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WM 2006

08.02.2012 | 11:55 Uhr

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Nachrichten - Deutsches Team

Chronologie des Fußballers Jürgen Klinsmann

Eine Bilderbuch-Karriere

Die Stuttgarter Kickers der erste Profi-Klub, Inter Mailand die erste Station im Ausland, Weltmeister 1990 und zuletzt die erfolgreiche WM 2006 als Bundestrainer - Jürgen Klinsmann hat in seiner facettenreichen Laufbahn so viel erlebt wie kaum ein anderer Fußballer. Der 41-Jährige blickt schon jetzt auf eine einzigartige Bilderbuch-Karriere zurück.

Klinsmann gegen Köpke; Rechte: dpa Im Luftduell gegen Torwart Andy Köpke

30. Juli 1964: Jürgen Klinsmann wird in Göppingen geboren.

01. Juli 1981: Beginn der Profi-Karriere bei den Stuttgarter Kickers. Beim TB Gingen/Fils hatte er 1972 mit dem Fußball begonnen. Über den SC Geislingen wechselte er 1978 zu den Kickers.

01. Juli 1984: Der Nachbar lockt. Klinsmann wechselt zum VfB Stuttgart in die Bundesliga und wird in seiner ersten Saison mit 15 Toren zweitbester Schütze hinter Karl Allgöwer (16).

12. Dezember 1987: Klinsmann feiert sein Debüt in der Nationalmannschaft. Bei der Südamerika-Tournee spielt er gegen Brasilien 90 Minuten durch. Sein Sturmpartner in Brasilia: Olaf Thon.

27. April 1989: Der Jung-Nationalspieler erzielt sein erstes Länderspiel-Tor beim 1:0-Sieg gegen die Schweiz.

01. Juli 1989: Klinsmann wechselt in die Serie A zu Inter Mailand. "Nichts hätte meinen Wechsel verhindern können. Ich glaube, dass es jetzt für mich an der Zeit ist, etwas Neues kennenzulernen, ein neues Umfeld, eine neue Aufgabe. Das beziehe ich nicht nur aufs Fußballerische", betont der Schwabe.

08. Juli 1990: Klinsmann wird in Rom Weltmeister, der erste Titel seiner Profikarriere überhaupt. Im legendären Achtelfinale gegen Holland (2:1) macht Klinsmann wohl sein bestes Spiel überhaupt.

01. Juli 1992: Klinsmann ist in Mailand nicht mehr glücklich und wechselt zum AS Monaco. Ein Titel bleibt ihm in Frankreich versagt, aber er blüht wieder auf und avanciert erneut zum Weltklassestürmer.

01. August 1994: Nach der verkorksten WM in den USA wechselt Klinsmann zu Tottenham Hotspur und wird dort zunächst als "Schwalbenkönig" und "Elfmeterschinder" (Diver) verspottet. Zur ersten Pressekonferenz erscheint er in Taucherbrille und Flossen.

01. Juli 1995: Nach nur einem Jahr verlässt "Cleansman" die Insel wieder und wechselt zum FC Bayern München, obwohl er früher gesagt haben soll, niemals zu den Bayern gehen zu wollen.

30. Juni 1996: Klinsmann wird als Mannschaftskapitän mit der Nationalmannschaft Europameister - nach der WM sein größter Erfolg im DFB-Trikot.

01. Juli 1997: Klinsmann wechselt zu Sampdoria Genua. Dort bleibt er aber nur wenige Wochen, weil er sich mit Trainer Boskov überwirft. Er wechselt abermals zu Tottenham Hotspur und bleibt für den Rest der Saison.

10. September 1997: Klinsmann feiert beim 4:0 gegen Armenien sein 100. Länderspiel und beschenkt sich selbst mit zwei Toren.

04. Juli 1998: Nach dem 0:3 gegen Kroatien im WM-Viertelfinale und 108 Länderspielen beendet Klinsmann seine Karriere in der Nationalelf und geht als Privatmann in die USA. Es sollte sein letztes Spiel überhaupt werden. Im Dezember 1998 erklärt Klinsmann seinen Rücktritt als Fußballer.

August 2000: Klinsmann nimmt am Fußball-Lehrer-Sonderlehrgang des DFB teil.

Klinsmann und Asamoah; Rechte: ddp Klinsmann beim Länderspiel gegen Brasilien im September 2004

29. Juli 2004: Jürgen Klinsmann wird in der Frankfurter DFB-Zentrale als Bundestrainer präsentiert. "Ich will Weltmeister werden", sagt der Nachfolger von Rudi Völler.

16. August 2004: An seinem ersten Arbeitstag mit der Nationalelf setzt Klinsmann Torhüter Oliver Kahn als Kapitän ab und ernennt Michael Ballack zu dessen Nachfolger.

18. August 2004: Klinsmanns Länderspiel-Debüt in Wien endet nach drei Toren von Kevin Kuranyi mit einem 3:1 gegen Gastgeber Österreich.

10. Oktober 2004: Das Länderspiel in Iran (2:0) ist die letzte Dienstreise von Sepp Maier als Bundestorwarttrainer. Klinsmann ersetzt Kahns Vereinscoach durch Ex-Nationalspieler Andreas Köpke.

2. Dezember 2004: Im Streit um das WM-Quartier erreicht Klinsmann sein Ziel: Der DFB stimmt der Verlegung von Leverkusen nach Berlin zu. Zugleich wird in Hans-Dieter Hermann erstmals ein Sportpsychologe in den Betreuerstab der Nationalmannschaft aufgenommen.

17. Mai 2005: Und noch ein Kopf muss rollen. Jürgen Klinsmann mustert Chefausbilder Erich Rutemöller aus dem Trainer- und Beraterstab aus. Zugleich wird der Schweizer Urs Siegenthaler als Chefscout verpflichtet.


8. Februar 2006: Klinsmann verliert den Machtkampf um den Sportdirektor: Der DFB entscheidet sich für Matthias Sammer und gegen Klinsmanns Kandidaten, den Hockey-Bundestrainer Bernhard Peters.

1. März 2006: Nach einer desolaten Vorstellung beim 1:4 in Italien erreicht die Kritik an Klinsmann den Höhepunkt. "Man wollte mich kippen", verriet der Bundestrainer vor der WM.

6. März 2006: Franz Beckenbauer ist restlos bedient. Klinsmanns Fernbleiben beim Workshop der WM-Trainer bringt den "Kaiser" auf die Palme. "Der Bundestrainer des Gastgeberlandes hätte da sein müssen. Das ist schlechte Kinderstube."

22. März 2006: Ein 4:1 gegen die USA in Dortmund ist für Klinsmann der dringend benötigte Befreiungsschlag.

7. April 2006: Klinsmann entscheidet sich für Jens Lehmann als WM-Torwart - Rivale Kahn wird zur Nummer 2 degradiert. Es sei für ihn die schwerste Entscheidung als Trainer, erklärt der Coach.

9. Juni 2006: Deutschland startet mit einem 4:2 gegen Costa Rica erfolgreich in die WM. Klinsmann setzt den leicht verletzten Michael Ballack nicht ein.

8. Juli 2006: Das "kleine Finale" wird zum versöhnlichen Abschluss für alle: Klinsmann wird von allen geherzt und hinterlässt Fans, Spieler und den DFB im Ungewissen: "Ich brauche ein paar Tage."

11. Juli 2006: Jürgen Klinsmann erklärt dem DFB, seinen Vertrag nicht verlängern zu wollen.

Stand: 12.07.2006, 14:48 Uhr

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