst wäre ihm nach den überwältigenden Eindrücken der Weltmeisterschaft nichts anderes übrig geblieben, als dem Druck nachzugeben und weiter zu machen.
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Die Spieler, die Fans, der Verband, ja sogar die Politik und in höchster Instanz Franz Beckenbauer hätten ihn gerne weiterhin als Projektbetreuer der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gesehen. Klinsmann aber traf seine Entscheidung nur unter dem Gesichtspunkt, was für ihn das Beste sei. Er sei ausgepowert, leer und ausgebrannt.
Die Begründung und die Entscheidung sind zu respektieren und zu akzeptieren. Klinsmann muss aber auch akzeptieren, dass sich viele von ihm, der den Teamgeist über alles stellte, im Stich gelassen fühlen.
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